Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 64-65 (17.8.1898)
- Date
- 1898-08-17
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2446951-2448857-2448918--46556-2496977- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
1191 aus Palästina. Häuser sind schon gebaut, auch Gärten angelegt. Aus Kosten der Jcw. Colonis. Asioc. werden zwei Jahre lang Beamte die Kolonisten anlerncn. Ebenfalls auf Kosten dieser Gesellschaft wird ein Schulhaus errichtet werden, und für einen Lehrer und einen Schochet wird die Jew. Colonsi. Astoc. zwei Jahre lang die Gehälter zahlen. Die Kolonisten sind für ihr neues Welk begeistert und blicken mit den schönsten Hoffnungen in die Zukunft. Palästen a.? Jerusalem. Die Erschwerung der Einwanderung wird immer härter. So müssen zwei jüdische Familieit aus Larissa, die mit Pässen von Edhem Pascha kamen, ferner ein ehemaliger Kawast des Chacham Vaschi, der ein Teshcreh hatte, endlich zehn Familien aus feinen in Jaffa warten, bis von Konstantinopel Jnstruktioncil eintrcsfen. Dagegen gelang eS dem englischen Cvttsul, einer Familie aus Aden die Erlaubniß zur Landung zu verschaffen, indem er nachwies, daß die Befehle aus Konstantinvpcl sich nur auf Juden ans Rußland, Oesterreich oder Rumänien, oder auf eine Masseneinwanderung beziehen. Es schwirren hier allerlei Gerüchte durch die Luft über die Gründe der neuen Erschwerungen und über ihre Tragweite, doch hat es keinen Zweck sie zll vermerken, denn sie sind nicht genügend zuverlässig. -5- Personalien, -f Ischl, 0. August. D»r Großrabbiner von England, Ehrwurden Her rn Dr. A. Adler aus London ist heute hier mit Fräulein Tochter zur Kur cingctrosfen und in Sonnenscheins „Hotel Austria a. d. Esplanade abgcstiegcn. Vermischtes. Berlin Im Rathhause fand dieser Tage eine Besichtigung des großen Mühtenbrnch'schcn Wandgcnraldcs, das „Berlins Bli'uhczcit" darstcllt, durch die Mitglieder des Magistratskollegiums statt. Das Gemälde fand allgemeinen Beifall. Bon den Berühmthellcii a»s den Kreisen der städt. Verwaltung und der Gclchrtcnwclt. welche ouf dem Gemälde dargestcllt sind, weilen folgende nicht mehr unter den Lebenden: Oberbürgermeister Forckcnbcck, Bürgermeister Dmikcr, die Stadtocrordnctcu-Borstehcr Kochhann und Straßmanu, die Professoren Gneist undDubois Rcymond,Helmholtz,Ranke,der große Geschichtsschreiber, und Eduard Laskcr. Das Porträt unseres Glaubensgenossen, der neben Eugen Richter und Schulze.Delitzsch steht und in ganzer Figur dargcsrcllt ist, ist von vorzüglicher Porträtähnlichtnt Diese drei parlamentarischen Koryphäen sind die einzigen Politiker, die auf dem Bilde dargcstellt sind, und ihre Auswahl ist eine besondere Auszeichnung. Das Bild wird wegen seiner Aehnliwkeit in der Gruppirung mit Raphaels „Schule von Athen" die „Schule von Berlin" genannt. Brüssel. In Brüssel hat sich ein Komitee zur Errichtung eines Asyls für bcdüstigc Juden gebildet. Die Brüsseler Armenvcrwaltnng hat dem Komitee ein Grundstück in der Ruc de la Glaeiörc verkauft. ir B h } c i ö c u. Für den folgenden Thcil ist die Red action nicht verantwortlich. Hrtrath! Häusl, erzog, sparsames ftrauUitt, -i" Jahre alt, aus guter'Familie, mit 12 Mille disv. Bcrmögen, rrehst schöner Ausstattung, wünscht zu herrathen Herren entsprechend. Alters, ev. and) Wittwer, iu bnvdjaitö geordncteu Bcrhältuisseu, w. mehr ans eine augenehmc, friedl. Häuslichkeit, tote auf großes Vermögen sehen, belieben ihre Adresse vertrauensvoll unter M. -Uilö ait die Geschäftsstelle dss. Blattes zu senden. Akuche für m. Sohn, l8 I., mit Eins -Zcngniß, Stellung, als Lehrling, in ein. 12**1 rot? geschlossenen großen Geschäfte, wo Kost u. Logis frei, oder entsyrech. Vergüt. A. Gerstner, (4B91 Lisberg b. Bamberg. smmmaMasBmmBmmmmammaummmmmmmm 31 ii f v it f! Der Eainor und Schächter Rosenthal in Guhrau r Schl, ist durch traurige Verhälnrisse gezwungen, ans seinem Amte zu scheiden. Ein schweres körperliches Gebrecheil in Folge eines unglücklichen Sturzes mußte ihm ein Eliß amputirr lvcrdcn — macht cs ihm mrmöglrch, sich um ciue aitdere Errltusbeamtcirstclle zu bewerben. Hilflos und mittellos ist er mit einer leidenden Frau und vier unerzogenen Kindern allem Elende preisgegebcn, wenn es nicht gclirrgt, ihm zur Begründung eines kleinen Geschäftes zu verhelfen, durch welches er seine unglückliche Familie ciirähren könnte. Die Geiucrirdc Guhrau, deren .vlitgliederzahl eine sehr geringe ist, hat schon eine große Summe zur Bestreitung der Kosten, die durch die Krankheit (Operation, Anschaffung eines künstlichen Fußes) entstanden sind, ausbringeir müssen. Edle Menschenfreunde werden dringend gebeten, uns in uusereur Hilfswerke -eizustehsu, eine arme Familie von dein Untergänge zu retten- Jeder der llnterzcichnereu ist bereit, milde Gaben cnlgegenzunehmeu, über die zur Zeit im Lehrerheim (in der Zeitung des Iudenthnms, in der Jüdischen Presse) guittirt werden wird. >486!) Gnhrau, im Juli 1808. Rabb. Dr. Theodor, Caesar Sachs, Bojnnowo- Kacifmann in Guh'-au. R. Beere», Vorsteher der Snuagogen-Gemeinde- ^uche ein jnd. j Mädchen, welches Küche u. Hausarbeit mit übernimmt, i. ein. streng-rclig. Hause zum l. Oetober. Ostert ll. JL. 100. Haasenftein & Bog ler, ^ancl. 14ssi für t*nde ^cDt. ein junges Mädchen, zur Stüpe der Hausfrau. Ost. mit Gchaltsanfprnche erb. an S. Mannsbach, Beverungenj 4 9«»:» /Tin junger. Bäälergehilse sowie ein Lehrling kann cintreten bei {4N7H I. Eisemann, Bäckermstr. Kitzingen a. M. Gefacht. Ein jung. Mädchen, w. selbststeinen Haushalt führ, kann, zu ein. alleinst. Herrn, per sofort gesucht. Off. erb. Gebr. Scha tenberg, Esten a. Rhnr. s49>.»2