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Der Israelit · 1898-08-04 · Heft 61 (4.8.1898) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 61 (4.8.1898)
Date
1898-08-04
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1126 Rußland. L. Petersburg, 30. Juli. Jüdische Ackerbaukolonien, wie sie in Südrußland bereits bestehen, sollen mit Bewilligung der russischen Regierung jetzt auch in Russisch-Polen eingerichtet werden. Der bekannte russische Baron Ginsburg in Petersburg hat die erbetene Erlaubniß erhalten, seine im Gebiete des ehemaligen Königsreichs Polen liegenden Güter seinen Glaubensgenossen zum Zwecke der Kolonisation zu überlassen. Die Hauptbedingung ist, daß nur in Rußland geborene Juden angesiedelt und diese Kolonisten zur persönlichen Bearbeitung des Bodens angehalten werden. Da Baron Ginsburg dem Vorstand der Gesellschaft für innere Kolonisation der russischen Juden angehört, wird der Erlaubniß der Regierung große Bedeutung beigemessen, zumal von der weitern Entwicklung der Kolonien eine veränderte Stellung der russischen Regierung in der Judenfrage erwartet wird. § Tiflis im Kaukasus, 18. Juli. Die russischen Blätter im Kaukasus ebenso auch die in Russisch-Turkestan sind jetzt voll des Lobes über die Juden in Central-Asien, die während des jüngsten Ausstandes daselbst treu zum Czaren und zu seiner Regierung gehalten haben. Der Telegraph wird Ihnen schon gemeldet haben, daß in der Provinz Ferghana ein fanatischer Moslim, Namens Mohamed AliChalif, die Fahne des Aufruhrs entrollt und seine Glaubensgenossen zum Kampfe gegen Rußland aufgefordert hat. Ali Chalif rechnete auch auf die Unterstützung der Juden in Ferghana und dem übrigen Turkestan. Die Rabbiner von Sarnarkan, Khokand Chodfchend jempfahlen aber den Juden aufs Eindringlichste sich von den Rebellen ferne und treu zum Ezaren zu halten, was dieselben auch getreulich befolgten. Den russischen Truppen ist es nun gelungen, die Rebellen zu schlagen und deren Anführer Ali Chalif gefangen zu nehmen, und wurde Letzterer mit einem großen Theile seiner Anhänger schon hingerichtet. Die russische Regierung hat so neuerdings die Ueberzeugung gewonnen, daß die Juden Turkestans zu ihren getreuesten Nnterthanen gehören. WNHtttMM aus dm litt». AmeMerelue« und fSr dieselbe». (Sümmtttche jüd. Wauderbettelvereine uud Kassen für Durchreisende find gebeten, nn» Mittheilnnge« über Erfahrungen, die \u ans dem Gebiete ihrer Thätigkelt machen, znkommen zu lassen) Bensheim, 2. August. In Ergänzung zu der jüngsten Notiz in diesem Blatte sei noch bemerkt, daß der erwähnte Hajim Israel Janklewiz aus Lodz (Russisch-Polen) ein Gewerbspatent aus-! gestellt von der Bürgermeisterei zu Bensheim und lautend auf David Garbars ky Ehefrau mit der Ueberschrift Abschrift für den Mann, entwendet hat und diesen Gewerbeschein wahrscheinlich mißbrauchen wird. Daher werden Alle gebeten, denjenigen, welcher einen solchen Schein bei einer UnlerftützungSkasse oder dergl. vorzeigt, festnehmen zu lassen und dem israelitischen Vorstand zu Bensheim Mittheilung davon zu machen. Vermischtes Brüuu /Schändung eines israelitischen Friedhofes.> Kürzlich wurde in mehreren Nächten der israelitische Friedhof in Butschowitz freolerisch geschändet. Die Thäter zertrümmerten mehrere Grabdenkmäler und verur. sachten einen Schaden von mehreren Hundert Gulden. Der unermüdlichen Nachforschung der Gen-darmerie gelang es, die Hauptschuldigen auszusorschcn. Dieselben, Franz Gargos, Carl Swoboda, Ladislaus Jandel und Victor Ohanet, Burschen im Alter bis zu 17 Jahren, wurden dem Strafge^ richte angezeigt Steinumanger. Die hiesige orthodoxe Cultusgcmeinde hat nun beschlossen, kür ihre Kinder eine eigene Schule zu errichten und wird dieselbe schon mit Beginn des neuen Schuljahres eröffnet werden. Odessa. Frau L. Aschkenasy hat aus Anlaß der Vermählung ihrer Tochter mit Herrn Baron A. Günzburg dem hiesigen jüdischen Krankenhause eine Spende von 100,900 Rubel zugewendet Briefkasten der Expedition. 9tv. 72 & 74, Jahrgang 1897 werden zu 20 Pfg. per Stück von der (Expedition dss. Blattes zurückgekauft. Briefkasten der Redaetion. M. F. in M.: Eine jüdische Gärtncrschule eristirt uu seres Wissens in Frankfurt a. M. nicht, wohl aber in Ahlem bei Hannover und unseres Wissens auch in Nybnik in Schlesien. ^Inster auf Verlangen franco ins Hans. extra Rabatt auf alle schon reduzirte Preise, während der Inventur-Liquidation. Modebilder gratis. Todesfall eitles Theilhabcr< un<l Neu-reberiitihjue veran lassen uns zu einem - wirklichen Ansverkaufsiimmil. Damenkleiderst. f. Sommer, Frühjahr, Herhst u. Winter u. oö'eriren beispielsweise 0 M»-t. solid. Sommerstoff z. Kid. für M. 1.50 ,, solid. CubanostotV ,, ,, ,, „ 1.8V «! ,, solid. I.urlei, mod. „ „ 2.1V 0 „ sol. Crepe Careuux „ „ ,, ,, 3.3V sowie modernste Kleideru. ßlousenstoffe vers. i. einz. Met. b. Auftr. v. 20 Mb. an franco. Oettlnger n. Co., Frankfurt a. M. Versandthaus Stoff z. g. Anzng M. 3.75 Im. IV Prozent Cheviot „ „ „ 5.85 / extra Rabatt. Soolbad Harzburg, Park-Haus. Etablissement I. Ranges uiit. Aufsicht Sr. Ehrw. des Rak>b. Dr. Rurrbach.Halberstadr.Jed. Samstag Gottesdienst i HckNfe - Penfipn von M 8.80 au. ' H. Heckt.

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