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Der Israelit · 1898-12-05 · Heft 96 (5.12.1898) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 96 (5.12.1898)
Date
1898-12-05
Page
– (sequence 12)
Language
German
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stets gedenken, das; die für sie so wichtig gewordene Bakteriologie den Äottmilem ihre Entstehung ver dankt. ES wurden nicht nur die Batterien zuerst von Botanikern genau unterschieden und beschrieben, eS war auch ein Botaniker, der jüngst verstorbenene Direktor des Breslauer pstanzemphsiokogischen Instituts, Ferdinand Cohn, welcher bestimmte Batterien zuerst als Verursacher von Krankheiten erkannte. Cr war es auch, welcher die heute so populär gewordenen Gattungsnamen: Bacillen, Mikrococcen, Bakterien schuf. Welche Wichtigkeit der Bakteriologie für die Diagnostik und für die Antiologie der Krankheiten, für die Hygienie und andere Zweige der gesammten Heilkunde erlangt bat, ist allgemein bekannt." Gasta, 1- Dez. (Auszc ichnung eines Arztes.) Unter den nach Abwendung der Pestgegefahr vom Kaiser ausgezeichneten Aerzten befinden sich bekanntlich auch der Schiffsarzt des österreichischen Lloyd, Dr. Mar Maier, der sich zur llnterstützung des Dr. Pöch bei der ärztlichen Pflege der Pestkranken im Franz-Joseph-Spitale in Wien angeboten und in der Jsolirung die Behandlung der Wärterin Hochecker übernommen hatte. Dr. Mar Maier erhielt das goldene Verdienstkrenz, das ihm, da er sich wieder hier bei seinen Ellern aufhätt, vor einigen Tagen im Sitzungssaale des Gemeinderathes durch den k. k. Bezirkshauptnlann Herrn Dr. Zahradnik in feierlicher Weise überreicht wurde. Anwesend waren die Eltern und übrigen Angehörigen des Dr. Maier, der Bürgermeister Galusek mit den Mitgliedern des Gemeinderaths und Vertreter der hiesigen Behörden und Corporationcn. Der Bezirkshauptmann hielt eine Ansprache, worin er hervorhob, daß dem Dr. Maier die Auszeichnung zur Anerkennung des Muthes verliehen worden sei, mit dem er sich dem gefährlichen Dienste zürn Besten des allgemeinen Wohles und der Wissenschaft gewidmet hatte. Hierauf heftete der Bezirkshauptmann dem jungen Arzte das Verdienstkreuz an die Brust. Dr. Maier erwiederte, daß er nur feine ärztliche Pflicht erfüllt habe und dabei dem Beispiele selbstloser Aufopferung gefolgt sei, welches Dr. Müller gegeben, der als ein Mär tyrer und Heiliger der Wissenschaft und Humanität gefallen ist. Indem er ferner für die ihnr von» Kaiser verliehene Auszeichnung dankte und den Bezirkshauptinann bat, seinen Dank zur Kenntnis; des Kaisers gelangen zn lassen, fügte Dr- Maier bei: „Diese besondere Auszeichnung durch Se. Majestät läßt mich so Vieles vergessen, was gegen den ärztlichen Stand im Allgemeinen, gegen meine Wenigkeit im Besonderen in den letzten Tagen begangen wurde, allerdings von Menschen, denen ttichts heilig ist und die in unbegreiflicher Verblendung weder vor dem Kranken noch vor dem Todtenbette Achtung und Schett haben. Ich werde diese Auszeichnung, so lange ich lebe, Hochhalten und stets als einen Ansporn betrachten, ans den ^Bahnen der Pflicht zu ivandetn und den Geboten der Humanität und der Nächstenliebe unentwegt treu zu bleiben." Der Bürgermeister beglückwünschte Dr. Maier und dessen Familie im Namen der Stadtgemeinde, worauf die Feier mit einem vom Bezirkshauptmanne ausgebrachten Hoch und Slava aus den Kaiser schloß. vermischtes Kleinheubach. Am rvit-'N'-ü roa' feierte die Ebewra- Kadischa Hierselbst das öO-jährige Jubiläum. An dein Feste be rbeiligten sich die ganze Gemeinde und viele auswärtigen Gäste. Briefkasten -er Re-action. I. M. in B.: tODyr. N : Ibissen Sie ganz sicher, das; der Geburtstag am 2',. redet ist, so kann Ihr Sohn motr 'D p"tc' zur Tbora gerufen werden. Waltet irgend ein Zweifel, so verschieden Sie die Feier der Bar-Mizwo aus acht Tage. I. in B : Ein passender piD5 für DH ist Iesaias 'u; h ltm. A Z, Darmstadt: Herr Aabbiner Tr. Marr '"z giedl darüber die sicherste Auskunft. B.: Am Bersöhnunastag ist es richtig. Knaben, die kräftig genug sind, im Jahre vor der Bar-Mizwo fasten zu lassen. In manchen Gegenden ist es gebrärichlich, dast kras tige Knaben auch drei andere Fasttage vor der Bar Mizwo fasten. Eine Vorschrift ist dieses nicht. LebenSbevfichevuugS-GeseUschaft zu Leipzig, aus Gegenseitigkeit gegr. 1S3(> (alte ^emsiger). Es sind vom >. Januar Ins Ende Tkroder 1898 5292 Versicherungen über 41 5:15 400 Blk. deaittragt worden: als gestorben wurden in derselbeit Zeit aitgenteldet 7.49 Mitglieder, die mit 5 100 050 Mk. versichert umreit. Der Bersicheriingsbestand stellte sich Ende Oktober aus 7120U Bersonen mit 599 Million. Mk Bersicherungssninme, das Bermögen aus 197 Million. Mk. Für fällig gewordene Bersichernngs summen sind bis jevt ansgezahlt 114 Million. Mt, als Divideitden au die Bersicherien gewährt 57 Millionen Mk.: Divtdendetrreserven in Höhe von 20 Millionen Mk. liegen zur weiteren Vertheilnng an die Bersicherten bereit. Bei der alten leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseitigkeits austalt ist, fliesten alle Ileberschlusse den Bersicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger als '» Jahre bestehenden Bersicherungen im lausenden Jahre, rvie bereits feit einem Jahrzehnt, 42°,'o der ordentlichen Jnbresvrnmie und bei abgekürzten Bersicherungen ansterdein l1/» °i) Ser Summe der gezahlten Bnsabprümien._ Todesfall 10 Prozent extra Rabatt auf alle schon redu/.irte Preise, während der Inventur-Liquidation. Muster auf Verlangten lYanco Ina Haag. 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