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Der Israelit · 1898-12-08 · Heft 97 (8.12.1898) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 97 (8.12.1898)
Date
1898-12-08
Page
– (sequence 17)
Language
German
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*'V>'' Brthodoxe cMuderrchumÄ O S ES \Ti^ mm .mm 8 8. Dez. 1898.] lNr. 10 MS« Wun strahlen 'Nieder jene Lichter In Jacobs Häusern glänzend hell, Und Preis nnd Ruhm dem Welienriänev Läßt froh erschalleir Israel. Q, ivclch ein Hochgefühl erhebet Sic alle, vie dem Eerrn getreu, Uno die Erlnueruug belebet All' uns're Hoffnungen auf'o Reu'. (rittst seufzt das 'i'olf in Stlavenbauoe, trs herrschet grausam der Thraun, Und aste Schrrkach und aste Schande Für die Bezwung nen er ersann. Nicht schöner er den frommen Glauben, Den die (Gebeugten fidi bewahrt, Den Herzen wollte er ihn rauben, Vernichten ihre Eigenart. Hinein in unsres Temvels Hallen Man trug des Götzen Schreckensbild, Und Lästerworte dort erschallen, Wo einst die Gnade waltet' mild- Jedwede Hoffnung schien vernichtet, Denn furchtbar war der Feinde Macht, Zugrunde schien das Land gerichtet: Wer hätt' es anders wohl gedacht? Doch nie hat uns der Herr Verlusten, Das Rettungswerk ist stets bereit: Wenn Noth und Leiden uns erfassen, Iieht Gott für uns selbst in den Streit. Der Lowe, Juda, that sich regen In jener Makkabäer Schaar, Sie tritt dem Feinde kühn entgegen, Ter frech entweiht des-Herrn Altar. Und selbst das Weib, das zarte, schwache, Es wird erfüllt von Mannesmuth; Denn, wenn der ew'ge Gott nimmt Rache Er durch den Schwachen Wunder thnt- Der Feind ward aus dem Land vertrieben, Zerschmettert wurde seine Macht, Und feine Heere, sie zerstieben, Perwirrt in jener Schreckensnactit. Doch während Gottes Feinde stieheu, Und der Verzweiflung sie sich weib'n, Gerettet die (betreuen ziehen In Gottes Tempel jubelnd ein. Geheiligt' Licht, von Gott geborgen, Bis, daß geweiht auf's Neu' sein Hans, '.Nun glänzet, macht die Nacht zum Morgen llnd stradlet Freud' und Hoffnung ans. Wohl sind Jahrtausende geflossen Ins weite Meer der Ewigkeit, Doch hoffen wir stets unverdrossen, Daß Gott für uns zieht in den Streit. Die Frendenlichtchen wir entzünden Im frohem Jubel jedes Jahr. Und Trost verheißend, sie uns künden: „Das Wort des Herrn bleibt immerdar!" Mag auch der äuß're Feind bedrnnen Des heil'gen Volkes Ueberrest, Der Herr wird seinen Bund erneuen, Teß sind;wir «sicher, stehen fest. Und wenn des eignen Volkes Söhne Verblendet Heiliges enttveih'n, Einst tuahnen dröhnend Sckofars Töne. „Perirrte minder, kehret ein!" D, schüret nur das heil'ge Feuer, Behütet untrer Thora Wort, Es ist ein Erbe hehr und thener, Ist Jakobs Zuversicht und Hort- Nicht ird'sche Mächte noch Gewalten "ker mögen was im heil'gen Krieg, Der Geist allein wird nnS erhalten, Ter Herr ist unter Fels und Sieg. S. Frankfurter, Wesel.

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