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Der Israelit · 1898-05-26 · Heft 41-42 (26.5.1898) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 41-42 (26.5.1898)
Date
1898-05-26
Page
– (sequence 12)
Language
German
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762 Rabbiners 9i. Bamberger dahier über „die Frauen in der jüd. Literatur", des Herrn Distriets-Nabbiners Dr. A. Kohn—Jchenhausen über „die Familie in Bibel und Talmuo", des Herrn Dr. N e u m i r t h— Frankfurt a. M. über „Die Tugendlehre, besonders der Nächstenliebe in Bibel und Talmud", des Herrn Districts-Rabbiners Dr. M. W e i n b e r g—Sulzbürg i. Oberpf. über den jüd. Kalender und endlich des Herrn Distrikts-Rabbiners Dr. S. B a m berger— Burgpreppach über „die Notablen-Versammlung und das große Sanhedrin zu Paris." Sämmtliche Vorträge boten des Lehrreichen sehr viel und fanden den Beifall des stets zahlreich erschienenen Publikums. Die Herren Redner machten sich durch ihre gelehrten Ausführungen um das Emporblühen des Vereins hochverdient und haben sich den Dank desielben in hohem Grade erworben. Mögen sie sich in dem Bewußtsein, für Verbreitung jüdischen Wissens beigetragen zu haben, belohnt sehen. Auch bei den Discnssionsabenden kamen interessante Themata zur Behandlung und wirkten dieselben belehrend und anregend auf die Theilnehmer. Möge die gegenwärtige Ruhe dem Vereine neue Kraft und frisches Leben für seine künftige Thätigkeit im nächsten Semester zuführen! Amerika. L Pittsbirrg. (Ein Denkmal für Thubalkajin). Der.erste Schmied, von dessen Dasein die Geschichte der Nachwelt Kenntniß gibt, ist Thubatkajin, der Sohn des Lemech und der Zilla, welche im sechsten Gliede von Kain, dem Bruder Abel's, abstammte. In der heiligen Schrift (1. B. Moses 4, 22) ist von ihm gesagt: „Dieser war ein Meister in allerlei Erz- und Eisenwerk." Die Stadt Pittsburg in Amerika hat nun beschlossen, zum Andenken an diesen „ersten Schmied" ein Denkmal zu errichten, und zwar soll dasselbe in den colossalen Dimensionen der im Hafeneingange zu Newyork stehenden Freiheitsstatue gehalten werden; der Sockel allein wird eine Höhe von 60 Fuß erhalten. Das Modell ist bereits fertig und zeigt Thubalkajin, wie er mit Schurzfell bekleidet und vor dem Amboß stehend, in der rechten einen gewalrigen Hammer schwingt, während die Linke mit einer Zange ein Stück Eisen hält, welches mit einer elektrischen Leitung in Verbindung steht und Nachts den Eindruck erwecken wird, als ob es weißglühend wäre, so gleichzeitig als weithin leichtende, elektrische Lampe dienend. Am Sockel des Denkmals sind Erzeugniffe der modernen Eisenindustrie gruppirt, wie Maschinentheile, Eisenbahnräder, Geschützrohre u. ,s. w. Die Kosten des Denkmals sind, aps 50,000 Pfd. Sterling veranschlagt. (Ob das ganze nicht eine Zeitungsente ist? Redi) Pädagogisches. Deutscher Neirhsverbanü;iid. DetlZionslehrer. Der Verbandstag für das Verbandsjahr 1897/96 findet am Dienstag, den 31. Mai, 4 Uhr Nachmittags, in Breslau "im Saale der städt. Realschule, Nikolaistadtgraben 20, Portal I, statt. Aus der Tagesordnung heben wir hervor: Bericht des Präsidiums über die Entwickelung des Verbandes, seiner Bezirke und Einrichtungen, Bericht des Rendanten über Vermögen des Verbandes, der Unterstützungskasse des Lehrerheims, nach .§11, 1—4 der Satzungen. Die bevorstehende Einführung des obligatorischen Religionsunterrichts, seine Voraussetzungen und seine Wirkungen: a) Was verstehen wir unter Religionsunterricht? (Res.: Herr Volksschullehrer Kultner- Gostyn, Korres.: Herr Rabb. Dr. M. L. Bamberger- Schiloberg.) b) Die Stellung der nicht für den Volksschuldienst geprüften Religionslehrer. (Res.: Herr- Prediger Bauer-Cöslin, Korres.: Herr Lehrer Kuttner- Gostpn.) Die Entwickelung der jüdischen Schule in Deutschland. (Res.: Herr Dr. L. Neustadt-Breslau, Korres. : Herr Lehrer Wolsgang-Schwerin.)_ > vermischtes. -4- Wien (A ii f l o s u n g des I ud e n f r i c b bo f e § iit W äbri n g.) In einer Stadtrathssitzung referirtc Stadlrath Dr. Krenn über den Antrag des Gemeinderathes Steiner wegen Auflassung des israelitischen Friedhofs in Währing und beantragte, den Magistrat aufzufvrdern, mit der israelitischen Cultnsgemeinde wegen Durchführung der prost ctirten Straßen über diesem Friedhöfe neuerliche Verhandlungen einzuleitcn. Dieser Antrag wurde angenommen. Marseille. Moses;>). Berget, der 15 Jahre Konsul von Belgien in Gibraltar war, bat vom König von Belgien das Ritterkreuz des Leopoldordens erhalten als Anerkennung f«c seinen langjährigen Dienste. Cherson. 2l. Mai. 156 Israeliten sind aus der Kolonie des Baron Hirsch in Argentinien wieder in ihrer russischen Heimath, eingetrossen. Soolbad Harzburg, Park-Haus. Etablissement I. Ranges mit. Aufsicht Sr. Ehuv. des Rabb. Dr. Auerbach, Halberstadt.Jed. Samstag Gottesdienst i Hanse. ' - Pension von M «.30 an- ... _ M. Hecht_ Jüdische Ansichtskarten Soeben kommen uns einige Ansichtskarten zu Gesicht, deren Art und Ausführung *ür unsere Leser gewiß von Interesse sein werden. Die bekannten Seenen: Kolnidre (Vorabend des Versöhnungstages), vvr Metz 1870 und Jom-Kippur (Versühnungstag) yor Metz 1870, die Hermann FMker seiner Zeitivreifterlich nach. derNgtur zeichnete, hat die Ai' I: Höfmann'sche Buchhandlung "ü-Frankfurt a. M. auf Ansichtskarten vervielfältigen - lassen. Die Wiedergabe ist äußerst genau und künstlerisch, und es ist anzunehmen, daß diese originelleNeuheit Anklang finden wird.

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