Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1898-02-14 · Heft 13 (14.2.1898) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 13 (14.2.1898)
Date
1898-02-14
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2448857-2448871--45462-2495725
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

244 bauen und die nöthige Bedienung derselben zu unterhalten und 3) Handel und Gewerbe in etwas größerem Umfange als bisher zu betreiben. Sprechfaul. Hambl»r-, 11. Februar. Meine Artikel in Nr. 6 und 10 deS „Israelit" geben Herrn A. Jacobsen Veranlassung, eine von Gehässigkeit und Unwahrheiten strotzenden Intervention von Stapel zu lassen, die ich doch nicht unerwiedert resp. unberücksichtigt lassen darf. Hierbei werde ich aber Herrn I auf das von ihm betretene Gebiet nicht folgen, wenngleich ich um Material nicht in Verlegenheit gerothen könnte. Ich konstatire auch, daß meine beiden beregten Correspondenzen keinerlei Gehässigkeit und persönliche Angriffe enthielten, sondern nur berechtigten Interessen dienen sollten. Die mir von den maßgebendsten Persönlichkeiten und meinen zahlreichen Freunden ausgesprochene Anerkennung beweist mir, das Richtige getroffen und meinen Zweck erreicht zu haben. — Zuerst bestreite ich Herrn Jacobsen. daß ich mich bei Abfassung des Artikels in irgendwelcher Erregung befunden hätte, die empfinde ich auch heute beim Durchlesen seineso freundschaftlich gehaltenen Artikels nicht; auch bin ich über die Zeit der Entwicklung hinaus, da ich kein „evümt' mehr bin. Ferner, daß die Artikel als „rein persönlicher Erguß". denen die übrigen Mitglieder deS S. Verb., welcher Partei sie auck angehörigen mögen, fern stehen, zu betrachten seien, daS Gegentheil davon ist die Wahrheit. Ich kenne überhaupt keine Partei, kämpfe vielmehr für die Erhaltung de- Synagogen-VerbandeS, dem es kraft feiner Statuten obliegt, die religiösen Institutionen, die ich nicht gefährdet sehen möchte, zu pflegen; daß hierbei Meinungsverschiedenheiten obwalten, wer wollte dieses beklagen, daist ja eben das belebende Prinzip jedes Gemeinwesens, nur dürfen dabei persönliche Leidenschaften und Eitelkeiten nicht hervortreten. Zu den von Herrn Jacobsen ferner herangezogenrn im Dezember stattgefundenen Wahlen übergehend, ist es unwahr, daß ich in letzter Stunde Gegencandidaten aufgestellt habe; mehrfache Verhandlungen sind hierüber etwa vierzehn Tage vorher, theilS zur Herbeiführung eine- Compromisse» theils der eigenen Candidaten wegen gepflogen worden. Wenn Herr I. kein Interesse dafür bekundet, so kann man das nur bedauern. Nur ungern konnte ich mich entschließen, eine mir mehrfach angetragene Candidatur, nachdem einige auf meinen Vorschlag nominirte Herren abgelehnt hatten, anzunehmen, das hinde.te mich allerdings nicht, in den Wahlkampf einzutreten, wobei nur eine ganze verschwindende Majorität — es handelte sich um etwa 7—8 Stimmen — die gegnerische Seite zum Siege führte. Hi rbei sei bemerkt, daß es sich im Ganzen um vier Candidaten handelt, während über zwei davon Einstimmigkeit herrschte. Wie nun Herr Jacobsen mir gegenüber zu der Ermahnung gelangt, die Streitaxt nicht hervorzuholen, ist mir ganz unverständlich. Weiß der Herr I. nicht, daß ich seit sechs Jahren im Repräsentanten-Collegium der Gemeinde, fortwährend für eine Verständigung thätig gewesen? Daß ich im Emverständniß mit der Verwaltung des Langenfelder nnupn no einen Vertragsentwurf ausgearbeitet hatte, der die Interessen der Gemeinde in jeder Weise schützen sollte, und daß man schließlich auf pure Urbergabe bestand, wodurch die Verhandlungen abgebrochen wurden? Was hat überhaupt der Synagogen- Verband mit Begräbnißwesen zu thun? Wozu Herr Jacobsen ermahnt, das habe ich ja wiederholt in Versammlung n ausgesprochen, aber auf der andern Seite hat man den Leuten immer »augtrochen", nach welchem Felde sie riechen rro m »TW ^Ohlsdorf oder Langenfelde) um danach erst sachliche Angelegenheiten zu entscheiden— Herr Jacobsen selbst pflegte davon zu erzählen. Herr I. meint, ich hätte dem Synagogen-Verband einen schlechten Dienst erwiesen; darüber läßt sich streiten, ich glaube das Gegentheil. Warum aber Herr Jacobsen noch eine Lanze für trefene Hochzeitsmahle zu brechen sucht, das setzt mich in Erstaunen. Mein Passus dieserhalb, sollte doch nur die Gegensätze vor Augen führen. nDJlsn n’ID men haben bisher nie stattgefunden. Daß der Vorstand des Synagogen-Verbandes die Errichtung der Bencckcstraße-Syiiagoge mit verschuldet, war doch meine Behauptung, daß die Verhandlung zwecks Uebergang derselben in den S.-Verband nicht zu dem gewünschten Ziele führte, hat Niemand mehr wie ich bedauert, die Verhandlungen aber sind längst abgebrochen; was ich mit meinem Artikel daran stören konnte, weiß Herr I. wohl selbst nicht. Wer für DDN einzutreten vorgiebt, muß diesem auch entsprechen. Schließlich komme ich auf die Erwiederung des Herrn Calmann, dem ich gerne zugestehe, recht sachlich geblieben zu sein, wobei ich aber conftatieren möchte, daß ich seine ehrenwerthe Person weder angegriffen, noch angreifen wollte, im Gegentheil habe ich sein Zurücktreten lobend hervorgehoben Ich kann aber nichts dafür, wenn Herr C. sich mit seiner Schöpfung identifizirt. Auch ich segle nicht unter verdeckter Flagge; jeder hier so gut wie Herr Calmann kennt mich als blsherigen Correspondenten des „Israelit" unter meinen Initialen: H. B. > Vermischtes «*• Gtraßbrrrg Die „Gegenseitige HülfeleistungS-Gescllschaft der Israeliten von Straßburg", gegründet im Jahre 1849, hatte 1897 bei 135 Mitgliedern 10,281 Mk Einnahme, von welchen 10,115 Mk. verausgabt wurden. Briefkasten der Redaktion. 1. B. in B-: 1. Nur wenn l'1!2 von Leuten, die ausgefaftet haben, anwesend sind, leint man 2. D’D’ IHN? 'TT«?; 3. Nur der eines Gefetzesgelehrtcn, der von außergewöhnlicher Bedeutung war, soll D"2 in die Synagoge gebracht weiden. R. Abraham Danzig T'T im ctin ncon n"’ p"D l"p erzählt, daß man den ynN des R. Elia von Wilna)"l, bei dessen Beerdigung in die Synagoge gebracht habe, und daß in Folge dessen man ähnliche Ehre auch minder Bedeutenden nach dem Hinscheiden erwiesen habe R. Abraham Danzig hält dies für ein großes Unrecht und räth. um jedem Mißbrauch entgegenzutreten, in keinem Falle D“2 den JDN in die Synagoge zu bringen. 4. Wer für einen Bruder, der keine Söhne hat. lp'Np sagt, sagt diese? 11 Monate; hat aber nicht das Recht einen zu verdrängen 6 Meter zum Kleid für M. 3.90 Pfg. -m- H ei 8 t 6 r auf Verlangen ranco ins Hans. Loden solid. Qualität. 6 Meter 'Waschstoff zum Kleid für M. 1.68 K „ Sommer-Nouveaut4 „ „ „ 9.10 C „ ,, dop.br „ „ 9.70 6 „ Cachemir,reineWoIle„ „ „ 4.50 Mod. Ktaider* n. Blonsenstoffe in grösster Auswahl versenden in einzelnen Metern franeo ins Hau« OettJnger u. Co., Frankfurt a. M. Versandthaus. Modebilder gratis. Separat-Abtbeilg. ( Stoff z. gnz. Anzug M. 8.75 f. Herrenstoffe: l Cheviot „ „ „ f.85

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.