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Der Israelit · 1898-10-24 · Heft 84 (24.10.1898) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 84 (24.10.1898)
Date
1898-10-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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3LJLXXX. Jahrgang. M 84. Der Israelit. Ein Gentrak-Hrgan für das orthodore Iudenthum. Begründet von Dr ITeftmatm in LNstnr Montag, den 24. Oktober 5659 (1898), WH- BlUi't ffll&th abonniet man bei allen Postanstalien für die Monate November1 und Dezember auf den „Israelit". Tiefer Preis tritt aber nur ein bei Ilbomiements, welche rechtzeilig am Post-Zeitunge>schalter des Wohnsitzes des Bestellers oder bei dem betreffenden Landbriefträger ansgegeben werden. Die Erprüilion des „Israelit". Leitender Slrlikel. Der Deutsch-Israelttisihe Gku>rllli>ed«nl> und stille Ziele. Von I. K. ****** Der „Israelit" brachte in seiner jüngsten Nummer einen ausführlichen Bericht üb.'r die Verhandlungen des vorige Woche in Berlin versammelten Gemeindetages des „Deulsch-Israel. Gsmeindebundes" und gab in einer Redaktionsbemerkung mit markanten Worten seiner oppositionellen Stellung gegen diesen „Bund^ Ausdruck. Wenn ich heute nochnrals und ausführlicher über den Standpunkt mich auslasse, den von jeher der „Israelit" gegen den D. I. G. B. eingenommen, so geschieht es ans dem Grunde, weil auch die vorerwähnten Verhandlungen des D. I. G. B. wiederum gezeigt haben, daß dieser Schritt für Schritt bemüht ist, dem Hochziel seines Strebens immer näher und näher zu treten. Und was ist das Hochziel des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes? Wer, wie Schreiber dieser Zeilen, die Organisation und die Thätigkeit de« D. I. G. V. von seiner Gründung bis heute, frei von jeder Voreingenommenheit und Parteisucht, mit aufmerksamem Auge beobachtet hat, wird zu der festen Ueberzeugung gelangt sein, daß der D. I. G. B. nichts mehr und nichts weniger erstrebt, als mit der Zeit, wenn die Umstände und Verhältnisse es zulassen und die deutschen Regierungen hierzu geneigt scheinen, zu einer jüdischen Centralregierung, nach Art des französischen jüdischen Central-Consistoriums, sich emporzuschwülgen. Ms. morÜLcerteudL Lchritte zieht er nicht bloß die israel. Gemeinden, sondern auch die Lehrer, Prediger und Cantorcn in seinen Jutcressenkreis. Um diesbezüglich nur ein Beispiel anznsühren, erinnere ich an den „Lehrerbund" der Deutsch-Jsr. Lehrervereine, in dem der „Gemeindebund" sich bekanntlich durch ein jährliches Entgelt von 1500 Mark, Sitz und Stimme in besten Vorstand erkauft hat. Sind einmal die Gemeinden gewonnen, die Lehrer und Cantoren durch ein materielles Zaterrsse angegliedert und wird eine Zeitströmung eintreten, in der die hohen Regierungen einer Centralisation des deutschen Jadenthums wohlwollend cntgegenkommen, dann wäre in dem „Deutsch-Jsr. Gnneindcbund", das Deutsch-Israelitische Central- Consistorium schon sir und fertig und bedürfte nur noch der behördlichen Anerkennung und Genehmigung. Und," werden die geehrten Leser fragen, was mären die Folgen eines solchen Vorganges? Zur B. antwortung dieser Frage will ich gar nicht einmal einen Rückblick auf die Thätigkeit des D. I. G. B. werfen, ich wll nur auf die Länder hliimelsen, die das vermeintliche Glück haben, schon seit vielen Decennien eine solche jüoische Centralbehörde zu besitzen, um dann zu constatiren, daß diese Behörden einerseits nicht nur nichts zur Kräftigung der

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