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Der Israelit · 1898-02-10 · Heft 12 (10.2.1898) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 12 (10.2.1898)
Date
1898-02-10
Page
– (sequence 17)
Language
German
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SBer jteraelif. Central-Organ für das orthodoxe Judcnthum. Ilatier für die israek. Schute. 10. Fevr. U!0«.1 WtzKWL. Vrilrse LW Kr. LL. l«r. s. Derelll der jSd. Lehrer in Winlailki md MeWle». Protokoll der ordentlichen Generalversammlung, abgehalten am 2. Januar zu Bonn. Anwesend folgende 27 ordentliche Mitglieder: Alexander—Höringhausen, de Beer—Meisenheim, Block—Meisenheim, Block—Oberhausen, Brisch—Mülheim, Cohen—Rees, Dahl—Westercappeln, Dobrowolsky—Münstereifel, Eckstein—Elsdorf, Goldschmidt —Köln, Gut—Köln, Dr. Heilberg—Euskirchen, Hevum—Frechen, Kann—Hohenlimburg, Köstrich— Wickrath, Kalten—Poppelsdorf, Lswinsohn—Kempen, Frl. Liebermann—Düsseldorf, Michael—Werl, Mayer —Brilon, Nansenberg—Neuwied, Salomon—Altenkirchen, Salomon—Beuel, Samuel—Bendorf, Seelig— Siegburg, Spier—Wesel, Sulmann—Köln, Vogel- Altena. Als Gäste waren erschienen: der Rabbiner der Bonner Synagogengemeinde, Herr Dr. Cohn, sowie der erste Vorsitzende dieser Gemeinde, Herr Rob. Goldschmidt, die Vorstandsmitglieder Moritz David und Max Herschel, ferner die Herren Louis Jäger, Hermann Höchster, Cantor Josef Abraham und Lehrer a. D. Kossmann. Entschuldigt hatten sich die Kollegen: Abraham— Kettwig, Adler—Ouackenbrück, Berlinger—Illingen, Cohen—Lechenich, Josef—Solingen, Sassen—Linnich, Spier—Bocholt und Weiler—Paderborn. Um 1!22 Uhr Mittags eröffnete der Vorsitzende, G o l d s ch m i d t—Köln, die Versammlung und begrüßte mit herzlichen Worten die erschienenen Gäste und Mitglieder. „Freue Dich Sebulun mit Deinem Ausgange, Jsachar, mit Deinem Zelte", diesen Segensspruch, den wir im vorwöchentlichen Thoraabschnitt vernommen, vorausschickend, machte der Vorsitzende darauf aufmerksam, daß auch heute noch die frucht- | bringende Thätigkeit der jüdischen Lehrer von der Mitarbeiterschaft der Gemeinden, resp. deren Vorstände bedingt sei. Wie damals der Kaufmannsstamm Sebulun gern und freudig für den zu Hause bleibenden, sich der Wissenschaft widmenden Stamm Jsachar gewirkt und gestrebt habe, dieser wiederum seine wissenschaftlichen Errungenschaften dem Sebulun gern zu Gute kommen ließ, so ist auch heute noch ein gedeihliches Vorwärtskommen der jüdischen Lehrerschaft nur durch Mithülfe der Gemeindemitglieder und Gemeindevertretung möglich. Wenn der preuß. Volksschullehrer in letzter Zeit durch die erlangte Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst und durch das Lehrerbesoldungsgesetz ganz gewaltige Fortschritte sowohl in idealer, als auch in materieller Beziehung gemacht hat, dann ist es eine unabweisbare Ehrenpflicht der jüdischen Gemeinden, auch den jüdischen Lehrer allmählig besser zu stellen. Es dürfe nicht verkannt werden, daß sich die Lage seit Beginn dieses Jahrhunderts gebessert habe, aber noch vieles, vieles bleibe zu thun, und die berufenen Vertreter zur Erreichung dieses Zieles seien die jüdischen Lehrervereine; daher bitte er die anwesenden Kollegen, den Vereinsgedanken zu fördern und in immer weitere Kreise zu tragen. Auch der Vorsitzndedes Bonner-Synagogenvorstandes, Herr Robert G o ld sch m i d t, betonte hierauf die hohe Wichtigkeit des Lehrerberuses und versicherte in herzlichen Worten seine Sympathie für die Ziele unseres Vereins. Der zweite Vereinsvorsitzende, Snlwann— Köln, gab hierauf in lichtvollen Ausführungen ein

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