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Der Israelit · 1898-09-13 · Heft 73 (13.9.1898) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 73 (13.9.1898)
Date
1898-09-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1356 die Herren Kirchcnrath Dr. Kroner, Dr. Stößel, Preßburger-Creglingen, Eichberg-Sontheim, Uhlmann- Lauchheim. Herr Kirchenrath Dr. Kroner sprach in sehr herzlicher und wohlwollender Weise zur Versammlung und gab zu deren besonderen Genugthunng die Geneigtheit der K. Oberkirchenbehörde zu erkennen, die thunlichstc Erfüllung berechtigter Wünsche anzustreben. Es wurde beschlossen: 1) Die K. Oberkirchenbehörde zu bitten, für die 1. und II. Dienftprüfung der Vorsänger eine bestimmte Prüfungs-Ordnung und eine mindestens drcigliederige Prüfungs-Kommission cinzusetzcn 2) Die K. Oberkirchcnbehörde dringend zu ersuchen, in thunlichstcr Bälde an die durch das Gesetz vorn 28. April 1828, Art. 53, verlangte definitive Besetzung der bislang nur provisorisch versehenen Vorsängcrstellen zu gehen und auch bei den hohen Oberschulbchördcn dahin zu wirken, daß dieselben mit Rücksicht ans das Schulgesetz vom Jahre 1858 Art. 5, Ziff. 1, erledigte isr. Schulstellen definitiv zu besetzen. Diese Bitte wird um so berechtigter erscheinen, wenn man weiß, daß 48"/,. aller israel. Lehrer in unständiger Verwendung stehen, 3) die hohe Behörde zu bitten, daß sie Einleitung treffe: a) zur Schaffung definitiver Rcligionslchrcrstellcn in den größeren städtischen Gemeinden; 1») zur Abschaffung der als Ausnahmegesetz empfundenen Vorsängerwahlen. 4) Im Hinblick auf das zur Zeit geltende konfessionelle Volksschulgesetz soll die Errichtung israel. Volksschulen in den Städten als eine Forderung der Billigkeit erstrebt werden. Der bisher siebengliederige Ausschuß wurde mit Nüchsicht auf die bedeutenden Anforderungen, welche die heutigen Beschlüsse an ihn stellen, um zwei Mitglieder vermehrt. In denselben wurden berufen: Stern-Eßlingen, Schmal-Ludwigsburg, Metzger-Cannstatt, Straßburger-Buchau, Frank- Wcikersheim, Preßburger-Creglingen, Hähnlcin-Hall, Spatz-Affaltrach, Uhlmann-Lauchheim. Das gemeinsame Mittagsmahl, bei welchem der Vereinsvorstand das begeistert ausgenommene Hoch auf Ihre Majestäten den König und die Königin ausbrachte, hervorhebend, daß Ihre Majestät die Königin der Unterstützungskaffe alljährlich einen Beitrag zu spenden die Gnade habe, verlief, von verschiedenen Trinksprüchen belebt, aufs Angenehmste, wozu die gute Küche und die aufmerksame Bedienung des Herrn Degginger wesentlich beitrug. Der Vorschlag des Schriftführers Schmal, die üblichen Neujahrsbegrüßungen sich gegenseitig zu erlaffen, fand allgemeine Zustimmung. Hamburg, 11. Skpt. nnue winan haben wir eine cole Frau zur ewigen Ruhe gebettet, Frau Oberrabbiner Stern Wwe., geb. Adler ist am pw nach kurzem Krankenlager sanft entschlafen. Diese Trauerkunde verbreitete sich, obgleich vor naa> keine Zeit mehr gewesen, sie in den Zeitungen bekannt zu machen, sehr schnell von Mund zu Mund und überall wurde sie mit Schrecken und tiefem Beileid für die Hinterbliebenen vernommen, hat doch Jeder von uns, hier wie überall, dies-', durch ihre vornehme Art, ihr frommes Gemülh, wie durch ihren Eoelsinn gleich ousrezeichmte Frau rekannt und schätzen gelernt. — In seiner redegewandten Weese, schilderte Sr. Ehrwürden Herr Oberrabbiner H irsch an der Hand des Salomonischen Gesanges von der „Biederen Frau" die hervorragenden Tugenden der Verklärten als eine wahre b'n ntrx, wie sie im Hause, in der Familie, in der Gemeinde und nach Außen gewirkt, wie man ihr überall die wohlverdiente Anerkennung cntgegengebracht, wodurch sich bethätigte onyspa mwe. Auch nach dem Hinscheiden ihres nnvergeßlichen Galten, wirkte sie in seinem Smne fort ba n**n. Sie sah die Früchte ihres Wirkens und merkle, daß sie gut waren mnc zrc v nayo, darum auch ist ihr Licht mit der Nacht des Todes nicht erloschen ni: nbHa nar xb. Tief ergriffen sprach hierauf Herr Dr. S. P. Nathan schöne Worte des Nachrufes und der Anerkennung, nach dem eigenen Aussprüche des am habe ferne Gattin ihm bei den Schwierigkeiren feines Berufes als wahre Stütze my zur Seite gestanden und ihm dadurch seine Ausgabe erleichtert. Auch für die Talmud-Thoraschule habe sie stets warmes Jntereffe bekundet. Danrr trat Herr Rabbiner Dr. Earlebach aus Lübeck an die Bahre und bekundete, wie er erst vor einigen Stunden von dem Hinscheiden dieser edlen Frau gehört, und daß er hierher geeilt, um ihr noch die letzte Ehre zu erweisen. Er als jüngerer College und Hausireund, der daS eckt jüdische Wirken dieser rvzi und ihres früher verklärten Gatten gikannt, könne hier ausrufeu: zbwb L '22722 Cim 'P'"M p-prn *HT2 ITHf aH'av'an: Es waren noch einige Minuten vor der festgesetzten Zett des Aufnehmens der Bahre zur Verfügung; diese benutzte Herr Klausrabbmer Dukers aus Allona, um auch seinem Schmerze im Klagetone Ausdruck zu verleihen. '"7 jva^trn 'a:a> 'zw rief der Redner den doppelten Ausdruck aus das Zurückkehren von Geist und Körper anwendend, wobei er die weiteren Texlworte, sowie eine schöne ri-raa von den viermal vorkommenden fn sehr treffend auf die Tugenden der Verstorbenen anzupaffen wußte, schließend mit der Tröstung rrm “;7x mm aiy Dann trat die cmapn xamp man in Funktion und obgleich nur alle Mai ein ivL'a an die Reihe kommt, waren doch hier sämmtliche mxa; Deputirte und fast alle Mitglieder zur Dienstleistung

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