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Der Israelit · 1898-03-17 · Heft 22 (17.3.1898) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 22 (17.3.1898)
Date
1898-03-17
Page
– (sequence 12)
Language
German
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410 Rabbiner Braun, Schneidemühl, über die Bedeutung des Vereins, die den Beifall der versammelten Gemeinde fand. Bei dem hierauf stattgefundenen Festesten wurden verschiedene Toaste ausgebracht. Das ganze Fest verlief in schönster Weise. Oesterr.-Ungar. Monarchie. § Fiinfkirchen, 6. März. Wir hatten am Sabbat einen seltenen Gast hier. Es war dies der Sendbote (n^pia) aus der Heilgen Stadt, Rabbi Nachum Levy, der über Bosnien, in dessen Hauptstadt Serajews er sich einer Operation hatte unterziehen lasten, hieher gekommen war, um nun auch in unserer Gemeinde einen Beitrag zu den Kosten seiner Heimreise, die er über Fiume und Alexandrien anzutreten gedenkt, zu erhalten. Obwohl nun der Rabbi kein Neuling mehr in unserer Gemeinde ist, da er schon vor einigen Jahren hier geweilt hat, so fand er dennoch auch jetzt eine freundliche Aufnahme bei uns und wurde er mit Geldspenden hier reichlich bedacht. Es zeigt dies eben, daß auch in unserer Gemeinde die Liebe zum Lande der Väter noch nicht erloschen ist. Wie der Rabbi hier mittheilte, beträgt jetzt sein jährliches Einkommen, das er von der Chaluka (Spendenvertheilung) bezieht, 800 Piaster, also ungefähr 150 Mark. § Pretzvurg, 10. März. Der Beschluß unseres verehrten Oberrabbiners *ninö toan -nxian nn '*a "iBiD ean, daß an unserer Jeschibah von nun an auch die ungarische Sprache, Literatur und Geschichte gelehrt werden sollen, hat in den hohen Regierungskreisen große Befriedigung erweckt und äußerten besonders der Ministerpräsident Baron Banffy und der Unterrichtsminister Dr. Vlassics ihre Freude darüber, daß nun auch der Leiter der Preßburger Jeschibah, der doch an der Spitze der ungarischen Orthodoxen marschiert, zur Ueberzeugung gelangt ist, daß es nöthig sei, die talmudbeflistene Jugend unseres Landes mit der Sprache und Geschichte der herrschenden Nation, der Magyaren, bekannt zu machen. Die Vorträge in diesen neuen Schulfächern werden schon mit dem Anfänge des nächsten Schuljahres beginnen und in den Räumen der hiesigen israelitischen Bürgerschule stattfinden. Die Namen der beiden Profestoren, die berufen sind, diese neuen Gegenstände zu dociren, O e ft e r r e i ch e r und Fischer, bürgen dafür, daß unsere Bachurim nun auch tüchtige Magyaren sein werden. Rußland. ** Petersburg 24. Febr. Der Senat hat ein wichtiges Urtheil gefällt. Im Dorf Petrowka, Bez. Bender, Gouo. Bestarabien wohnen 48 jüd. Familien. Im Jahre 1841 haben sie oder ihre Väter vom Fürsten Wittgenstein Land in ewige Pacht genommen, darauf Häuser gebaut und sich angesiedelt. Zur Weide für ihr Vieh erhielten sie 200 Destjatin, zürn Ackerbau 180 Destjatin Land. Das blieb unangefochten bis zum Jahre 18i*l. Der neue Besitzer Pawel (Paul) Ralli machte ihnen das Weide- und Ackerfeld streitig und erfocht vom Landgericht zu Kischenew ein obsiegendes Erkenntniß. Auf Appellation des Rechtsanwalts Kupernik hob der Senat das Urtheil auf und setzte die Juden in ihre Rechte ein. vermischtes. Basel, 8. März 1898. Wir hatten heute Gelegenheit, den Schomre Thora-Verein nicht, wie gewöhnlich, von der ernsten, sondern auch von der humoristischen Seite kennen zu lernen. Die „Purim-Feier", die der Verein veranstaltete, war ebenso stark besucht, als sie einen durchschlagend glänzenden Verlauf nahm. Hotel Braunschweig lieferte den nahezu hundert Theilnehmern, worunter die Elite der Baseler Gemeinde vertreten war, ein vorzügliches Menu, und das Programm war reichhaltig und gediegen. Es wurde an Theater, Vorträgen rc. soviel geleistet, daß sämmtlichc Anwesenden bis Morgens 2 Uhr in fröhlichster Stimmung beisammen blieben. Das Fest, das ein echt jüdisches Gepräge halte, kann ein wohlgelungenes im wahren Sinne des Wortes genannt werden und zweifeln wir nicht, daß dem Verein, der erst vor 2 Jahren ins Leben getreten ist und der sich bei seinem ersten Schritt in die Oeffentlickkeit so große Sumpatbieen erworben hat, eine schöne Zukunft beoorfteht. T. Saargemürrv, 15. März. Die hiesige israelitische Eultusgemeinde, die mehrere hundert Mitglieder zählt, hatte bis jetzt keinen eigenen Friedhof, sondern mußte ihre Todten nach der über eine Stunde entfernten Gemeinde Frauenberg bringen. Da im letzten Jahre der neue Friedhof unserer Stadt ganz bedeutend vergrößert werden mußte, haben sich die Israeliten an den Gemeinderath gewendet, damit ihnen ein Theil davon abgetreten werde. Die Verhandlungen sind zur Zeit im Gange und werden gewiß zu einem befriedigenden Ausgang führen. Der alte Friedhof, der mitten in der Großhafenstraße liegt, wird in einen Stadtpark umgebaut. Briefkasten der Redaetiou. S. L. in E. r Wir können Ihnen zu unserem Bedauern über Angefragtes keine Auskunft geben. Wahrscheinlich geht es nicht, fragen Sie indeß einmal einen dortigen Rechtsanwalt. Briefkasten der Expedition. I. S> in D.—S.: Betrag von fl. 4.—, und L. F. in N — Surany: Betrag von fl 3—, dankend empfangen. E I. in WienWir bitten um nähere Angabe Ihrer Adresse, da das für Sie bestimmte Exemplar des „Israelit" stets mit dem Vermerk „unaufsindbar" zurückkommt._ 3 Meter Buxkin-Stoff zum Anzug 3 Met. Sommer-Buxkin z. Anzug f. M. 4.05. 3,30 „ Buxkin liormand „ „ „ „ 4.75. 3,30 „ „ Belmont „ „ „ „ 5.45. fürM. 3.7o. Pfg. 3 „ Cheviot i. all. Farben „ „ „ 5.85 Mod. Anzug- Hosenu. Ueberzieherstoffe -V in grösster Auswahl Muster versenden in einzelnen Metern franco ins Haus auf Verlangen Oettinger n. Co., Frankfurt a. Al. franco ins Hans. Versandthaus. Separat-Abtheilg. \ GMt.sol.Stoffz.Kid.M.140 k. Damenstoffe: / 6 „ Loden n , „3.90

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