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Der Israelit · 1898-12-29 · Heft 102-103 (29.12.1898) · page 42

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 102-103 (29.12.1898)
Date
1898-12-29
Page
– (sequence 42)
Language
German
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* TfcT"?7 Die Kolonie “pTTI "02*0,. Von Agronom N. Kaisermann in Jaffa. ' (I. Fortsetzung.*) Es kann hier Weizen, Gerste, Sorghum, Sesam, Klee, Kartoffel etc. gedeihen, auch Weinreben, Oliven, Maulbeerbäume u. dergl. Besonders gutes und fruchtbares Land ist das sogenannte „Prozessland“, etwa 700 I)unam. Es ist nämlich eine immer wiederkehrende Thatsache, dass die Araber den Juden überhaupt kein gutes Land verkaufen, und wenn einmal solches in den Besitz von Juden gelangt, so suchen es die Araber durch alle Mittel, selbst durch Gewalt zurück zu bekommen. Dem Charakter des Bodens, seiner Beschaffenheit und Oberfläche nach, ist in „Mischmar “ auf ausgedehnten Ackerbau nicht zu rechnen. Immerhin könnte man hier als Grundlage den Ackerbau betreiben und nur einen gewissen Theil des Bodens für Pflanzungen verwenden, insbesondere für Maulbeerbäume. Diese Plantage hat folgende Vorzüge: 1. Der Boden ist für diese Baumart sehr geeignet. 2. Dieser Baum bringt schon nach drei Jahren Ertrag. 3. Das Produkt dieser Anpflanzung (die Cocons) findet Absatz in der Nachbarkolonie des Protektors Baron 8. v. Rothschild, woselbst eine grosse, mit Dampf betriebene Seidenspinnerei ist. Die Kolonisten von Mischmar- Hajarden unterscheiden sich nicht nur nach ihrem Aeusseren, nach ihrer körperlichen Beschaffenheit und nach ihrem geistigen und moralischen Zustande, sondern auch nach ihren Fähigkeiten für die landwirtschaftlichen Arbeiten. Man trifft hier ausgezeichnete, gute, mittelmässige und schwache Arbeiter und Arbeiterfamilien. (* 8. Nr. 682. Die Armuth und Noth ist in Mischmar- Hajardön beklagenswert gross. Viele Kolonisten haben grosse Familien, und in nur seltenen Fällen sind deren Kinder soweit herangewachsen, dass sie der Familie durch ihre Arbeit behilflich sein könnten. Und zwar arbeiten in dieser Kolonie Frauen und Kinder weit mehr als anderswo. Es ist wahr, der Hunger und die Noth haben die Frauen an die anstrengende Arbeit gewöhnt, aber sind sie einmal daran gewöhnt, so werden sie auch in besseren Lebensverhältnissen nicht davon lassen. Mischmar zählt Kolonisten, welche Landparzellen von sehr verschiedener Grösse besitzen. Einige von ihnen haben bereits Häuser und benutzen sie, Andere wohnen in gemieteten Wohnungen in der Kolonie, und noch Andere sind von der Kolonie abwesend. Die Mehrzahl der Kolonisten arbeitet als Tagelöhner in den Nachbarkolonien Rösch-Pinäh und Jessüd- Hama&läh, und lebt von diesem ihrem täglichen Verdienste. Die Ansiedler hoffen seit Langem, dass man sie zu wirklichen „Kolonisten“ macht, und sehen mit grosser Ungeduld ihrer „Erlösung“ entgegen. Aber die Hoffnung allein macht nicht satt, und um den Hunger zu lindern, geht aus Mischmar Alles, was Hände znr Arbeit hat, nach den obengenannten Kolonien, um das tägliche Brod zu verdienen. Viel Dank und Anerkennung verdienen die Herren Administratoren und Agronomen von Rösch-Pinäh und Jessild-Hamaaläh dafür, dass sie den armen, unglücklichen Kolonisten von Mischmar stets Arbeit geben, und dadurch dieselben mit ihren Familien am Leben erhalten. — (Fortsetzung folgt.) Bericht des Vereins zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina für das Jahr 1897. (II. Fortsetzung.*) Urtheile Aber das Waisenhaus. Un des devoirs les plus sacres et les plus pröcieux des hommes, c’est de pröserver la jeunesse de la cont&gion et du vice, et de lui donner une öducation solide, Si Ton veut avoir un jour des hommes robustes, sains de corps et d’esprit, occupez-vous de la jeunesse et sourtout de cette jeunesse si *) S. Nr. 682,

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