Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 24 (24.3.1898)
- Date
- 1898-03-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2448857-2448881--45687-2495995- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
XXXK. Jahrgang. M 94, Der Israelit. Ein Gentrat-Hrgan für das orlhodore Zudentlnnn Begründet von Dr. ITeljman« in Msinz Donnerstag, de« 24. März 5658 (1898)._ Da mit dem 1. April 1898 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. In der Postzeitungsliste pro 1898 eingetragen unter Nr. 3684. Neu eintretende Abonnenten (Postabonnenten gegen Vorlage der Postquittung) erhalten unser Blatt bis Ende März gratis. Leitender Artikel. Kagaday schel Wesach. Zwölfte Serie. * Mainz, 23. März. II. sw H '2 n*o )b '2. An jedem Morgen, wenn wir in einer Reihe herrlicher Psalmen den Allgütigen gepriesen haben, sprechen wir am Schluffe derselben 121 -in jm. Diese erhebenden Bibelverse sprach der Psalmensänger David, nachdem er die reichen Schätze, welche er für den Tempelbau gesammelt, dem Thronerben und dem Volk übergeben hatte. Unnachahmlich sagte er darin, daß Gott allein alles gehört, was Ehre bedeutet und Ehre giebt. .-wboon n n 121 -rn ^121. „Dein Gott ist die Größe und die Macht und die Herrlichkeit und der Sieg und die Majestät, denn Dein ist alles im Himmel und aus Erden; Dein ist die Herrschaft und was sich nur irgend wo zum Haupt erhebt." In den Selichottagen und am Vorabend des Versöhnungstages, bevor wir unsere heißen Gebete um Vergebung zum himmlischen Vater emporsenden, schildern wir die Allmacht Gottes, dessen Eigenthum Alles ist, was da im weiten Weltenraume vorhanden, im Anschluß an den 89ten Psalm.! Den Mittelpunkt unserer Betrachtung bildet dabei der Vers wno* rww nrüvi px s'vrr> 1 „Dir gehört der Himmel, auch Dir die Erde, die Welt und was sie füllt, Du hast es begründet." Am Morgen des Versöhnungstages geben wir dem Gedanken, daß Gott unvergleichlich ist und ihm allein Ehre gebührt, in einem Kranze von Festgedichten Ausdruck, die sich an die Worte des Propheten Jirimijahu anlehnen. am jba ixt vb va '121 nnK1' „Wer sollte Dich nicht ehrfürchten König der Völker, denn Dir gegenüber geziemt es sich, denn unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist keiner wie Du." Am Schluffe des Sederabends, wenn wir alle Gedanken des Lobes und Preises in den Hymnen der heiligen Feier ausgeströmt haben, die vor Allem einer unbegrenzten Dankbarkeit unserem Schöpfer, Retter und Befreier gegenüber gewidmet ist, dann faßt unser Festgedicht die gewaltigen Gedanken, welche in den oben genannten Bibelversen enthalten sind, in den kurzen für den Fernstehenden unverständlichen Satz zusammen: 7b o *p -jS *f?. Es wird mit gesagt, daß auch, wenn unser Mund stumm wäre und wir kein Wort hätten, um Gott zu preisen, doch alle Ehre und Alles was nur irgend Ehre bringen kann, Gott gehört. Als David die kostbaren Schätze des HeiUgthums dem, ob der Pracht und des Glanzes staunenden Volke gezeigt batte, sprach er in 7121 es aus, wie nichts übrig bleibe, womit die Menschen dem König der Ehre Ehre erweisen könnten, und daß alles, was wir haben, uns von Gottes Hand gegeben wurde yra ten 7T0 '2 wu denn von Deiner Hand ist Alles und was aus Deiner Hand kommt, das haben wir Dir gegeben.