Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1898-07-21 · Heft 57 (21.7.1898) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 57 (21.7.1898)
Date
1898-07-21
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2448857-2448911--46395-2496808
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

SBer jfsraelit Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Akätter für die israet. Schule. 21. Juli 1898.^ [»*. 6. Uereill iscaeütlftöer Kkhrel MittMuWands. Protokoll der Konferenz zu Mfenach im Gafthof zum Mohren am 29. u. 89. Mai 1898. 1. Sitzungstag. Anwesend sind: Bamngart—Stadtlengsfeld, Engelsberg—Aschenhausen, Ellgutter—Plauen, Jmanuel—Themar, Hilbrunn—Gehaus, Hofmann— Erfurt, Horwitz—Cassel, Katz—Aschenhausen, Katz— Fritzlar, Levi—Suhl, Mühlfelder—Hildburghausen, Meyer—Eisenach, Oppenheim—Coburg, Nosenstein— Herleshausen, Röthler—Gotha, Rothschild—Erfurt, Samuel—Bleichrooe, Landrabbiner Dr. Salzer— Stadtlengsfeld, Rabbiner Dr. Salzberger—Erfurt, Steinhardt — Magdeburg, Stern—Schönbach, Dr. Spanier—Magdeburg, Sommerfeld—Chemnitz, Wert- Han—Bibra, Wertheim—Gera. Der Vorsitzende, Herr Landrabbiner Dr. Salzer eröffnete die Sitzung und begrüßte die Erschienenen; Kollege Meyer—Eisenach richtete im Namen seiner Gemeinde herzliche Begrüßungsworte an die Versammlung. Nach Erstattung des Geschäfts- und Kassenberichts wird zur Vorstandswahl geschritten. Per Aeelamation wurden gewählt: Steinhardt— Magdeburg zum Vorsitzenden, Röthler—Gotha zum Stellvertreter und Meyer—Eisenach zum Kassierer. Die Gewählten nehmen die auf sie gefallene Wahl dankend an. Steinhardt—Magdeburg übernimmt den Vorsitz mit dem Gelöbniß, allezeit die Interessen des Vereins wahrzunehmen und zu kämpfen für das Wohl des jüd. Lehrerstandes. Unter Dankesworten an den bisherigen, langjährigen Vorsitzenden bedauert Steinhardt, daß Herr Dr. Salzer wegen überhäufter Amtsgeschäfte eine Wiederwahl abgelehnt habe und stellt den Antrag, Herrn Dr. Salzer, in Anerkennung seiner Verdienste um den Verein, zum Ehrenpräsidenten zu ernennen; der Antrag wird einstimmig angenommen. Sodann erhält Dr. S p a n i e r—Magdeburg das Wort zu seinem Vortrage: „Mendelssohn als Pädagoge." Redner erntete für seinen gedankenvollen, lehrreichen Vortrag allseitigen, lebhaften Beifall und die Versammlung beschließt, das Referat durch Drucklegung veröffentlichen zu lassen. Der Vortrag giebt Veranlassung zu einer längeren, anregenden Debatte, an welcher sich die Herren Dr. Salzberger—Erfurt, Horowitz—Cassel, Heilbrunn—Gehaus, Mayer—Eisenach und der Referent betheiligten. Alle Redner stellen sich — im Gegensätze zu Dr. Salzberger — auf den Standpunkt des Referenten, den Lehrern zu empfehlen, sich zum Zwecke der Weiterbildung mehr als bisher mit dem Studium der zugänglichen, populären philosophischen Litteratur zu beschäftigen. Nach einer Pause referirt Herr Landrabbiner Dr. Salzer über das Thema „Jakob, derGotteökämpfer:" Redner führte etwa Folgendes aus: Es sei der ewige Ruhm des Judenthums, keine seiner verehrungswürdigen Gestalten vergöttert zu haben; selbst von Moses berichtet die heilige Schrift Verfehlungen. Diese könne und dürfe der Lehrer nicht verschweigen, denn, da die Bibel auch von den Strafen erzählt, welche diesen Verfehlungen folgten, und ebenso von der Reue und Buße der Sündigenden, so wirke die Erzählung jener Thatsachen allein schon sittlich und erzieherisch. Schwieriger gestalte sich die Behandlung der Lebensgeschichte Jakob. Dessen Handlungen würden von gewisser Seite als ein

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.