Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 73 (13.9.1898)
- Date
- 1898-09-13
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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LLLH. Jahrgang. Erste KeUage M M 73 des „Asraetit". Leitender A r t i k e L. Die Zclhl Dreizehn. Von Simon frankfurter irr Wesel. (Schluß). Jene vorerwähnte Zahl 13 der Opferthiere de? 1. Sukkoth-Tages mochte deßhalb vom Gesetz bestimmt worden sein, weil sie auf den nnx hinweist, gegen den sich die Völker durch ihren Götzendienst vergehen. Dadurch, daß aber das Volk Jisroel für jene in die Schranken tritt und für sie der Einheit Gottes huldigt, sie also gleichsam, wenn auch indirekt die Veranlassung für dieses Opfer boten, wurde ihnen Versöhnung zutheil. Vielleicht aber hatte die 13 Zahl der Opferthiere auch den Zweck, in dieser Form vor dem Antlitze des Ewigen die 13 Gnadenworte in Erwähnung zu bringen, vermöge deren er auch den Völkern seine Liebe widerfahren und Gnade und Erbarmen walten läßt. Ja, welche tiefe Geheiurnisse sind in dem unergründlichen Schachte der heiligen Thora verborgen! Wie viele werthvolle Andeutungen finden wir in jeder Zeile des von Gott geoffenbarten Gesetzes, bet deren Entdeckung wir staunen über die erhabene Geisteshoheit, die aus demselben hervorstrahlt, und bewundern die Quelle, aus der solch unermeßliche lautere Weisheit sprudelt. Zu solchen Betrachtungen werden wir auch wieder veranlaßt, wenn wir das Planvolle der heiligen Thora erkennen, das selbst in der Anzahl ihrer Worte und Buchstaben sich darthut; und da tritt grade die Zahl 13, wohl symbolisch auf das nnx hinweisend, so häufig hervor. So erscheint es gewiß bedeutungsvoll, daß ebenso die Quersumme der Anzahl der Lebensjahre unseres Erzvaters Abraham „1/5" gleich 13 ist, wie auch der Buchstabenwerth der Namen unserer beiden anderen großen Vorfahren pnxgleich 208 und appgleich 182 durch 13 theilbar ist. Daß dasselbe bei den heiligen Gottesnamen '."in gleich 35 und n gleich 23, sowie bei dem aus den riar -rxi Anfangsbuchstaben des r$sj nn£ •n sich ergebenden trip er, der 91 ergibt, der Fall ist, hat gewiß seine tiefe Bedeutung, und es mag dadurch, wie in jener Allegorie, nach welcher rear st:: npipn er „das Ebenbild unseres Erzvaters Jacob am Throne der Herrlichkeit eingegraben ist", die enge Beziehung sich darthun, in welcher unsere großen Ahnen zu Gott gestanden, und daraus hervorgehen, wie jene erhabenen Männer sich vergeistigt hatten und in dem Ewigen so ganz aufgegangen sind. Sie hatten dem Worte des Allmächtigen Folge geleistet, welches er zu Abraham gesprochen: (1. B. Moscheh, Cap. 17, V. 1) "*th “jSnnn rer n*ni „Wandle vor mir und sei ungetheilten Herzens". Wiederum auch der Buchftabenwerth diese» Wortes D'cr, gleich 490 ergibt in der Quersumme 13. Und in dem Segen, welchen der göttliche Mann nra vor seinem Scheiden den Stämmen Jisroel's spendet, finden wir wunderbarer Weise auch Beziehungen zu dieser Zahl. So besteht der Segen, der Jehuda zutheil wird min* ^p *n vor aus 13 Worten. Dasselbe ist der Fall bei dem Segen Binjomin's, wenn man das einleitende Wort ^os hinzuzählt. Der Segensworte aber, welche Levi und Joseh erhalten, sind für jeden der beiden 4 mal 13 gleich 52. In der Zahl ist zwei Mal der Zahlenwerth des 'i er (des göttlichen Namens) enthalten, vielleicht mit Bezug darauf, daß der Segen Levi's zugleich den aus ihm hervorgegangenen Aroniden, den Priestern, und der Joseph'» dem Doppelstamme anen nrnr zugute kommen sollte. Jedenfalls gibt es zum Nachdenken Veranlassung, daß der in seiner Buchstaben-Anzahl den doppelten Zahlenwerth des heiligen Namens enthaltende Segen Levi's mit den Worten »per beginnt, zu welcher Stelle schon Raschi bemerkt na-c sin nrar „Hier ist die Rede von der Majestät Gottes." Auch der königliche Sänger wollte wohl dadurch auf den nz::n vv> „den hehren Namen" hindeuten, wenn er in dem bn:n bbn (Dem großen Lobgesange) 26mal inen sM 7 ausrief. — Viele unsrer Weisen haben übrigens grade aus diesen angeführten Zahlenwerthen Deutungen geschöpft und weise Lehren und Ermahnungen an solche geknüpft. So sagt Rabbenu Bechaj zur Stelle (5. B. Moscheh, Cap. 17, V. 4.) ae*n rtrvr erläuternd Folgendes: p*nn "pjftr ti»c ’n rx jitrrn ick nxr* rein pro nppjv cm Lime :n::r rmr nrar lixa exp jTioi? :pnn nyra „Dieses atrn ist in Bezug auf seinen Zahlenwerth (23) zu betrachten, und es ist zu verstehen, als sagte die Thora: Du sollst in dieser Angelegenheit nach dem Ewigen forschen, denn der Richter betrachte sich stets als der Majestät Gottes gegenüber, und so trachte er nach dem Ewigen, gelobt sei er, der in Zeit, da er Recht spricht." So mag auch durch den Ausspruch unserer Weisen: c*:e e*er renn: n*vrn „Von 49 Gesichtspunkten (oder nach 49 Acten) wird die Thora erklärt," darauf hingedeutet werden, daß die Thora in der