Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 71 (8.9.1898)
- Date
- 1898-09-08
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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vm auf den nächsten Zag zu verleben, wird gestellt, aber abgc leimt- Das 'Ann t erliiilt der rh'efeienr dcd Craaiiifat oiieausschiisseS Tr- :>.>t a r in o r e f Die Anträge ds .Komitees iverden verlesen und dem 'Jlft ouofomitcc als Material überwiesen für den nächsten Kongreß zn nntcrbrcitenke Anträge. ES folgen im tatife der Sitzung verichiedene 'Wahlen In das engere Aktionskomitee wer en de Herren TTr. He zl, Kokesch, Schnircr, Minn, Kahn, für Herrn Tr. Mintz, der die ckKnhl nichr annimmr, rXrchitekt Bl rmorel gewählt. Bezüglich der Kolonialbank erhebt sich eine lange Debatte über das '^tort „Cfiem." schließlich nimmt Tr. B ode n l) ei m e r die Einingting der Worte „i n S b ef o nd e r e in Svrien Palästina" an. Tr. Blotzkin wünscht, daß nicht nur Bankiers in das .Komitee gewählt würden, sondern auch Männer, die sonst auch geeignet und erprobte '-lionisken seien. Ascktlenasi wünscht, unter stürmisrlien Dchlnsnnsen der Versammlung, daß die Bank überhaupt nicht ins steben trete Pineles verlangt, daß nur In en 'Aktien zeichnen tömicit. (2 u v f i n wünscht tut Namen der Minorität, daß die Bank ans genossenschaftlicher (Grundlage errichtet iverde. Din Antrag ans Schluß der Debatte tvird dahin modifieiert, daß zuerst noch zt ei Generalreder >u>t u. contra reden tollen. B a in b n ö (contra) befürchtet, daß durch die Bstalil des Sitzes in London die Mitglieder nicht der Generalverfammlnng beiteohncn können, und daß dadurch eine nichtzionistische veitnng ermöglicht werde. Ter Kongreß solle Einklnß aus die Ueimng erhalten Alan solle die Gründung beschließen, aber die Statuten sollten noch einmal vorgelegt werden. Tr. Marmor et «pro» widerlegt einige .'Xeoner. Tie Hinausschiebung der Bankgtttndang wäre ein großer Fehler. Schließlich werden die .'Xewlnlioiien mit der obenerwähnten 'Abänderung mit großem Bl ehr angenommen. Schluß der Aachmittagssitzting ö1/^ llhr. Abendsitzung. <7 Uhr.) Die .K o I o n i f a ti o n s d e ba 11 e wird ausgenommen: (>S iverden verschiedene Zusatzantrüge gestellt. Blau wünscht, daß die Kolonisationspcreine besteben bleiben. S ess bemerlt, daß es nicht das Wichtigste fei. daß man sich eine „öffentlich-rechtliche" Heimstätte erwerbe, sondern daß man in U'enuß der Menschenrechte das bXutd der Bibel bewohne unter welcher Form auch immer. Bi inst wird gegen die .Aefolntionen sti miieit. Er ist gegen die langsame (Astonisation Er erblickt darin teilte Volkshilfe. Das Volk tritt radikale Hilfe. Bambus wendet sich gegen den Ausdruck „Einschmuggeln von Familien". Er bestreitet die Nichtigkeit der gestrigen Angaben des Herrn Dr. Motzkin. Scinc Anklagen sind nicht gerechtfertigt: das Mistranen der i'imvcmbercv geget: ihre veiler ist nicht begründet, wie der.'Xedner an Bcifvielen ailsznfi'iltren versucht. Auch weist cr die .Kritiiiernng der Aothschildschen Kolonien zurück. klt ab in v witsch becimiggt l daß die Aufhebung des Einwanderungverbotes ertvirii werde, st. daß stand anzukausen sei, st. den Kolonisten im stände beizttstebcn und 4. daß in .Konstantinorcl ein Erektttiv .u'omitce als Bindeglied zwischen dem stolonifationsansschuß und den türkischen Behörden errichtet tverde. Trstötv e sagt, daß er die Aeise mit Herrn BambnS zusammen gemacht habe nno daß cs damals in der kurzen Beit nnmögiich war, die richtigen Eindrücke zu gewinnen. Er nimmt die Kolonisten gegen die Vorwürfe des Herrn Bambus in Schuß. Kolonisten und Zionisten gelten zusammen. Pineles findet es begteistich, daß die Kolonisten in den ersten Fahren gelitten haben. ES fei hier Mitleid nicht am Platze. Tic Mnthlofi'glcii, wie sie Tr. Motzkin ge scbildert, beslcltc nicht stleferetu toar nnrichtig infortniert.! Tr. Btotzkin bat Die 'Borgängc in den stoloiiicii feir Jahren I beobackitet. Et tvendet sich besonders scharf gegen BambttS.! Für seine Beltanpningen kann et vollgültige Betveise erbringen. Das Brote,tionsvstettt besteht. Tie .Kolonisation sott auf gefnttder BastS bestehen, und soll in voller Ceffeni lfchkeit vor sich geben. Schluß der Debatte. Tie Anträge der Kommission iverden angenommen. Rede des Herrn Dr. Ehrenpreis. 'Aach einer in hebräischer C turnte gehaltenen Einleitung, sagt der Aedner Folgendes: Auch diesmal ist uns die Aufgabe ztigefallcn. die Knt turfragen zn erörtern und die allgemeinen Anträge zn forntnlicren, welche für das nächste Fahr maßgebend fein iverden, und auch diesmal tonnten Um etwas spät und sehr erschöpft zu der Besprechung so wichtiger Fragen. Auch diesmal mtiß ich daher um Verzeihung bitten, wenn ich die Fragen nicht in de nruhigen Breite behandeln und mich nno auf die allgemeine Begründung meiner Anträge be:cl>ränken tverde Zunächst liegt es mir ob einen allgemeinen Frrthum richtig zn steilen. Das Work Kullnr hat in einem großen .Kreiie nn'crer Gesinnungsgenossen, besonders der gesenestreuen Fndcn in stinßland Verstimmung bervorgcrnfen. Es ist Fhncn bekannt, daß schon im letzten Fahre eine Stimme sich erhoben hat, daß der Fioni inns die religiösen Angelegenheiten nicht tangiere. TaS Wort Knltttr hat diele Bedenken von sticuem wachgenisen Tie Eommiifion kür Knltttr link sich damit eingehend beschäftigt und hat festgesetzt, daß die Knltnr. mit die es sich handelt, nicht von der Art ist, daß sie irgend welcher Aichmng nahe zn treten geeignet ivörc und T>'. (Uastcr tvird Ihnen fvüter im Aufträge der (Iuntnisüon eilte :Kcfolution uorlefcu, kvclchc klipp und klar ansdrnckt, daß die Kultur, die wir suchen, weder religiös noch antireligiös, sondern national ist. 'Aste denken wir sie st Meinen Sie ja nicht, daß sie gemacht tvird durch .Konserenzbeschlüsse oder durch .Kongreß' beschlstsse. Ter Knltnrynngcr in nnS kann durch solch rein platonische Fustimmnngen nickit gesättigt iverden, beim fraget unsere Hutter, ob sie sich damit zufrieden geben können, wenn sie den Schekel zahlen und wenn sic Aktien zeichnen, ob nichr eine liefe stcere in ihrem Herzen zmückbleibt, wenn sie sich fragen, uüe sind wir Inden st Wie so theilen wir die großen Hoffnungen für die Inknilslst Wie können um von unserer Fugend verlangen, daß sie an mt'erer Arbeit kheil ucjnuett, tuie von unseren Männern, das; sic ein opserfrendigcS (Geschlecht erziehen, von unseren Fratteit, daß sie ihre Männer in opfcrschtverem .Kampfe stärken, wie von unseren Blädchen, daß sie sich begeistern, tvenn sie vom ganzen Fndenlhntn nur die 'Aeußetlichteilen und nicht den Inhalt kennen Hier ist der Punkt, tvo eine stücke ist, die, wenn sie jetzt nicht gut gemacht tvird, nicht mehr gut zn machen ist. Ich will eS ansiprechen nach oben und unten, ernst und diu dringlich, daß es nicht mehr so gehen kann und daß man uns in Iukunst nichr mehr mit Aesolutionen abspeisen kann, sondern mit ostenen T Haien. Beifall.» In erster stinie ist cs eine rein moralistte Thiitigkcik. Der Kongreß tvird feine große Autorität dahin geltend uhi.ten, bau jeder Jude, der an sein VolkSlhtmi glaubt, die hebräische Sprache erlernen und die Geistesschäne seines Volkes kennen lernen soll Großer Beifall). Tie Väter sotten ihre Kinder;n wahren Inden erziehen, die hebräisch sprechen und fühlen, die nicht mix* in zionistischen Agitations- Versammlungen zu sehen sind. Diese mvralischc Unterstünnng wird eine große Tbat fein. Damit wirb eS aber nickst sein Beivenden haben Schon im vorigen Faltre ist von mir hervorgehoben worden, daß