Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 85 (27.10.1898)
- Date
- 1898-10-27
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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WWWWWWWMM JBer jteraelif. Central-Orgau für das orthodoxe Iudeuthum. Mtäiier für die israek. Schule. 27. Oct. 1898J m m. m> lNr. 9. Petciu jödlslher Heligionslelm left-jtofens. Protokoll der zweiten Jahresversammlung am 4. und 5. Oktober zu Marienwerder. Die Versammlung fand im Konferenzzimmer der städtischen Knabenschule statt, das in liebenswürdiger Weise von Herrn Rektor Funk zur Verfügung gestellt wurde. Es waren erschienen die Herren: Jane - Deutsch-Krone, Chaim—Thorn, Geiseuberg - Marienwerder, Kroll—Dirschau, Mannheim-Graudenz, Rose Schoeneck, Rynarzewski Pr.-Stargard und als Gäste die Herren Rabbiner Dr. Rosenftein—Graudenz und Rabbinats-Kandidat Kutna aus Berlin, z. Z. in Dirschau. Der Vorsitzende Herr Ja ffe eröffnete am 4. Oft., Nachmittags 3 Uhr, die Sitzung und begrüßte die Versammlung mit herzlichen Worten. Dabei betonte er die hohe und heilige Aufgabe des jüdischen Religionslehrerftandes und wünschte, daß die jüdischen Gemeinden sich des wahren Werthes dieses Standes bewußt wären. Wo treue Pflichterflülluug vorhanden, da kann auch der göttliche Segen nicht fehlen. Mögen die Verhandlungen den Theilnehmern der Versammlimg von Nutzen sein. Da der Schriftführer des Vereins, Herr Braun— Deutsch-Krone, wegen eines Trauerfalles in der Familie am Erscheinen verhindert war, so ersuchte der Vorsitzende Herrn Rose—Schoeneck das Protokoll zu führen. Entschuldigungsbezw. Begrüßungsschreiben liefen ein von HH. Rabbiner Dr. Bär—Graudenz, Dr. Guttmann—Culm, Dr. Rosenberg—Thorn, Dr. Walter—Bromberg, Lehrer Braun Deutsch-Krone, Lewithan—Rosenberg,Rapp—Pr.-Friedland.Simon Lautenburg und Weißrock—Marienburg. Ferner verlas der Vorsitzende ein Schreiben des Verbandsvorsitzenden, Herrn Rektor Dr. Adler— Berlin, wonach dieser es aufrichtig bedauerte, daß dringende Verbandsgeschäfte sein in Aussicht gestelltes Erscheinen auf dieser Versammlung unmöglich gemacht habe; er versicherte aber, sobald als möglich unser Gast zu sein. Herr Geisenberg—Marienwerdertheilte mit, daß der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Marienwerder, Herr Hirschberg, sehr gerne der Versammlung beigewohnt hätte, aber leider geschäftlich verhindert sei; er ließ aber durch Redner sein Bedauern darüber ausdrücken, er bringe unserem Vereine großes Intreffe entgegen und wünsche ihm ein ferneres Gedeihen. Zum Zeichen des Wohlwollens lade er die erschienenen Herren zu einem gemeinsamen Mittagsmahle am zweiten Versammlungstage ein. Der Vorsitzende brachte eine Anzahl von Lehrbüchern aus dem Verlage von W. Jacobsohn, Breslau, zur Vertheilung. Herr Rabbiner Dr. R o s e n st e i n—Graudenz hält es für wünschenswertst, daß sich sämmtliche Rabbiner Weftpreußens dem Vereine anschließen, da die Religionsschule auch das Arbeitsfeld der Rabbiner sei, mithin Rabbiner und Lehrer gemeinsame Interessen hätten. Redner wolle als Vorsitzender des westdeutschen Rabbinerverbandes mit gutem Beispiele vorangehen und erkläre seinen Beitritt. Der Rendant, Herr G e i s e n b e r g, gab nun den Kaffenbericht. Der junge Verein habe im letzten Jahre 2o Mark Einnahme und 9.90 Mark Ausgaben 1