Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 64-65 (17.8.1898)
- Date
- 1898-08-17
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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1199 die Negierung bestimmt, die 15,000 Rubel zu erheben erst nach Abzug der für die Bedürfnisse der Gemeinde nöthigeu Summen. Aber die Lokatpolizei arbeitete so gut, daß die Zahl der Inden in Kiew von Tag zu Tug abnahm, ebenso ging der Ertrag der Steuer des koscheren Fleisches herunter. Ein neues Reglement wurde daher nothwendig. Nach diesem hat die jüdische Gemeinde nur Anspruch aus 40 pCt. der erhobenen Steuern. Diese Quote scheint einigen Mitgliedern des Stadtrathes von Kiew noch zu doch zu sein. In derselben Stadt gibt die Gemeinde Rubel für den Unterhalt des Hospitals aus. Aus dem Bericht der Verwaltung des Hospitals geht hervor, daß 1 /r, der Krauten Christen sind." G r i e ch e n l a n d.? Athen. Die Auswanderung der Juden aus Thessalien dauert noch immer fort. Es ist kein Wunder, denn wo sich die Juden ans der Straße sehen lassen, werden sie von den Griechen insnltirt und sind selbst vor Angriffen in ihren Häusern nicht sicher. Die griechischen Behörde'.: aber sinn entweder unfähig oder böswillig, sie sorgen ourchaus nicht für Ruhe. Daher ziehen die Juden nach der Türkei, wo sie wenigstens ihres Lebens sicher sind. So ist in Kavana an der türkischen Grenze eine ganze Gemeinde von ausgewanderten griechischen Juden ans Larissa entstanden, die schon 200 Seelen zählt. A f r i k a.? Algier. Die Nachricht von der Ersetzung Lepine's durch Laf.rriere hat in den Kreisen der hiesigen Antisemiten gleichzeitig Freude und Verdruß erregt. Man jubelt, daß inan Lepine verdrängt hat, aber n:an bedauert, daß es Drumont nicht gelungen ist, den antlsemitischen Senator Pauliat al4 Generalgouverneur nach Algier zu bringen. Laferriere ist in der Judenfrage noch parteilos, man weiß noch nicht, was man von ihm halten soll. Einstweilen studirt er in Paris die Verhältnisse der Provinz und arbeitet ein Programm aus für die Versöhnung der Parteien. In Algier dauern noch immer die Exzesse fort, kein Tag vergeht ohne eine antijüdische Demonstration, keinen Tag ohne irgend einen thätlichen Angriff gegen einen Inden oder jüdisches Eigenthum. Auch in Oran geht die Sache ruhig oder vielmehr unruhig weiter, obwohl der Bankerott des „Petit Afrikaiu“ und seines Besitzers Alexander Agribier wenigstens die Zeitungshetze beendet hat. Dieses Organ, das den Antisemitismus in der Provinz Oran geschaffen hat, ist uns unendlich schädlich gewesen, sein Eingehen wird dem inneren Frieden in diesem Theile der Kolonie nur forderlich sein. I n d i e n.? Bombay. Am 28. Juni ist hier eine jüdische Frei-Bibliothek eröffnet und am 0. Juli eine Gesellschaft für jüdische Geschichte in Indien begründet worden. Es ist ein erfreuliches Zeichen von der Entwickelung der indischen Juden, daß sie bereits selbstständig an den historischen Forschungen theilzunehmen beginnen und andererseits die Resultate unserer Wissenschaft zn popnlarisiren bemüht sind.___ > Vermischtem. Neuseeland, In der.Stadt Ehristchurch ist ein Jude, Mr vouisson, der 186ö hier eingewandcrt ist, zum dritten Male zum Bürgermeister gewählt worden. Ein schönes Zeichen der Achtung, die er sich bei seinen Mitbürgern zu criverben verstanden hat. pr Anzeigen. Für drn folgenden TM ist die Re da ctioii nicht verantwortlich. CViutßci- Eommiö sucht <0 Stelle iit einem Frant surter ü"’i fütf geschlossen. Engioo Hause. Eintritt kann evtt. am t. Lept. erfolgen. Gest. Off. u. 21. II. t. an A I. Hofmauu Buchhand liiiig, Frankfurt a. M. _{l>H‘>e|_ f£in Mädchen, welches Die bürgerliche Züche grüud lich versteht u. leichtere Hausarbeiten mit übernimmt, geg. hohen vohn sof. gesucht. Sl. Levy. 14-s7« Oberhauscn Aheiul. Atfli r für UoUluml S, idenstickeivi. Spezialitä!: Ivppvi nro-.s!. liiiii“'! 1. ii. soliil. Ansf. v. rin/\ bis zum iVirstu/i ticnrt». Jenny ßleiehrmle, Berlin SW. lYiedriclistr. 2IC. 3ii meinem Verlag erschien soeben'. Oe legen Heilspredigten von Dr. M. Lew ln, tllabbiner in Wreschen. Sechs Trauredeu, fünf Barrui-wotzredeu. biei Grabreden u. Jubiläums reden. Preis Mt. 1.— I. Kauffmauu, Frankfurt a. M. >164.- G GGG GGG GGAGG