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Der Israelit · 1898-02-03 · Heft 10 (3.2.1898) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 10 (3.2.1898)
Date
1898-02-03
Page
– (sequence 18)
Language
German
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MW 194 Oester r. -Ungar. Monarchie. ** Wien, 28. Jan. (Das Heer und die Juden.) Durch die antisemitischen Blätter machte in den letzten Tagen eine Notiz die Runde, in welcher nach Angaben eines Herrn Theophil Marunowicz aus dem Jahre 1881 behauptet wird, daß es im österreichisch-ungarischen Heere nur 19 Juden pro Mille der Bevölkerung gebe. Selbst für das Jahr 1881 ist diese Ziffer ganz und gar unzutreffend, denn es dienten in dem genannten Jahre nach den amtlichen Feststellungen des militärlratistischen Jahrbuches 28 jüdische Soldaten pro Mille in der österreichisch-ungarischen Armee, wobei die jüdischen Ossiciere nicht mitgerechnet erscheinen. Der Procentsatz jüdischer Heeres-Angehöriger ist jedoch vom Jahre 1872, wo er blos 15 pro Mille betrug, bis zum Jahre 1893, mit melcfyem die militärstatistischen Publicationen abschließen, constant und sehr erheblich gestiegen. Im Jahre 1893 dienten im österreichischungarischen Herre 40.344 jüdische Soldaten --- 38 pro Mille und 2179 jüdische Osstciere ----- 81 pro Mille, zusammen demnach 42.532 Juden 39 pro Mille. In der Bevölkerung entfallen nach der letzten Volkszählung auf je 1000 Seelen 45 Juden. Es war also im Jahre 1893 der Durchschnitt zwar noch nicht erreicht, doch ist die Quote bis zum Jahre 1898 zweifellos so weit gestiegen, daß sie demselben sehr nahe gekommen sein dürste. Schweiz. Lausanne, 2. Febr. Noch nie hat die israelitische Gemeinde Lausanne ein so schönes Fest gefeiert, als am 24. v. M. Der Kanton Waad feierte nämlich das hundertjährige Fest der Befreiung vom Kanton Bern. Die hiesige jüdische Colonie wurde zu dieser Feier durch eine Einladung der Obrigkeit eingeladen, um diesen Tag mit der Stadt zu feiern. Der sale centrale, der etwa 500 Personen ausnimmt, war bis auf den letzten Platz besetzt. Viele Christen haben am jüdischen Gottesdienst beigewohnt. Herr Obcrrabbiner Dr. Wertheim er aus Genf, Professor an der dortigen Universität, hielt die Festrede, die sehr beifällig ausgenommen wurde. Herr Cantor Lehmann und der Chorverein leisteten Vorzügliches, die christlichen Mitbürger waren von der Feier ganz entzückt. L. 13. 8. Vermischtes. F. Wesel Am EJ2K' nny beging die hiesige fODD das Fest ihres t19-jährigcn Bestehens in herkömmlicher Weise. Nachdem die Mitglieder sich Mittags in der Synagoge zum fllp an versammelt hatten, sand im Chevre- Saale da' großes Festessen statt, an welchem fämmtliche ca. 20 Mitglieder sich betheiligten. Von dem wohlthätrgen und jüdischen Sinne, der in der Gesellschast herrschend ist, zeigt wohl der Umstand, daß das Benschen (Tischgebet) bei der Versteigerung den ansehnlichen Betrag von 87 Mk aufgebracht hat, welcher den hiesigen Armen zugcwandt wurde. Unsere Chevre kann für Wesel als nn Hort der Gesetzestreue betrachtet werden. Allabendlich wird in derselben UDT3 iriyo gebetet und ein Vortrag gehalten. Zu letzterem versammeln sich die Mitglieder auch an jeden: EH;? rottf. Als Hauptverpflichtung sieht die Chevre es an, für ihre verstorbenen Mitglieder, sowie für die in ihr cingekausren Verstorbenen den Jahreszeittag zu halten bczw. zu sagen, was auch in pünktlichster Weise besorgt wird. Dem Wirken der Chevre, dem ihr entströmenden jüdischen Geiste ist manches Gute in unserer Gemeinde zu verdanken, liebe:Haupt macht, was den Gottesdienst betrifft, Wesel eine rühmliche Aus,.ahme von anderen Orten. Während vor ca. 50 Jahren allerlci Neuerungen in den Gottesdienst eingeführt und weitgreifende Reformen vorgenommen waren, die Neuerungssucht sich sehr bemerkbar machte, ist gottlob schon seit vielen Jahren ein Umschwung eingetreten, und werden die heiligen Traditionen und Satzungen unserer Väter in Bezug aus den Gottesdienst wieder streng beobachtet. Möge cs so blcck'en PLI '.1' fli ]DN TNUD n>N’3 Np. London Tie unter den Auspicien des Herzogs von Cambridge eröffnete Sammlung, aus deren Ertrag das jüdische Waisenhaus in Wcst-Norwood vergrößert werden sollte, ist jetzt geschlossen worden. Dieselbe ergab die recht respektable Summe von 301 685 Frcs. Anzeigen. Für bei: folgenden Theil ist die Redactiov nicht verantwortlich. fcfyrüng geslllhl. Ich suche für meine Manufaktur- Colonial- und Baumaterialienhandlung e. Lehrling aus guter Familie, mit guten Schulkenntnsisen, unter günstigen Bedingungen. Samst. und Feiertage geschlossen, Kost und Logis im Hause. Eintritt nach Ostern. (845 S. Schuster, Hammrlburg (Bayern). In meinem Berlage erschienen: Wurim ülmanadj Deklamationen n Lustspiele sür das Purimsest. 2 —4. Sammlung (t vergriffen) » Mk. 1. (2ä A. Holdschmidt, SuHhMMng, Donidug, HBLerichtiguug In dem Aufruf Nr. 783 für den nothleidenden Gelehrten greis soll es heißen: Durch Herrn Lehrer Friedenhain—Würzburg gesammelt Mk. 70.50, und nicht durch Herrn Lehrer Pollack. MMug-GM. Für mein Consections- und Manufacurwaaren- Geschäft suche per 1. Januar einen iSr. Lehrling, aus anständiger Familie. Samstags und Feiertage geschlossen. Kost u. LogiS gegen Vergütung im Hause. Louis Holzman«, Homburg v. d. Höh. (6853)

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