Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 102-103 (29.12.1898)
- Date
- 1898-12-29
- Page
- – (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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40 hoffen. Nicht alle Kolonisten verrichten die Feldarbeiten selbst, manche beaufsichtigen sie bloss. Die jüngere Generation der Kolonisten pflegt jedoch alle Feldarbeit ohne Unterschied selbst zu thun, und sie miethen nur dann Arbeiter, wenn sie selbst anderweitig beschäftigt und die vorliegenden Arbeiten unaufschiebbar sind. Die Lebensweise der Kolonisten ist sehr einfach und trägt ganz das Gepräge des Landlebens. Jeder Kolonist hält sich Kühe und Geflügel, und baut das Getreide für den Bedarf seines Hauses und Futter für seinen Viehstand. Die Viehzucht der Kolonie begann mit der Zeit, in welcher der verewigte Bienstock die Erlaubniss des Comitö’a einholte, die Kolonisten zur Milchwirthschaft anzuhalten. Hieraus erwuchs für die Kolonie eine grosse Wohlthat; die Milch, die Butter und der Käse von Chedera werden gern gekauft, weil die ausgedehnten Grasplätze der Kolonie den Milchkühen ein kräftiges Futter liefern. Ausser den Landwirthen wohnt in Chedera ein Heilgehilfe, ein Schächter, ein Gärtner und noch einige Arbeiter. Manche Landwirthe betreiben den Feldbau als Nebengewerbe, und leben vom Ertrage ihres Handwerkes. Es sind Schuhmacher und Schneider, Holzarbeiter und Klempner vorhanden, ausserdem auch Feldarbeiter, welche für Tag- oder Monatslohn sich bei anderen Kolonisten vermiethen. (Fortsetzung folgt.) In den Monaten September und Oktober 1898 vom Unterzeichneten gemachte Sendungen.*’ I. An den Verein *n J1&2C.30 II. An Herrn M. Dorn in Berlin: für den Verein zur Unterstützung -> Ackerbautreibender Juden in Palästina und Syrien . 25 UL;Äh Herrn Rabbiner Charyn in Lomza (Russland): für die daselllst. .30 IV. An Herren Gebr. Fürth & Comp, in Frankfurt a. Main: Für die laufenden Ausgaben des palästinensischen Hilfsvereins 300 für den an die Handwerkslehrlinge in Jerusalem zu erteilenden jüdischen Unterricht, pro . 400 — 700 V. An Herren Seligman & Stettheimer in Frankfurt a. Main: Für die laufenden Ausgaben des israelit. Waisenhauses in Jerusalem 400 für Bekleidung und Beköstigung der Tagesschüler daselbst . 100 zur Gründung eines eisernen Fonds für entlassene Zöglinge . 100 600 VI. An Herrn Hartwig Ruthendorf in Düsseldorf: für den Verein zur Verbreitung und Förderung der Handwerke unter den Juden . 10 VII. An QHlJPtP Lernende in .59 VIII. An Herrn Rabbiner Jacob Schor in Kutty (Galizien): zur Erbauung eines neuen ttHTön daselbst.20 IX. An nothleidende im In- und Auslande ... 68 X. An das Central-ComitS der Alliance IsraAlite Universelle in Paris: Jahresbeiträge und Spenden.700 für die Abgebrannten in Baranow (Russland) .... 100 für das Hospital -)y^„ in Jaffa. 400 — 1200 XI. An verschämte nothleidende Familien im Inlande ... 32 XII. An das Central-Comitü für palästinensische Angelegenheiten in Amsterdam.1000 XIII. An bedrängte Wittwen und Waisen im In- und Auslande . 40 XIV. An das israelitische Waisenhaus in Dinslaken .... 12 XV. An Herrn Oberrabbiner S. B. Schreiber in Pressburg: für die "mvn hidv man daselbst. - - . 5 Mk. — Pf. n v 7) 7) n » « w v 74 71 71 71 „ 46 „ 17 71 34 7) W » V 28 n 7) » »W Zusammen 3832 Mk. 82 Pf. Dürkheim a. d. H„ _ > 25. Oktober 1898. Dr. A. Salvendi, Bezirks-Rabbiner. Drnck der Joli. Wirth’scheu Hofbnchdruokerei Actien-Gesellschaft, Mainz. *) 8. Nr. 673.