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Der Israelit · 1898-10-20 · Heft 83 (20.10.1898) · page 32

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 83 (20.10.1898)
Date
1898-10-20
Page
– (sequence 32)
Language
German
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Alliance Israelite Universelle Schuleu. Fez. Der Schuldirektor dieser Stadt schreibt an das Central-Comit6: Die Alliance-Schule wurde vor Kurzem durch den Besuch der beiden Brüder Mohamme'd bei Arbi beehrt; unter der früheren Herrschaft waren sie die hervorragendsten Persönlichkeiten der Stadt Fez. Auf ihr Ersuchen lasen die Zöglinge aus ihrem Lesebuche verschiedene Aufsätze im Französischen, und übersetzten dieselben in’s Arabische. Sie wurden alsdann über die Geschichte und Geographie Maroccos befragt, und im Rechnen etc. geprüft. Die Antworten lauteten sehr befriedigend. Die beiden Besucher zogen sich zurück, nachdem sie sowohl die Zöglinge, wie den Direktor und das ganze Personal der Schule zu Fez beglückwünscht hatten. Es ist dies das erste mal, dass mohammedanische Notablen die Schule besucht haben, und dieser Sympathiebeweis ist bemerkt und besprochen worden. Er zeigt, inzwie hoher Achtung unsere Anstalt in der maroccanischen Hauptstadt steht. Tripolis. Die israelitische Gemeinde dieser Stadt gehört zu denen, die am wenigsten vorgeschritten sind, und Jahre hindurch war die Gründung einer Alliance-Schule auf unüberwindliche Schwierigkeiten gestossen. Endlich im Jahre 189 5 eröffnete das Central-Comitö daselbst eine Knabenschule; mit grosser Mühe gestattete die rabbinische Körperschaft 60 Kindern, diese Anstalt zn besuchen; allmählich stieg die Zahl derselben auf 120, und bei bem Schulbeginn vor 1897—98 betrug dieselbe 140. Es ist dies eine geringfügige Ziffer, wenn man bedenkt, dass nahezu 10 00 Kinder die „Talmud- Torah“ besuchen, wo sowohl der Unterricht als die Einrichtungen sehr mangelhaft sind. Diese Zustände hat die Alliance ehemals in der Türkei gekannt; der Widerstand der Rabbiner, die Besorgniss der Eltern schwanden allmählich unter der wohlthätigen Wirkung der Schule, und die Zeit ist nicht fern, wo die heftigsten Widersacher [der Schule den Direktor dringend bitten werden, ihre Kinder in die Anstalt aufzunehmen, die sie so angefeindet. Im Oktober 1896 wurde eine Mädchenschule eröffnet, die mit dem Lehrlings werke verbunden wurde, und deren Erfolge von der Bevölkerung jetzt schon hochgeschätzt werden. Der Direktor, Herr David Arie, schreibt an das Central-Comite : Am 30. Dezember, dem letzten Chauukahtage, fand die schon lange geplante Preisvertheilung statt. Diese Feier gestaltete sich glänzend. Mehr als 300 Personen waren im Hofe, der Schule versammelt. Von den Persönlichkeiten, die unserer Einladung gefolgt waren, will ich nur den Generalconsul Frankreichs. Lacau, und seine Gattin nennen. Der Ober-R tbbiner Cahmi, fast alle Notablen der Gemeinde, die Rabbiner und die Ettern der Zöglinge beider Schulen wohnten der Feier bei. Verschiedene Gedichte in französischer, hebräischer und arabischer Sprache wurden von den Zöglingen vorgetragen und haben lebhaftes Interesse erregt. Mehrere junge Mädchen haben französische Dialoge vorgetragen. Herr und Madame Lacau haben ihnen freundlich ihre Anerkennung ausgesprochen. Die Feier hat ungefähr l1/.? Stunden gedauert. Der Oberrabbiner Cahmi dankte in gerührten Worten, und Namens der Gemeinde Herrn und Madame Lacau, dass sie diesem Schulfeste beigewohnt; er schloss die Feier mit einem Gebete zu Ehren des Sultans. Das Central-Comite hat seinerseits Herrn Lacau für die Sympathie, welche er dieser Schöpfung der Alliance beweist, gedankt. Briefkasten. Frau H. H. in S, Mit Ihren lieben Zeilen aus F. haben Sie mich ausserordentlich erfreut. Ich bin begierig zu hören, wie Sie den weiten Heimweg zurückgelegt, und wie Sie Alles in der lieben Heimath angetroffen haben. Lassen Sie bald von sich hören! Freundschaftlichen Gross! B. <jr. in F. Für Ihre gütige Rücksichtnahme besten Dank! Ihren freundlichen Gross erwiedere ich auf’d Herzlichste. Frl. A. 8. in C. Mit Ihren 1. Zeilen vom 23. August d. J. habe ich mich sehr gefreut. Meine besten Wünsche werden Sie in das neue Heim begleiten, und hoffe und wünsche ich, von dort recht oft viel Angenehmes von Ihnen zu vernehmen. Vergessen Sie gütigst nicht meinen Ihnen brieflich geäusserten Wunsch! Die 5 Mk. habe ich der Kasse „für höchst dringliche edle Zwecke“ zugeitihrt. Herzlichen Gross! L. A. in J. Sie werden die Quittung von der rran “□PlP roiD„ nach der Veröffentlichung Ihres Jahresbeitrages zngesandt erhalten. Druck der Job. Wirth’scben llofhuchdrnckerei Actien-Gesellschaft, Mainz.

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