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Der Israelit · 1898-06-30 · Heft 51 (30.6.1898) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 51 (30.6.1898)
Date
1898-06-30
Page
– (sequence 12)
Language
German
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942 ^x- 'A aütm ix der Einleitung den beredtesten Ausdruck. Dort heißt es unter Anderem: „Das riiuelle Speisegesetz als Thoragebot ist über jede Begründung erhaben", und weiter: „Die tiefere Absicht allerdings, weswegen die Speisegesetze axgeordnet wurden, braucht hier nicht in Betracht zu kommen — die Wirkung desselben ist jedenfalls hygienisch heilsam." Allerdings, wer von den Lesern meiner Arbeit Ursache und Wirkung nicht auseinander hütt, der wird zu falschen Schlüssen und Urtheilen kommen. Dies gilt für verschietene Einsender diesbezüglicher Zuschriften an die Redaction So schreibt einer der Herren: „ich suche den vielen oder den meisten religiösen oder rituellen Speisegesetzen eine hygienische Begründung zu geben." Ich frage ihn, wo in aller Welt ich dies denn thue. Er greift ein späteres Stück auS meiner Arbeit heraus, ohne vielleicht den Anfang gelesen zu haben. Daß der Herr Ursache (Mot.v) und Wirkung tEffcct, verwechselt, geht cclatant aus dem von ihm gemachten Einwande hervor, ich habe gesagt: „Derselbe Effect, die Entfernung der schädlichen Stoffe von der Oberfläche, wird auch durch die religionscsetzliche Bestimmung, daß neue Gefäße, bevor sie denr Gerauch übergeben werden, in fließendem Wasser . . . unteraetauchl werden müssen, angestrebt." Daraufhin spricht derselbe von ..einer bestehend scheinenden Motivirung", des Gesetzes über ll'72 Habe ich denn da» Gesetz hier motiviren wollen? Ich habe ja nur von dem Effecte, d. h. der Wirkung gesprochen. Damit fällt eigentlich auch der Einwand. warum 0’7D nur für die von einem □"'Oy gekauften Gefäße gil-. jedenfalls aber war die Vorsicht der n?’3B bei einen: D"DJ7, dem man in hygienischer Beziehung kein Vertrauen schenken konnte, viel eher geboten, als bei einem Juden, der durch die verschiedenen Vorschriften der Thora an Reinheit gewöhnt war. Dr. Münz, Nürnberg. Letzte Nachrichten. Aus Lemderg wird telegraphirt: Der AusnahmSzustanv wurde über folgende politische Bezirke verhängt: Biala, Bochnia, Brz<sko, Brzozow, Chrzanow, Dobrowa, Gorlice, Giybow, JaroSlau, JaSlo, Kolbuszowa, Krakau, Krosno, Lancut, Limauowa, LiSto, Mielcc, Myrlenice, Nisko, Neu-Sandcc, Neumarkt, Pilzno, Poügorze, Przmysl, Ropczyce, Nzeszow, Sanok, S^ybusch, Strzyzow, Tarnobrzeg, Tornow, Wadowice, Wieliczka. Neu-San-ee, 28. Juni. Auf dem Ringplotze verkündete der Bezirkshauptmann, umgeben von eitler Militärabtheilung, unter Trommelschlag das Standrecht. Der Eindruck auf die intelligenten Kreise war ein gewaltiger. Behufs Bilduug des Standgerichtes wurden zwei Landgerichtsräthe und ein Staatsanwalt von Krakau nach Reu-Sandec versetzt. Lemberg, 28. Juni. Die Verhängung des Standrechtes in den politischen Bezirken Neu-Sandee und Limanowa scheint auf die Bevölkerung eine beruhigende Wirkung ausgeübt zu haben. Auch die erzedirenden und plündernden Horden dürsten endlich einsehen, daß die sonderbarerweise mitunter sogar unter dem Scheine autorativen Gewichtes verbreiteten Gerüchte, die Gendarmerie und das Militär hätten die strenge Weisung erhalten, den Plünderern und den anderen Uebelthätern nicht ernstlich au den Leib zu rückell, der Begründung entbehrell. Einzelne jüdische Kaufleute öffnen bereits wieder ihre Geschäfte, die seit fünf Tage geschlossen blieben. Trotz des gestrigen Verbotes wird heilte in Neu-Sandec der Wochenmarkt abgehalten. Die antisemitischen Polenblätter, welche ungescheut zu Mord und Raub ermuntern, sowie zu Feindseligkeiten gegen die jüdische Religionsgenossenschaft auffordern, werden confiscirt. — Rach den letzten Nachrichten herrschte heute in ganz Galizien Ruhe. Nirgends sind Exzesse vorgekommen. Die Nachricht, daß der Statthalter Graf Pininski bereits hierher zurückgekehrt sei, hat sich nicht bestätigt. Derselbe weilte heute in Alt-Sandec, und seine Rückkehr wird erst für morgen erwartet. Soolbad Harzburg, Park-Haus. Etablissement I. Range» u Aufsicht Sr. Eh'-w. de- Rabb. Dr. Auerbach Halberstadt.Jd. Samstag Gottesdienst t Hanse um Pension von M 6.50 an. ... Al. Hecht »W- Mnzetgerr. Für bctt folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Dein Reichen wie dem Armen ist ein« gut zuvereitete Taffe Kaffee eine willkommene «Save! Doch nicht jeden Kaffee wird man willkommen heißen, detzhalv verlange man nur Cossmaim’s gebr. Java-Kaäee. GrhSltlich a 60, 65, 70, 75, 80, 85, 90 tt 95 Pfg. per '/, Psnnv Packet Innige Bitte. Alle diejenigen geehrten Empfänger, welche von miv das Album mit 4" Ansichteil von Jerusalem zugesandt er hielten, weder mir hierfür eine Gabe noch daS Buch zurückschickten, ersuche ich hierdurch inuigst, mir entweder den Gegenwerth oder dos Buch an die Geschäftsstelle des Jsralit in Mainz einzusenden, da ich mich in großer Noth befinde und eventuell daS Buch anderweitig anzubringen beabsichtige. Samuel Back aus Jerusalem. j I

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