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Der Israelit · 1898-04-21 · Heft 31 (21.4.1898) · page 39

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 31 (21.4.1898)
Date
1898-04-21
Page
– (sequence 39)
Language
German
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Wichtigkeit, und gerade hier sind viele Verbesserungen angebracht. Acker bauliche Buchführung. Dieser Kursus, der bei uns von den Herren Avigdor und Nojar ausgezeichnet geleitet worden ist, ist für die Zöglinge sehr nützlich. Wir betreiben ihn nicht nur theoretisch, sondern verlangen von den Schülern viel praktische Hebungen, und lassen abwechselnd die besten Schüler im Bureau arbeiten, damit sie in unsere Buchführung Einsicht bekommen und die Materie praktisch gründlich kennen lernen. Vorträge über Ackerbau - Oekonomie Die Vorlesungen werden durch summarische Behandlung nationalökonomischer Fragen eingeleitet. Man bespricht Erwerb, Verbrauch und Vertheiiung des Besitzes. Dies muss sehr anspruchslos behandelt werden, nur so erfüllt es seinen Zweck. Im fiebrigen werden diese Vorträge nur vor den besten Schülern gehalten. Sie sind sehr nöthig, um die vielen Irrthümer richtig zu stellen, welche junge, unerfahrene Leute hegen, Leute, die ohne etwas davon zu verstehen, von Sozialismus und Kommunismus haben reden hören. Ausserdem wirft dieser Unterricht ein klares Licht auf alle anderen landwirtschaftlichen Vorlesungen, und Alles, was bei einer Bewirtschaftung vorkommt, wird hier zusammengestellt und erklärt. Im Ganzen genommen hat dieser Lehrplan den Zweck, unseren jungen Ackerbauern eine möglichst vollständige technische Ausbildung zu geben. Sie soll der Praxis, der sie sich zu widmen haben, keinen Eintrag thun. Dies ist auch nicht der Fall. Vielmehr wird die theoretische Ausbildung die Praxis erklären, und sie wird dazu beitragen, dem Neuling sein künftiges Fach interessant erscheinen zu lassen. Gern sehe ich, wenn ein intelligenter, junger Mann, der 4 bis 5 Stunden hinter einander auf dem Felde schwer gearbeitet hat, in die Klasse eintritt, um von einem guten Lehrer einen methodischen landwirtschaftlichen Unterricht zu erhalten, oder wenn er Abends nach schwerer Tagesarbeit sich den Schweiss von der Stirn trocknet, in die Bibliothek kommt, und, die Ellenbogen auf ein Werk gestützt, Privatstudien treibt, oder einen bedeutenden Fachschriftsteller als Rathgeber wählt, den er über seine Arbeit, oder über die Arbeit, die er während des Tages verrichten sah, zu Rathe zieht. Ausserdem hat ein Lehrplan nur in der Anwendung Werth. In wie weit er Früchte trägt, das hängt von der Tüchtigkeit des betreffenden Lehrers und der Befähigung des zu unterrichtenden Schülers ab. In allen Lehranstalten, selbst den allerersten, sind es doch nnr die Ausnahmeschüler, welche sich in alle Lehrgegenstände gleichmäßig vertiefen und sich alle gleich aneignen; die Anderen lassen sich von der Strömung tragen. (Fortsetzung folgt.) In den Monaten Januar und Februar 1898 vom Unterzeichneten gemachte Sendungen? I. An das israelitische Waisenhaus für Stadt und Provinz zu Königsberg i. Pr. II. An Herrn Bezirksrabbiner Dr. J Eschelbacher in Bruchsal: für den Landesverein zur Erziehung jüd. Waisen im Grossherzogthume Baden . III. An Herrn Vorstand Martin Simon in Berendorf b. Elsdorf: für die nothleidende Familie in Esch. IV. An Herrn Vorstand G. Hartmann in Kobylagora: für die Hinterbliebenen des Kantors Kallmann ,Y'j? (II. Sendung) . . . . V. An Herrn Oberrabbiner 8. B. Schreiber in Pressburg: für die “omna1? rrmrö» man daselbst. VI. An Herrn Jakob Weissbart in Würzburg: für einen ihm bekannt gegebenen Zweck . . VII. An Herrn S. Mannsbach in Cöln a. Rhein: für das Lehrerseminar daselbst . VIII. An Herrn Bezirksrabbiner 8. B. Ehrenfeld in Mattersdorf: für die “nmna^ nmo» man daselbst. IX. An Herren Gebr. Fürth & Comp, in Frankfurt a. M.: für den palästinensischen Hilfsverein fyö1?» *) 8. Nr, 664. 25 Mk. — Pf. 15 » » 10 » » 10 » 20 n 70 n » 25 V V 20 » H 400 i» 1» zu übertragen 595 Mk. — Pf.

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