Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 94 (28.11.1898)
- Date
- 1898-11-28
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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- Sousse 1× ep/1045746
- Tunis 1× ep/1048155
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'MWMMWWWWWWMSMV 1754 auch die von den Zionisten beabsichtigte Bank diese Verkehrsmittel errichten wollte, so ist es mehr als fraglich ob sie ihre Projecte ausführen und die ihr entgegenstehenden Hindernisse überwinden könnte. Ich will nur beispielswciseanführcn, daß vor einer Reihe von Jahren ein engl. Komitee vergebens alle Anstrengungen machte, um inJerusalem eine Wasserleitung einzurichten. Und darum können wir auch nicht wünschen, daß unsere Glaubensgenossen ihr Geld zu einer Bank geben, deren Projekte unausführbar sind. Andererseits ist dankbar zu constatiren, daß die ottomanische Regierung ihren jüdischen Unterthanen vollen Schutz gewährt. Und, fragen wir weiter, wer wird in Palästina einwandern? Nicht die Israeliten Westeuropas und der Vereinigten Staaten, sondern nur die armen unterdrückten Glaubensgenossen in Rußland, Polen und Galizien, die ihr bischen Hab und Gut verkaufen werden, um nach dem „gelobten" Lande auszuwandern,- würden dann die Führer der Bewegung ihre Verwaltung mit einem Armengesetz beginnen wollen? Und dann wird die Pforte die Einwanderung gestatten? Wir sehen bereits die Folgen dieser Bewegung; die Einwanderung ist in neuester Zeit erschwert worden. Selbst englischen Juden ist der dauernde Aufenthalt in Palästina und die Erwerbung von Grundeigenthum verboten. Aber fragen unsere Gegner, wie wollt Ihr diese Frage lösen und Euren armen Brüdern helfen? Ich darf es mit Befriedigung aussprechen, daß wir englische Juden und die Juden in den Vereinigten Staaten noch zu jeder Zeit mit unserem ganzen Können bemüht waren, diesen unseren armen verfolgten Brüdern, soweit als nur möglich in unserem Lande und in Amerika ein Heim zu bieten. Wenn wir dem Projekte der Zionisten entgegen sind, so ist es nicht, weil es uns unsympathisch ist, sondern weil wir es unpraktisch und für unausführbar halten. Wie aber, halten uns die Gegner entgegen, könnt und dürft Ihr täglich in Euren Gebeten um die Wiederherstellung Zions bitten? Darauf antworte ich: In den prophetischen Büchern ist nicht erklärt, daß unsere Rückkehr nach Palästina durch unsere Mitwirkung und zur Zeit, wann wir sie wünschen, bewerkstelligt werden wird. Es ist ausdrücklich angezeigt, daß sie ausschließlich durch die Allmacht Gottes eintreten werde, wenn es Gottes Allweisheit gefällt, den Messias zu senden, und wenn die Nationen der Welt einig sind und Israel helfen in das Land ihrer Väter zurückzukehren. Ist in unseren Tagen irgend ein Zeichen dieser messianischen Zeit vorhanden? Das Judenthum hat schon einmal eine schwere Krisis in dieser Frage der Wiederherstellung des jüdischen Staates durchgemacht, das war das Werk des Erzbetrügers Sabbatai Zevi. Niemand konnte mehr Liebe und Anhänglichkeit für das Land der Väter haben als Sir Moses Mon- Icftorc. Wiederholt ist er für die armen Brüder in der Türkei, in Rußland, Rumänien und Marocco aufgetreten; siebenmal hat er die Reise nach Palästina unternommen, um die Lage seiner Glaubensgenossen zu bessern. Wenn je einer, bei seinem großen Einfluß, hätte hoffen können, den Besitz des Landes seiner Väter zu erlangen, so war er es. Aber er war nicht der Mann, der ein solches unpolitisches und chimärisches Unternehmen hätte ergreifen wollen. Der religiöse Zionist widmet mit aller Kraft seine Dienste dem Lande und der Gemeinde, in der er wohnt und ist zugleich bemüht, die Wohlfahrt des Landes zu fördern, dadurch daß er der Armuth und der Unwissenheit daselbst steuert. Religiöser Zionismus arbeite! für die Herbeiführung der messianischen Zeit, dadurch, daß seine Anhänger bemüht sind, ihre Fehler abzulegen und die hohen Ideale her beizuführen, welche unsere Religion uns zpigi. Halten wir an der göttlichin Verheißung fest! „Ihr werdet mich suchen und finden; denn ihr werdet euch mir zuwenden mit eurem ganzen Herzen. Ich werde mich von euch finden lassen, ist oer Spruch des Ewigen, und zurücksühren eure Gefangenen, und Ich werde euch sammeln aus all den Völkern und aus all den Orten, dahin Ich euch verstoßen, ist der Spruch des Ewigen, uns werde euch zurückbringen an den Ort, von wo Ich euch habe wegführen lassen." Algier.? Tunis. Bisher ist es den Antisemiten aus Algier noch nickt möglich geworden ihre Hetze gegen die Juden auch hierher zu übertragen, obwohl es an Versuchen dazu nicht gefehlt hat. Eifrige Antisemiten haben in den letzten Wochen alle hiesigen Firmen besucht, die in nichtjüdischen Händen sind, doch soll das Resultat durchaus negat v gewesen sein, und die geplante Liga ist nicht zustande gekommen. Dagegen werden aus Sousse Krawalle zwischen Juden und ausgedienten einheimischen Soldaten gemeldet, doch scheinen dieselben nur von lokaler Bedeutung zu sein. Es ist erfreulich, daß unsere Bevölkerung der antisemitischen Hetze so gut widersteht. Todesfall IO Prozent extra Rabatt auf alle schon reduzirte Preise, während der Inventur-Liquidation. Muster auf Verlangen franco ins Hans. Modebilder gratis. eines Theilhabers und Neu-Cebernahme veranlassen uns zu einem -wirklichen Aas verkauffür Festgeschenke, i. Damenkleiderst. f. Winter, Herbst, Frühjahr u. Sommer, n. offer. beispielsw.: 6 Met. solid. Winterst off z. Lid. für M. .1.80 6 „ „ Santiagostoff „ „ „ „ ife.lO > ,, ., Negligest. u. Velourst. „ „ 8.70 6 „ „ Halbtuch „ „ 8.85 sowie neueste Eingänge der modernsten Kleideru. Blousenstoffe für den Winter, versenden ln einzelnen Metern, b. Auftrag, v. 20 Mk. an froo. Oettinger u. Co., Frankfurt a. M. Versandthaus. Stoff z. g. Hrn.-Anzttg M. 3.751m. 10 Pros. Cheviot „ „ „ 5.85/extra Kal»