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Der Israelit · 1898-02-03 · Heft 10 (3.2.1898) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 10 (3.2.1898)
Date
1898-02-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
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ernster Rede den DiD Gedanken in Menschheit und Gesetz verfolgte und schließlich mit einem Toaste aus den Vorstand der ReligionSgesellschast endete. Sodann nahm Herr Klein das Wort, um den Dank der rnnm mm ihrem Lehrer und Meister auszusprechen. Er schilderte begeistert das Wirken des '21 als bewährten Steuermann auf dem stürmischen Meere des Talmud, um dann auf ihn unserer Weisen Wort anzuwenden: 22x2V pjdvo Herab nsn rot? mo mch d» t2»o NXI^ 7N2121. Sowie rrao den spr mit den Worten petr mxnn "uoai segnete, daß sein Land stets non der Sonne beschienen sei, so möge auch dem m '2-1, dem geistigen V2twj, die Sonne des Glückes leuchten NZV ’jdip parn nxitei px njDOi, ja, „möge diese Sonne ihm vor der ganzen Welt leuchten, damit sie erkennen, daß er sich des göttlichen Wohlgefallens erfreue." Auf die Besucher der Abend - crw'P des Herrn Rabbiner m toastete alsdann Herr Dr. Herz Bamberg er, indem er den Unterschied der M212 vor und nach rrmn nxnp mit den Worten des Psalmiften 76'^ ner run» wnmi ixen n rmm ex '2 dahin erklärte, daß jeder 'irr verpflichtet sei, sich die "r 7:1m so anzueignen, daß sie schließlich vnin, nex min werde, eine durch eigene Forschung gefundene Wahrheit. Der Präses der Rleigionsgesellschaft, Herr W. Hackenbroch, versichert der ro’B” weiterhin das liebevollste Interesse des Vorstandes und trank aus das Wohl des Herrn Rabbiner Nochmals wurde die N2'2" durch eine schöne Rede des Herrn Max. Michel gefeiert, und schließlich, nachdem wegen vorgerückter Zeit — es war mittlerweile 2 Uhr geworden — viele Redner auf das Wort verzichtet hatten, dankte Herr Sam. Heß dem Präsidium der Tafel, Herrn Jakob Emanuel, für die taktvoll und umsichtige Leitung. Diese zahlreichen, geistigen Genüsse wechselten natürlich mit den Gängen eines exquisiten Festmahls bei dem die fröhlichste Stimmung alle Theilnehmer beseelte. Das Benschen wurde auf amerikanische Weise zu Gunsten der m'B» versteigert; so wurde die schöne Summe von 1057 M. erzielt, die durch einige, Freunde der Anstalt auf 1300 M. erhöht wurde. Erst spät in der Nacht trennte man sich; ich ging heim mit dem Gedanken: da« war ein nu'22 rnfcjp 310 er! E. C. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. ** Berlin, 28. Jan. Im Sitzungssaals der Repräsentanten der jüdischen Gemeinde tagte gestern die General-Versammlung des „Deutschen Eentral- Komitees für die russischen Juden", zu welcher sich außer den hiesigen Mitgliedern die Herren M. W. Hinrichsen—Hamburg, Amtsgerichtsrath Levy— Beuthen und Rabbiner Dr. V 0 gelst ein—Stettin eingebunden hatten. Der Vorsitzende des geschäftssührenden Ausschusses, Herr Justizrath Meyer, begrüßte die Erschienenen und warf einen Rückblick auf die Thätigkeit des Eentral-Komitees, welche in jeder Hinsicht voll befriedigen könne; allüberall regte sich die altbewährte Wohlthätigkeit und der werkthätige Hilfseifer, welche namentlich an den Grenzen und in Amerika Großartiges geleistet habe. Redner gedenkt sodann in pietätvoll-rühmenden Worten der beiden Heimgegangenen hervorragenden Förderer und Mitarbeiter an dem Hilfswerk, Baron Hirsch und Rabbiner Dr. Bamberger—Königsberg. Das Deutsche Eentral-Komitee habe gegenwärtig keine Existenzberechtigung mehr, und seine Thätigkeit offiziell zu beschließen sei Zweck der Versammlung. Aber es niüsse die Erneuerung ähnlicher Rothstände, wie die, welche die Begründung des Komitees veranlaßten, befürchtet werden, und der geschäftssührende Ausschuß sei deshalb der Ansicht, daß nach Abzug der zur Zurückzahlung gelangenden Beträge der Restbestand als ein Fonds unter Verwaltung der jüdischen Gemeinde gestellt werden möge, dessen Zinsen für ähnliche Zwecke zu verwenden seien, während das Kapital aufbewahrt werden möge, um dereinst als Grundstock für Fälle ähnlicher Art zu dienen. Redner verließt ein Schreiben des Frankfurter Komitees, das die Eompetenz der Versammlung, über den Bestand zu verfügen, bestreitet, ferner ein solches des Grenz-Komitees in Königsberg und eine Zuschrift des Herrn Dr. Heinrich Meyer Cohn—Berlin Hierauf referirt der Schriftführer des Komitees, Herr Rechtsanwalt B. Breslauer über die Thätigkeit seit der Versendung des letzten Berichts. Während der Jahre 1896 und 1897 wurden 458 Personen mit einem Kostenaufwande von 14 767 Mk., seit Bestehen des Komitees 195 034 Personen (zumeist während der Jahre 1891—92 nach Amerika) befördert. Die Gesammt-Einnahmen betrugen 2 954 660 Mk., die Ausgaben 2 767 594 Mk., der Bestand 106 322 Mk., darunter 40 837 Mk., die Baron Hirsch der Verfügung des geschäftsführenden Ausschusses überwiesen. Von den verbleibenden 65 485 Mk. sollen die Komitees pro rata bestimmte Beträge zurückerhalten. Der Vorsitzende stellt nunmehr die Frage der Auflösung zur Diskussion und verliest die von auswärtigen Komitees eingegangenen zahlreichen Anträge, welche die Verwendung des Bestandes betreffen. — Herr Sanitätsrath Dr. Neumann beginnt mit Worten des Dankes an das Eentral-Komitee für dessen hingebungsvolle Thätigkeit, erklärt sich aber mit den jetzigen Anträgen desselben nicht einverstanden. Es liege kein Grund vor, die Thätigkeit des Komitees einzuftellen, denn nicht etwa zur Beförderung oder Unterstützung der Aus-

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