Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 85 (27.10.1898)
- Date
- 1898-10-27
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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WWMWM^UWWM, Jahrgang. Erste Mage M M 85 des Israelit". Leitender Artikel. Die Mission ^srcrel s. Als Abraham Gott um Kindersegen bai, und den Ausspruch that: m nnn: sb 'b fn war es nicht seine Absicht, seinen Namen dadurch vor Vergessenheit zu schützen, denn ein Mann dessen ganzes Wirken und Streben dahin gerichtet war, die Einheit Gottes Unter der Menschheit zu verbreiten, dessen Erstes und Letztes es war, seine Mitmenschen zu überzeugen, "isHs yj? px cpbs xw h h daß uut Unser Gott es war, der Himmel und Erde geschaffen, daß Er der alleinige einzige Gott ist und daß es außer ihm keine Gottheit gibt; ein Mann, der sein ganzes Vermögen nur dazu gebrauchte, der die größte Gastfreundschaft nur darum übte, um diesen Zweck zu erreichen, ein solcher Mensch hat seinen Namen vor Vergessenheit geschützt, ein solcher Mensch bedurfte nicht erst einer großen 'Nachkommenschaft, die seinen Namen der Nachwell verkünden sollte, der Name eines solchen Mannes lst unsterblich. Wenn aber auch Abraham sein Bestes und Möglichstes zur Berbreitung des wahren Gottes gethan hat, wenn auch sein ganzes Leben diesem Ziele zugewandt war, so war er sich doch wohl bewußt, daß ein Menschenleben, das nur von sehr kurzer Dauer ist, und wie der Schatten am Mittag verfliegt, viel zu kurz ist, um diesen erhabenen Gedanken dauernd Geltung zu verschaffen. Wissend, daß nach seinem Hinschcidcu noch viel, sehr viel zu thuu sein werde, die Wege zu ebenen, die da hinaussühren zum wahrenHeil undznrewigenGtückseligkeit, erbat er sich von Gott eine Nachkommenschaft, die in seinem Sirlne weiter arbeiten sollte, um das sich gesteckte Ziel zur Vollendung zu bringen. In diesem Sinne nun antivortele ihm Gott auf sein Verlangen, indem er ihn auf die Straße hinaus führte und zu ihm sprach: Yvev brn cs rcc^rn tsd* nirstrn s: ccn -r-7 rin* hemx Blicke doch gen Himmel und zähle die Sterne, ob du es vermagst, so wird auch dein Same sein. Es heißt hier nicht fjn e: wie oben, was doch deutlicher gewesen wäre, weil eben Gott dem Abraham die Versicherung geben wollte, daß seine Nachkommen dies mit den Sternen gemein haben werden, daß beide das Dasciil eines Schöpfers, eines einzigen Gottes verkünden werden. Darum heißt es auch im Midrasch xcLc (s 'L metw weil beide den gleichen Zweck verfolgen. Denn "veeb x^x x-c »b rrrpn xnsp nc Pc alles was Gott geschaffen, hat er nur zu seiner Verherrlichung geschaffen. Alles verkündet das Walten Gottes in der Natur. Schauen wir uns um in der Wett, nach der Fülle der Geschöpfe, nach dem Großen und nach dem Kleinen, nach den großen Himmelskörpern und nach dem kleinen Würmchen, das zu unfern Füßen spielt sie alle werden uns bezeugen das Dasein des Schöpfers. Und das Auge der Menschheit, aus diesen verschiedenen, jedoch zu einem Zwecke geschaffenen Dingen — nämlich vom Vorhandensein eines Weltenlenkers Zeugniß abzulegen - hinzulenken, das ist die Mission Israeli. Darum erklären schon unsere Weisen b'c^c xbx efrsn ins: *b bx-iv" die Welt mit ihren Geschöpfen sei nur wegen Israel erschaffen worden, das heißt Israel sollte erst den Schöpfungszweck, der da die Anerkennung Gottes ist, zur Geltung bringen. Wo findet aber Israel die Wege verzeichnet, wird man fragen, durch welche es zur Verbreitung der Einheit Gottes beitragen kann? Diese Wege, antworten wir, findet Israel in der Thora vorgeschrieben, denn so heißt es: .vs »y r6sn cp-HH b? ns pycin Htrx dtjjh wb acnnrt ccnorn iL-x h '2 'C , hth yhjh hjh pc;i crn er pi "7 v*?h esiip c'p^s 'b; indem lvir die Gesetze Gottes halten, die unsere Weisheit vor den Völkern ausmachen, werden sie sagen: Nur dieses Volk ist gescheht und verständig, nur dieses Volk steht der Gottheit nahe, und angeeifert durch das gute Beispiel werden sie es nachzumachen suchen, und der Zweck der Welterschaffung ist erreicht. Daher erklärt auch der CH-!2X rrcpn nry tcw pin cn:e y» , *]b D nx m: x S'X ntre ptr minn ns bx-c 'beptre, Yh; *,:b. 2Üanu ist die Verheißung Gottes an Abraham, daß er ihn zu einem großen Volke machen werde, in dem Sinne wie es Abraham gewünscht hatte, und wie wir es oben erklärt haben, in Erfüllung gegangen? Die Antwort: Als Israel die Thora empfangen hatte, durch welche es das von Abraham angesangene Werk — der Verbreitung des wahren Glaubens — vollenden konnte. Das erhabenste religiöse Gebot ist unstreitig dasjenige, welches bestimmt ist, den s an die Weltenherrschast Gottes und seine eigene göttliche Mission — diese Idee auch weiter ju verbreiten — zu mahnen. Daher ist das bsw yotr das Erste, was dem kaum zu reden anstrngeudeu Kinde gelehrt wird, aber auch das Letzte m;t welchem der wahre Jude aus diesem Leben scheidet, denn hier in diesem pco ist die ganze Mission Israels kurz und klar ausgezeichnet. Dreimal täglich führt sich der Jude diese seine erhabene Mission vor Augen; beim Aus- .y- % 4. 1 I