Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 5 (16.1.1899)
- Date
- 1899-01-16
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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i Sorgen seines Amtes belvezten sein Tasein. Si^iel traurige kErkahrungen sammelte er, Enttäuschungen und Entsagungen \ blieben tönt nicht erspart, reich war die Ernte, die er aus l dem Felde der Lebeneergebnisse heimbraeble in eas.Haus der! Ewigkeit. Da erbebt sich wieder dieser Stein und kündet: Was, Nabbi Elias, kann dich großen Geist das t2LJefj des Irdischen be rül,rthabend lieber Niederes war deinSinii erhaben. Wanderer.' Blicke her! .Eier liegt ein Dr. Pleßner! 'Wenn dein Herz i bekümmert ist, komme her und schütte cs aus vor Gott, 1 erleichtere dein schweres Gemütb. rn n>ni P't£':n P3 'tu „Ic^er, den die Schlange des Lebens gebissen, sehe diesen Stein an und lebe wieder auf." Hier webt der Geist eines Gatlcsmannes. Dieses Steindenkmal prangt ivie die zwei steinernen Tascln eines Salomonischen Tempels, und dieses Steiudenkmal hier prangt als eine Hobe Läule, zeugend voie verschwundener Pracht. 'Bon diesen, Lteindenkmale aus ivird immer der Geist Pleßners ivohllhueud und erhebend und segnend in eure Gemeinde liineinwchen, wie jene C-ie deine des Propheten Elischa aus dem zweiten Bucke der Könige toteuerweckend, neubelcbeud, verjüngend aus enck wirken. Dieses Steindenkmal bier wird euch ewig erinnern, daß in eurer Mitte einst ein zweiter Prophet Elias — L"dr G? \~Nür> s;p für den Elvigen der Heerschaaren eiferte, für TPlP und HNT eint'at nut seiner ganzen Persönlichkeit, mit seinen, ganzen Leben, tt’CKTi ng cikgn vt vvi „und so blieben seine Hände ihn, fest in seinem Glaubens,,,,nhe, bis ihn, die Sonne des Lebens unterging." Darum Heil dieser Gemeinde, die durch das lehren seines Andenkens sich zugleich ehrt, die hier an seiner Gra besstätte ein (Gotteshaus gleichsam errichtet, daß sein Grab „och sic segne, sie, seine Kinder, seine (Gemeinde. Heil dieser Gemeinde, die die Erinnerung an einen Plcßner unauslöschlich pflegt. Er ist dahin, die Fahne entsank seiner Hand; seine Gemeinde bat sie tbränenden Auges aufgehoben und eine», anderen Führer, seinem Nachfolger übergeben, daß er sie mit gleicher Kraft und in gleichem Geiste schwinge, in,mer hinblickend auf diesen Stein und seine Inschrift als Weg Weisung seiner Wirksamkeit. So sei die rDS»ö ihrer Bestimmung übergeben. Möge sie die Lebenden ewig an den großen Tobten geinabnen, sein strahlendes Muster, sein prangendes Beispiel, sein edles Borbild ewig wach und rege erhalten. Der Segen Deiner Thätigkeit, treuer Verklärter, wird diesen Ltein, wenn die Zeit ihn schon verwittert, Regenschauer seine Inschrist verlöscht, Stürme ihn vernichtet haben werden, überleben. Sieh deine Gemeinde in kindlicher Sck>en und Liebe hier an der Wahlstatt deines geheiligten Wirkens bei deinen treuen Gebeinen versammelt, deine ganze Gemeinde hier versammelt. von einer Empfindung gleicher Trauer erfüllt. Wie dieser Tag, so werden alle Seiten “IDO ipnpp dich, den Heiligen Gottes, bier geehrt sehen. D, sei dieser Oie ineinde ein ">t£T stwv. ein Engel sorgender Fürsprache, treuer Vermittelung, segnender Vertretung vor den Stufen des Allerbarmers, wie du cs ihr in, Leben gewesen bist. Du warst ihr ein treuer Hirt. Bete droben für ihre weitere ge deihliche Entwickelung, daß ne unter dem Seepter deines dein Andenken ehren.cn Nachfolgers wie zn deiner Zeit sprieße, wamse, blühe. Sieh hier einen kleineren geschlossenen Kreis ans der großen Gemeinde an deinem Grabe, die ganze rnsn G’pDynon. Ist sic auch nicht deine eigenste Schöpfung, so dankt sie dir doch ihre Wiedergeburt, ihre Neubelebung, ihre Verjüngung. Du hast fie mit der Fülle deines Geistes gehegt und genährt, du hast sie gebildet und gepflegt, daß sie ein leuchtendes Musterbild für andere Gemeinden wurde. Mit allen Fibern ihres Herzens, mit allen Fasern ihrer Empfindung liebt sic dich, ihren Lehrer und Gönner, liebt dich mit aller Tiefe ihrer Verehrung, wie du bei deinem > 91 Leben sie geliebt und gefördert hast. Diese min in ihrem heutigen Kraftbestande ist allein schon eine DPiy rOSD, die du dir selbst errichtet hast. Sieh hin ailch die Glieeerdciner in glühendstem Sehnen ::ach dir sich härmenden Familie an deiner Gruft vereint. In ilireni Ramen rufe ich dir hier Worte des Segens zu, iel>, dein Schüler, den du in sein berufliches Leben eingesegnet hast. O. noch rrn? 7p nnyon noch liegt ihr die Tbräne um dich auf ihrer Wange, und schon hat die Erde wieder ihren Mund geöffnet, um ein neues Opfer deiner Familie zu fordern; ein frisches Grab deckt wieder den Rasen. Eine edle Frau ist cs, die hier so gelebt hat, 'nnx dv7 pnttfm daß sie ihres letzren Tages spotten konnte, eine Frau, - edel genug, um dich zu bewundern. C. für deine so trauernde Familie lege beine Fürbitte ein bei dem Herrn über Leben und Tod, daß Er seine Hand nunmehr schützend und bewahrend über sie holte, nyjp mon JPG „datz Er den Tod für immer tilge." Schwere Opfer bat sie in den letzten Jahren getragen, ober sie hat dieselben — TOT iroT '~t 7n inöDT p”is> „in Frömmigkeit und Demutgetragen niid auf den Herrn vertraut." Endlich PN7D1? “IDN’T P’T Fpn nny 2") nnsyon „möge Er zum Engel des Verderbens riifm: genug! Laß^ deine Hand je ü sinken!" Möge Er das Füllhorn Seines 'Segens in den Schoß deiner Familie ausschütten. mit Seiner Hul'> und Liebe sie umgeben, mit Seiner Gnade und Barnrherzigkeit trösten, mit Seinen! Beistände und Heil erfreuen. Schlummere sanft, schlafe friedlich, ruhe, gebettet in Wonne und Seligkeit, pru OJn pp ipno’ „süß seien dir die Schollen des Thales," bis der Auferstcliungsschotar durch die Laude schmettert und dich zum neuen Leben erweckt. Amen! Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Berlin, 12. Jan. Aus die Glückwunschadressen des Magistrats zum Jahreswechsel hat der Kaiser ein Dankschreiben gesandt, worin er den Wunsch ausspricht, daß die städtischen Behörden Berlins stets erfolgreich bemüht sein mögen, das Gemeinwohl der Bürgerschaft ohne Rücksicht auf politische und konfessionelle Gegensätze zu fördern und auf allen Gedrelen der städtischen Verwaltung, besonders auch in sozialer und wirthschaflUcher Beziehung, Mustergiltiges zu schaffen. Berlin. (Eine Expedition nach Mesop o t a m i e n.) Die „Tagt. Rundschau" berichtet: Der Kaiser empfing vor Kurzem den Dr. K o l d e w e p, Oberlehrer ander Baugewerkschule in Gölitz in Audienz. Der junge Gelehrte entwickelte dem Monarchen den Plan zu einer wissenschaftlichen Expedition nach Mesopotamien. Dr. Koldewcy ist bereits in Begleitung seines Assistenten, des Regierungsbausührers Andreae, nach Baalbek abgereist, um dort Nachforschungen anzustellen, ob sich an jenem Orte Ausgrabungen em- *) Frau Ida Pleßner y"J, Schwiegertochter von Sa lomon Pleßner 7 "ST.