Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 79-80 (11.10.1898)
- Date
- 1898-10-11
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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SBer ‘J&vaeUt Central-Organ für das orthodoxe Judentham. Akätter für dre israel. Schule. tt. Lc«. 1S9».Z m Mr. 10 & SO. Mr. «. Knndcsnerkin Ar die tstaclitifttp Htliflionslcljrcr in Aden. Auszug aus dem Protokoll der ersten Generalversammlung. Die erste Generalversammlung des Landesvereins der baoifdjen Religionslehrer fan5 am 21. August b. I., Vormittags 1000 Uhr, im „Goldenen Rost" zu Heidelberg statt. Außer etwa 40 Mitgliedern des Vereins war Herr Buchhändler (5 a r l e b a ch erschienen, als Delegirter des eingeladenen Synagogenraths Heidelberg. Der ebenfalls geladene Vezirksrabbiner, Herr Dr. So nd hei in er, hatte ein Entschuldigungsschreiben gesandt, in welchem er der Versammlung, wie überhaupt den Bestrebungen des Vereins die besten Wünsche übermitielte. Die Generalversammlung sollte ein Bild geben von der Aufgabe des Vereins, die idealen, wie materiellen Interessen seiner Mitglieder gleich kräftig zu pflegen und zu wahren. Desthalb war iolgende Tagesordnung gewählt: 1. Berichterstattung über die Thätigkeit des Vereins, während seines ersten Geschäftsjahres. 2. Rechenschaftsbericht des Kasstrers. 3. Vorträge: a) Die biblischen Geschichtsbücher von S. Müller; d) Unsere Zeit und deren Anforderungen an Reliligionsschule und Lehrerschaft; 4. Festsetzung der Tagesordnung für die nächste Generalversammlung. Der Vorsitzende des Landesvereins, Driesen —Tauberbifchofsheim, wurde im letzten Augenblick durch unaufschiebbare Berufspflichten am rechtzeitigen Erscheinen gehindert. In Vertretung wurde zum Vorsitzenden der Generalversammlung als Alterspräsident des Vereins und Mitglied des Vorstandes Eichstätter—Eppin gen gewählt. Erbegrüßte die Erschienenen in warmen Dankesworten und wies darauf hin, wir alle idealen Bestrebungen in Baden in Großverzog Friedrich einen Förderer stnden. Die Ansprache klan-g in ein begeistert aufgenommenes Hoch auf den Großl erzog aus. — Alsdann trat man in die Tagesordnung ein; dieselbe mußte infolge der Abwesenheit des Vereinsvorsitzenden, der das Eorrefsrat zum erst angesetzten Vortrage übernommen batte, abgeändert werden, und Rosenberger— Sinsheim erhielt das Wort zu seinem Referat: „Unsere Zeit und deren Anforderungen an Religionsschule und Lehrerschaft." Der Referent betonte die Rothwendigkeit, in unserer vom Pessimismus der sozialen Frage angekränkelten Zeit einen festen Hort zu besitzen, wo freudig der Grund zum Wiederaufblühen des religiösen Lebens gelegt werden könne. Dieser Hort sei die Religionsfchule. Durch Erweckung aufrichtiger Gottesfurcht, durch das Eindringen in die Tiefe religiösen Empsindens und Handelns habe sie Charactere zu bilden. Aber dazu bedürfe es vor Allem religiös-sittlicher, charaktervoller Lehrer, die in Tüchtigkeit, Muth und Selbsttreue ein Beispiel gäben. Und das sei nur möglich, wenn die Stellung des Lehrers eine gefestigtere werde. Dahin soll, besonders im Landesverein, in Eintracht, muthig und vertrauensvoll gewirkt werden, zum Nutzen des Lehrers und zum Segen der Schule. Lebhafter Beifall folgte dem Vorträge Rosenbergers, der nun, vom wissenschaftlichen zum geschäftlichen Theil übergehend, als Kassirer den Finanzbericht erstattete. Dabei sprach er den dringenden Wunsch aus, daß die Jahresbeiträge künftig spätestens bis 1. Juli entrichtet und