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Der Israelit · 1898-06-16 · Heft 47 (16.6.1898) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 47 (16.6.1898)
Date
1898-06-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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870 troffen worden. Ernste Ruhestörungen kamen bisher nicht vor. Die Regierung plant strenge Maßnahmen wegen der antisemitischen Exzesse. Ministerpräsident Thun erklärte gegenüber einer Judenveputation, die Regierung betrachte es als ihre Pflicht, die Rechte der Juden mit der gleichen Energie zu schützen, wie jene aller übrigen Staatsbürger. — In Jaslo und Kolacayce ist Ruhe eingetreten , dagegen kamen in der Nachbargemeinde Swierchowa antisemitische Exzesse vor. In mehreren jüdischen Wirthshäusern wurde die Einrichtung zerstört. Die Gensdarmerie schoß auf die Excedenten. Einer wurde getödtet und der Gemeindevorsteher wurde verhaftet. Militär ist entsendet. Vermischtes. Worms- Der Vorstand der israelitischen Rcligionsgemeinde hat das alte Frauenb .fc nächst der Snnagoge aus dem 11- Jahrhundert nach den Vorschlägen des Vauraths Professer Hofmann—Darmstadt wieder Herstellen lassen und wird dasselbe von Interessenten sehr besucht. Fulda 13. Juni. Nach der„Lippischcn Landes-Bcitung" vom 11. Juni d. I. hat Sr. Erlaucht der Gras Regent, dem (jüd.) Lehrer Abraham Plant in Detmold das fürstlich lippische silberne Verdienstkreuz zu verleihen geruht. Letzte Nachrichten. Mainz, 16. Juni. Herr A h r o n Marcus theilt in ferner „Krakauer Jüd. Zeitung" Beschlüsse mit. die unter Vorsitz des Herrn Dr. Breuer „Die wirklichen orthod. Rabbiner" auf dem Rabbinertag in Frankfurt a. M. kurz nach dem Baseler Congreß bezüglich des Zionismus gefaßt hätten. Die ganze Mittheilung des Herrn Ähron Markus ist unrichtig. Es fand kein Rabbinertag über den Zionismus unter Vorsitz des Herrn Dr. Breuer statt und konnten deßhalb auch keine Beschlüsse über denselben dabei gefaßt werden. Kurz nach dem Baseler Kongreß war eine Generalversammlung der „Freien Vereinigung für das orthodoxe Judenthum". Einige der bei dieser Generalversammlung anwesenden Rabbiner blieben auf Wunsch eines Kollegen nach Schluß der Sitzung zu einer zwanglosen Unterhaltung über den Zionismus im Sitzungssaale noch zusammen. Der Vereinsvorsitzende Herr Dr. Breuer war bei dieser Besprechung gar nicht zugegen. Bei dieser Besprechung wurden keinerlei Beschlüsse gefaßt, nur zeigte es sich aus der Diskussion, daß mit Ausnahme von zwei Herren, sämmtliche bei der Besprechung sich betheiligenden Rabbiner ähnliche Ansichten über den Zionismus hatten, wie die sind, welche wir in unserem Blatte vertreten. Herr Ahron Markus war an dem Sitzungslage in Frankfurt, und scheint es uns, daß er Ansichten Einzelner, die sich mit ihm privatim unterhielten, als die Ansichten und Beschlüsse einer Nabbinerversammlung wiedergiebt. Die große Majorität der damals in Frankfurt anwesenden Rabbiner waren Gegner des Zionismus. Es wurden keinerlei Beschlüsse über den Zionismus dort gefaßt. Oberrabbiner Rabbi Samuel Moyilewer 'LI- (Vgl. Letzte Nachrichten in voriger Nummer.) Briefkasten -er Re-aetion. I. Q. Johannisbura (Oftjjr.): In jedem Falle ist es verboten, die Wittwc des Bruders zu heirathcn, auch iverm derselbe kinderlos gestorben ist. Es ist hierbei glcichgiltig ob der überlebende Bruder vcrheirathet oder ledig ist. Abonnent in Reichelsheim: Da das Bier kalt ist, hat das Trinken aus den betreffenden Gläsern nichts zu sagen, lieber die Art des Abfüllens durch r Hierdärme werden wir Erkundigungen einziehen. L Z. in Altensta-t r 17. Dezember 1883 — Donnerstag 9. Debet 5G4G. Die Sidra ist BGH. M. Goldschmidt: 27. Januar 1886 Mittwoch, 21. Schebat 3616. Die Sidra ist nrv. I. H. W B. Die 12—18 Monate, die Ihr Landesgesetz vorschreibt, lassen Sie das Kalb bei der Kuh. Dem Kohen an Ihrem Orte, der nicht religiös lebt, geben Sie den Bechor nicht. Sie lassen das Kalb weiden, ohne irgendwie es zur Arbeit Heranzuziehen, bis es einen Mum von selbst bekommt. Sollte es sich beschädigen, respective sonst ein Mum an ihm entstehen, so bringen Sie das Kalb nach Prätoria In Prätoria werden Sie Auskunft erhalten können, ob der betreffende Fehler etn Mum ist, der die Scheäuta ermöglicht. In Prätoria. wo auch eine geordnete Schechita sein wird, geben Sie das Kalb einem religiösen Kohen. Briefkasten -er Expedition. A. N. U: Adresse von Einsendern von Chifserannoncn bedauern wir in Rücksicht auf unsere Geschäftsordnung nicht angeben zu können. Ihre Offerte, mit der bet. Chiffre versehen, wollen Sie uns zur Weiterbeförderung einsenden. Soolbad Harzburg, Park-Haus. Etablissement I. Ranges unt. Aufsicht Sr. Ehrw. des Rabb. Dr. Auerbach, Halberftadl. Jed. Samstag Gottesdienst i Haufe. ~ Pension von M 6.50 an. . ■■, ffl. Hecht.

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