Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 7 (24.1.1898)
- Date
- 1898-01-24
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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WWW XXXLX. Jahrgang. Beilage m M 7 -es „Israelit". Aus der jüd. Lehrerwett. Undüitz der litt. Jelttmttlntün deiWk» Reitze. FrotoKokl -er VorstanvssitznttS zu Berlin im Konferenzzimmer -er Mädchenschule -er jüdischen Gemeinde, Heide reutergaffe 5, am 27. und 28. Dezember 18S7. Anwesend sind sämmtliche Vorstandsmitglieder und zwar: Dr. Adl er—Berlin, Blumenfeld— Adelebsen, Bernhard—Tarnowrtz, Dr. Blaschke —Berlin, Goldschmidt—Köln, G ut kin d—Kassel, Herb ft—Lisia, Lev y—Neuß, sowie auf Einladung des Vorstandes Kollege Steinhardt—Magdeburg. 1. S itzungs tag. 1. Kurz nach 9 Uhr Vormittags eröffnet der Vorsitzende, Rektor Dr. Adler die Sitzung, indem er den Vorstand herzlich begrüßt und ihn ersucht, den von ihm, dem Vorsitzenden, schriftlich erstatteten und den einzelnen Vorstandsmitgliedern bereits früher milgeiheilten Geschäftsbericht über das zweite Verbandsjahr zu genehmigen. Dieses geschieht nach einigen redaktionellen Aenderungen. 2. Der Vorstand beschließt die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes und des Protokolls über die gegenwärtige Sitzung auf Kosten des Verbandes. S. Auf Vorschlag de- Vorsitzenden wird zur Vorberathung der Satzungen für die zu errichtende Pensions-, Wittwen- und Waisenkaffe eine Kommission eingesetzt, bestehend aus den Herren Dr. Adler, Blumen f e ld und Steinhardt—Magdeburg und dem Herrn Handelsrichter Theodor Lu st i g—Berlin. 4. Der Schatzmeister Gutkind—Kassel, erstattet den Kassenbericht Nach demselben betrugen im laufenden Jahre Die Einnahmen 1962,50 Mark, die Ausgaben 1814,50 Mark, sodaß der gegenwärtige Kasfenbestand nur 148 Mark beträgt. Hiervon ist noch eine Reihe Ausgaben zu bestreiten. Da aus dem vorigen Jahre noch ein Defizit zu decken war, und im laufenden Jahre 16 Vereine mit 1120 Mark unterstützt wurden, dem Verbände aber nur der Beitrag des D-I. G.-B. von 1500 Mark und ein Zuschuß desselben zu den Kosten der Statistik von >50 Maik, die Beiträge der Mitglieder ä 50 Pfg. im Betrage von 802,50 Mark zur Verfügung standen, so war ein abermaliges Defizit nicht zu verhüten. Im Laufe der Verhandlung über die Deckung de» Defizits wird darauf hingewiesen, daß die Zuweisung an die einzelnen Vereine seit dem Bestehen des Verbandes eine größere geworden ist. Im Jahre 1896 wurden 11 Vereine mit 1250 Mark 1896 14 Vereine mit 1'30 Mark, in diesem Jahre 16 Vereine mit 1420 Mark subventionirt. Der Vorstand beschließt im Hinblick auf die geringen Mittel, welche dem Verbände zur Verfügung stehen, an die Einzelvereine das Ersuchen zu richten, daß diese entweder ihre Delegirten auf eigene Kosten zum Delegirtentage (siehe unter 6) entsenden — oder daß sie zu den Kosten dieses Delegirtentages einen angemessenen Beitrag an die Kaffe des Vorstände» zahlen mögen. Die in Berlin wohnenden Mitglieder des Vorstandes haben mit dem Schatzmeister des D.-J. G.-B. die Revision der Verbandskasse vorgenommen und nach sorgfältiger Prüfung dem Schatzmeister des Vorstandes Decharge ertheilt. Die genannten Herren sollen ersucht werden, auch in diesem Jahre die Revision vorzunehmen. 5. Der Vorsitzende schlägt die Einsetzung einer Kommission vor, welche die Verbandssatzungen und die etwa einlaufenden Anträge der Vereine auf Abänderung derselben einer Prüfung unterziehen, und event. dem nächstjährigen Delegirtentage Abänderungsvorschläge unterbreiten soll. In diese Kommission werden gewählt Blumenfeld, G u t k i n d und Lehrer A m r a m—Borken. 6. Es wird beschlossen, die nächste Vorstandssitzung Montag den 26. und den Delegirtentag am darauffolgenden Tage, Dienstag den 27. Dezember 1898, in Berlin abzuhalten. Die Tagung de» letzteren soll eine öffentliche sein. 7. Auf Grund der von den einzelnen Vereinen gelieferten Nachweisungen haben einzelne Vereine aus den ihnen gewährten Subventionen für ihre Jahres- Konferenzen den Mitgliedern die Reisekosten vollständig, andere nur 20 pCt. derselben erstatten können, deßhalb wird die Subvention einiger Vereine gekürzt, die andere erhöht. Für die Folge soll bei der Festsetzung der Subventionen der durchschnittliche Prozentsatz der ersetzten Reisekosten der vorhergehenden Jahre zu Grunde gelegt und von diesem Grundsatz nur dann abgewichen werden, wenn ein dringende» Bedürfniß vorliegt. Der Delegirten-Versammlung bleibt es Vorbehalten, einen anderen Modus vorzuschlagen. 9. Aus Anlaß der Gründung mehrerer Bezirksvereine, der Abzweigung kleinerer Vereine von größeren und der dadurch entstehenden Zersplitterung faßt der Vorstand den Beschluß: Die bisher bestehenden Vereine werden anerkannt, dagegen soll bei neu zu gründenden oder neu gegründeten die Gewährung der Subvention jedesmal von der Frage abhängig