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Der Israelit · 1898-07-21 · Heft 57 (21.7.1898) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 57 (21.7.1898)
Date
1898-07-21
Page
– (sequence 21)
Language
German
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1059 mal, daß dieser Punkt der Tagesordnung der Centralpunkt der Lehrerkonserenzen ist. Mn ertheilte der Vorsitzende dem Kollegen Hofmann—Twistringen das Wort zu seinem Referate: „Die Bruchrechnung in Bezug auf das praktische Leben." Die Ausführungen des Referenten gipfelten in folgenden Gesichtspunkten: Die Bruchrechnung ist eine der schwierigsten Gebiete des gesummten Nnterrichts. Hier ist die geistige Arbeit viel verwickelter und schwerer als bei jeder anderen Rechnungsart, darum muß sie auch zur formalen Bildung viel beitragen. Das Rechnen mit nackten Brüchen hat an und für sich keinen praktischen stutzen. Es soll vielmehr die bedeutendste Vorbereitung für die bürgerlichen Rechnungsarten sein und dem entsprechend muß auch die Stossauswahl vor sich gehen. Es werfen sich nun zwei Fragen zur Beantwortung auf: Was ist aus der Bruchrechnung nothwendig fürs praktische Leben und was kann man aus der Bruchrechnung entfernend Die erste Frage läßt sich dahin beantworten, daß die Decimalbruchrechnung und alles aus der Rechnung mit genreincn Brüchen nothwendig ist, was zur Aufstellung und Auslösung eines Bruchsatzes erforderlich ist. Die Decimalbruchrechnung muß erst nach dem Rechnen mit gemeinen Brüchen folgen, denn das Kind bringt die volksthümliche Bruchrechnung mit in die Schule, hat aber noch nichts gehört vcn der Theilung des Ganzen durch 10. In Bezug auf die zweite Frage antwortet der Referent, daß 1. die Addition und Subtraktion mit schwierigen und großen Nummern und L. die Division der Brüche durch Briiche zu entbehren seien, weil solche in einfachen Lcbensverhältnifsen fast gar nicht Vorkommen. Zwar seien diese Aufgaben nicht ganz aus der Schule zu verbannen, denn sie haben einen formalen, nicht aber einen praktischen Werth; ooch soll der Lehrer so viel als möglich sein Augenmerk auf das richten, was für das Leben praktischen Werth hat, denn: „R:cht für die Schule, sondern für das Leben." Nachdem der Vorsitzende dem Referenten seinen Dank für die ausführliche und gut begründete Arbeit ausgesprochen hatte, wird auf Antrag des Kollegen Bachra ch—Hameln von einer Generaldebatte abgesehen, weil der Vortrag sachlich den Anschauungen sämmtlicher Conferenzbesucher entsprach. In der nun folgenden Spezialdebattc werden sämmtliche vom Referenten aufgestellte Thesen mit einigen redaktionellen Aenderungen angenommen. Dieselbe haben nun folgenden Wortlaut: 1. Die Bruchrechnung ist die bedeutendste und schwierigste Vorbereitung für die bürgerlichen Rechnungsarten. Die Decimalbruchrechnung und dasjenige aus dem Rechnen mit den gemeinen Brüchen, was zur Ausstellung und Auflösung des Bruchsatzes nothwendig ist, muß in der Volksschule durchgenommen werden. 3. Das Rechnen mit gemeinen Brüchen muß der Decimalbruchrechnung vorangehen. 4. Zu entbehren sind: u) Die Addition und Subtraktion langer Bruchreihen mit schwierigen und großen Nummern. 5) Die Division der Brüche durch Brüche. 5. Die „Freien Besprechungen" drehten sich fast nur um das Besoldungsgesetz. Der Vorsitzende machte davon Miltheilung, daß am 23. Dezember v. I. eine Vorstandssitzung des „Vereins jüdischer Lehrer in der Provinz Hannover" stattgefunden habe, in der auch die Herren Landrabbiner der Provinz anwesend waren. In derselben wurde das Besoldungsgesetz einer eingehenden Besprechung unterzogen und allgemein zum Ausdruck gebracht, daß die jüdischen Volksschullehrer in der Besoldung ihren christlichen Kollegen gleichgestellt werden muffen. Doch wurden in der heutigen Versammlung Stimmen laut, daß dieses nicht überall der Fall sei. Als nächster Versammlungsort wurde Hannover bestimmt. Die Lehrprobe übernimmt Kollege Bachrach—Hameln, den Vortrag Kollege A p t—Pattensen. Mit einem Hoch auf Seine Majestät den deutschen Kaiser schließt der Vorsitzende die Versammlung. Der Schriftführer i. V.: I. Rosenöl alt, Barenburg. Anzeigen -« Für den folgenden Theil ist die Redartion nicht verantwortlich. Letirlingsstelle gesucht Suche für einen 16;ährig. Jungen, Absolvent der Realschule, eine Lehrstelle i. einem an Sabbat und Feiertagen streng geschlossenen Engros oder Versandtgeschäft, f 43« >2 Moses Hofmann, Lehrer, Rothenburg a> Tauber. “TED Seife. TO Hiermit onerirc ich die von mir mir in guten Qualitäten fabrizirten Koscher Kern- und Schmierseifen zu den billigsten Preisen Wiederverkäufer erhalten entsprechenden Rabbat. Referenz: Sr. Ebrw. Herr Prob- Rabbiner Dr. Cahrr, Fulda. {3922 Fulda, int Juni 1A9«. Mojes Ster n. Lehrckürg mit guter Schulbildung, bei entsprechender Vergütung, ge sucht. Samstags und Feiertage geschlossen. Gustav I. Rapp, Knopf und Besatzartikel, Engros, Frankfurt a. Main.

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