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Der Israelit · 1898-01-20 · Heft 6 (20.1.1898) · page 30

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 6 (20.1.1898)
Date
1898-01-20
Page
– (sequence 30)
Language
German
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4$ Bericht des Vereins zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina für das Jahr 1896. I. Fortsetzung *) Auch von anderen Freunden des heiligen Landes wurden uns Legate zu Theil, Herrn Lehrer Dachauer in Bayreuth gelang es, uns in den Jahren 1896 und 1897 je 600 Mk. zuzuwenden, die wir durch Herrn Bezirks-Rabbiner Dr. Salvendi empfingen; den anonymen Spendern, sowie Herrn Dachauer sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Als Legat der Frau Nannie Nordschild sei. Andenkens in Sulzbach empfingen wir von Herrn Heinrich Haymann in Amberg 1000 Mk., gleichfalls durch Vermittelung 8 Ehrw. des Herrn Bez- Rabb. Dr. Salvendi in Dürkheim. Ein weiteres Legat von 150 Mk. zur Erlangung immerwährender Mitgliedschaft für Herrn Isidor Fu ch s s. A. in Breslau sandte.uns dessen Bruder, Herr Marc. Fuchs. Auch dieser ist vor wenigen Monaten leider gestorben; seine Testamentsvollstrecker haben dem Verein, Dank der Vermittelung des Herrn Theodor Oschiusky, die Summe von 500 Mk. zur Erlangung immerwährender Mitgliedschaft zukommen lassen. Ferner hat Frau Bertha Schachtel in Krotoschin durch Vermittelung des Herrn Bez.-Rabb. Dr. Salvendi 300 Mk. in gleicher Absicht gesandt. Trotzdem wir im Jahre 1896 uns wieder verschiedener grösserer Gaben erfreuen durften — 1389.80Mk. gesammelt von der Grossloge der U. 0. B. B , 50 Pfd. von den Herren N. M. von Rothschild & Söhne in London, 2000 Frcs. von der Frau Baronin von Hirsch- Gereuth, 400 Mk. von einer ungenannten Gönnerin für einen bestimmten Zögling, 500 Frcs. von den Herren Baronen von Rothschild in Paris durch den Grossrabbiner Herrn Zadoc Kahn, 2270 Mk. von Herrn Bez.-Rabb. Dr. A. Salvendi zur Verwendung, 600 Mk. von demselben für die Schule, 600 Mk. von demselben für den Fond für entlassene Zöglinge, 100 Mk. von demselben für den eisernen Fond u. s w. —, schliesst auch das Jahr 1896 mit einem Kapitalverluste von 2400 Mk. ab, wonach also in den letzten sechs Jahren unser kleines Kapital um 18,000 Mk. abgenommen hat! Dies giebt uns zu den ernstesten Erwägungen Anlass; beträgt doch das ganze angreifbare Vereinsvermögen nur noch etwas über 40,000 Mk! Mit dem innigsten Danke für alle Diejenigen, die uns Gaben gespendet, und die solche vermittelt haben, verbinden wir desshalb die dringende Bitte, uns auch ferner einmalige, sowie jährliche Beiträge zu verschaffen. Zwar haben einige Wohlthäter, denen wir unsere finanzielle Lage schilderten, uns im Jahre 1897 mit Geschenken bedacht: Frau Baronin Hirsch- Gereuth in Paris spendete abermals 2000 Frcs., Herr Jacob H. Schiff iu New-York 500 Mk., Frau Baronin Wilhelm von Rothschild in Frankfurt a. M. 1000 Mk., die Herren Barone von Rothschild in Paris 500 Frcs., Herr Leonard Lewisohn in New- York 500 Mk., denen Allen wir zu grösster Erkenntlichkeit für ihr liebenswürdiges, bereitwilliges Entgegenkommen verbunden sind. Allein, wenn wir den an uns gestellten Ansprüchen auch nur einigem,assen genügen wollen, so bedürfen wir weit allgemeinerer Unterstützung, als wir in letzter Zeit genossen. Wohl treten täglich neue Anforderungen an unsere wohlhabenden Glaubensgenossen heran, wohl auch haben viele dieser Forderungen gerechten Anspruch auf Befriedigung, keine aber einen gerechteren, als die Bitte, für unmündige, nothleidende, elternlose Kinder des Landes Jsrael zu sorgen. Diese Bitte richten wir an alle Glaubensbrüder. Möge sie gehört werden! Nach Schluss des obigen Berichtes erhalten wir die Trauerkunde, dass wiederum ein Mitglied des Verwaltungsraths, Herr Lazarus Schwarz in Nürnberg, heimgegangen sei. Dieser edle Mann hatte erst einige Wochen vor* seinem Tode unter allgemeiner Theilnahme den 70. Geburtstag gefeiert. Die von ihm errichtete Lazarus und Bertha Schwarz’sehe Stiftung von 10,000 Mk. wird den Namen des Verklärten und der ihm im Tod vorangegangenen Gattin für alle Zeiten lebendig erhalten. Als Curator der Stiftung tritt bestimmungsgemäss der Neffe des Stifters, Herr Adolf Schwarz in Nürnberg, in den Verwaltungsrath. ') S. Nr. 648.

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