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Der Israelit · 1898-11-21 · Heft 92 (21.11.1898) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 92 (21.11.1898)
Date
1898-11-21
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1714 die unter die Jugend ihre Flugschriften vertheilen und verkaufen, sich aber schleunigst aus dem Staube machen, wenn die Lehrer kommen. Neuerdings beschäftige sich die Polizei mit diesem Unfug und schreitet hie und wieder dagegen ein. England.? London. Am Sonntag, den 6. November fand die oiesmalige Monatsverfammlung der Anglo- Jewish-Association statt. DaS Hauptthema der Diskussion bildete die Besitzverhältnisse des Grundstücks in Jerusalem, auf welchem sich die Evelina de Rothschild-Schule befindet. Nach den neuen von Konstantinopel nach Jerusalem gelangten Vorschriften ist es vollkommen ausgeschlossen, daß ein englischer Unterthan jüdischen Glaubens die Besitztitel erhält. Es bleibt demnach nur der Ausweg als nominellen Besitzer, entweder einen türkischen Unterlhan jüdischen Glaubens in Jerusalem, oder einen englischen Unterthan christlichen Glaubens eintragen zu lassen. Ueber diese Frage entspinnt sich eine sehr lebhafte Debatte, bei der sich herausstellt, daß die Sicherheit des ersten Auswegs außerordentlich zweifelhaft ist. Die Versammlung beschließt daher trotz des Widerstandes des Rev. Gaster eine zuverlässige christliche Persönlichkeit in England als nominellen Besitzer der türkischen Regierung zu nennen und hofft man, daß dann die Ausfertigung von Besitztiteln ohne Schwierigkeiten von statten gehen wird. Bei dieser Diskussion theilte Herr E. N. Adler mit, daß er persönlich die Schwierigkeiten in Palästina als Jude hineinzukommen, soeben erfahren habe, da er gerade von einer Reise zurück gekommen sei. Eine angesehene, jüdische Persönlichkeit habe in Constantinopel die türkischen Behörden ausgesucht, und sei mit der äußersten Liebenswürdigkeit empfangen worden. Trotz dieses freundlichen Empfanges fei noch an demselben Tage ein Telegramm an die türkischen Behörden in Jaffa, Haifa und Jerusalem gesandt worden, und sei denselben aufs dringlichste die Bestimmung eingeschärft worben, wonach Juden möglichst von Palästina fern zu halten seien. Gleichzeitig sino die Konsuln der Türkei in Euiopa und Amerika angewiesen worden, die Passe von Juden nach Palästina nicht mehr zn visiren. Herr A >ter si-ut als einzig.r Grund für diese Matziegeln nur o.e Fu cht der Türken vor orm politischen Zionismus. Auch von N'fsim Behar m Jerusalem liegen Mitthei.ungen im gleichen Sinne vor. Auch aus Persien liegen keine erfreulichen Nachrichten vor, aus allen Briefen geht hervor, daß die judenfeindlichen Maßnahmen in Jspahan noch andauern, obwohl der englische Gesandte energisch remonstrirt hat. Direktor Cazßs von der Allianceschule ist des Lobes voll über die freundliche und hilfbereite Aufnahme, die er bei dem englischen Gesandten gefunden hat. Für die Schulen in BaSra werden als Beitrag zur Deckung des Defizits Mark 400, für die in Tanger Mark 480 und ein gleicher Betrag für in Jassy bewilligt. Sprechsaal. (Für diesen Theil übernimmt die Redaktion dem Leserkreis gegenüber nur die Preßgeseyliche Verantwortung.) Auf die Zeilen des Herrn Mar Glogowökh, München, in Nummer 87 des „Israelit" kann ich nicht umhin, einige Worte zu sagen. Ich habe durchaus nicht die Absicht, daS Handwerk zu verwerfen, wenn ich frage: Kann man nicht wahrer Jude sein, gleichviel, welche Karriere man einschlägig Ich gebe zu, da» leider größtentheils die Eltern an dem Untergang ihrer Kinder selbst schuld sind, da sie es an einer jüdischen Erziehung fehlen lassen, und sie, beim HinauSschicken ihrer Kinder in die Fremde nicht in Erwägung ziehen, ob sie da Ind n auch bleiben können. An diesem Nebel wird sich ja nicht viel ändern lassen, da solche Ellern von der Richtigkeit ihres Thuns zu fest überzeugt find. Man muß eben, wie auch Herr Rabbiner Dr. David in Nr. 79 des Israelit bemerkt, die junge Generation zu Juden heranziehen. Aber wie sängt man dies am richtigsten an? Darauf möchte ich antworten: Gehet hin, ihr Männw, denen an dem Wohl des Iudenthnins gelegen ist. holet die Jünglinge herbei und gebet ihnen Belehrung. ES wird wohl hie und da Jemand zu finden sein, der ein Zimmer zur Verfügung stellt, wo jede Woche eine Versammlung stattnnden kann. Ein Handlungsg ehülfe. Letzte Nachrichten. Frankfurt a. M, 21. Nov. Herr Baron Wilhelm von Rothschild n, der an einem leichten Nierenleiden erkrankt war, befindet sich rra auf dem Wege der Besserung. .px note rwci Z ,*c»jn Kern Paris, 21. Nov. Frau Baronin Clara von Hirsch ist nicht unbedenklich erkrankt. Briefkasten -er Rc-aetion. S. SB- Ar: Indische Handwerkerlehrlinge werden, soviel uns bekannt, in Düsseldorf unterstützt; wenden Sie sich an das Düsseldorfer Rabbinat, Herrn Dr. David- 10 Prozent extra Rabatt auf alle schon reduzirte Preise, während der Inventur-Liquidation. Muster auf Verlangen franco Ins Harns. Modebilder gratis. eines Theilhabers und Neu-Uebernahme veranlassen uns zu >-inem —— wirklichen Ausverkauffür Festgeschenke, i. Dau.enkleiderst. f. Winter, Herbst, Frühjahr u Sommer, u. offer beispielsw.: 6 Met. solid Winterstoff z. Kid, für M. 1.80 6 „ „ Santiagostoff „ „ „ „ 4.10 „ ., Negligest. u. Velourst. „ „ 2.70 6 „ „ Halbtuch „ „ *.85 sowie neueste Eingänge der modernsten Kleideru. Blousenstoffe für den Winter, versenden in einzelnen Metern, b. Auftrag, v. 20 Mk. an freo. Oettingrer u. Co., Frankfurt a. M. Versandthaus. Stoff z. g. Hrn.-Anzug M. 3.75\m. IO Proz. Cheviot,, „ „ 5.»Ölextra Bab

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