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Der Israelit · 1898-01-13 · Heft 4 (13.1.1898) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 4 (13.1.1898)
Date
1898-01-13
Page
– (sequence 21)
Language
German
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79 unausgesetzte Bemühen des Verbands bleiben muffen, auch die Abhilfe der anderen so berechtigten Klagen der Genoffen zu versuchen und von Staat und Gemeinden die Erfüllung der berechtigten Wünsche der jüd. Lehrerschaft zu erwirken. Das Verbandsthema, das zum Gegenstand (wie im vorigen Jahr) die Frage der definitiven Anstellung sämmtlicher jüd. Lehrer, ihrer Pensionierung und der Versorgung ihrer Hinterbliebenen hatte, ist in den meisten Vereinen zur Behandlung gelangt; die in den Versammlungen gefaßten Nesolntionen bekundeten in erfreulicher Weise das Verständniß, das die Vereinsmitglieder für unsere Bestrebungen zeigten und gaben uns manche beherzigenswerten Winke für unsere Arbeit; neue Gesichtspunkte eröffncte keines der Referate — sie werden sich auch bei der allseitigen gründlichen Erörterung, die das Verbandsthema wiederholt gefunden hat, kaum finden lassen. Neben der Thätigkeit für die Hebung der materiellen Lage unserer Genoffen wurden die anderen Aufgaben des Verbands nicht vernachlässigt, namentlich ist der Rechtsschutz, den der Verband jedem Mitgliede gewährleistet, in diesem Jahre in weitem Umfange in Anspruch genommen worden. Zumeist gelang cs durch Intervention des Verbandsvorsitzenden oder eines von ihm bestimmten Vertrauensmannes, entstandene Streitigkeiten zu schlichten, Beschwerden abzuhelfen; in den wenigen Fällen, in denen wir des fachmännischen Rathes bedurften, oder die 511 gerichtlichem Austrag führten, hat —■ wie wir mit aufrichtigen Dank verzeichnen — auch in diesem Jahr Herr Rechtsanwalt Tw. Eugen Fuchs sich mit bekannter Wärme der L-ache unserer Mitglieder angenommen. In außerordentlich zahlreichen Fällen haben, wie schon die gesteigerte Zahl der an den VerbandSvorftand gelangten Schreiben darthut, die Mitglieder des Verbands den Vorstand in den verschiedensten Angelegenheiten um Rathschläge resp. Meinungsaußerungen ersucht. So erfreulich das Vertrauen zu Der Vorstand des Verstandes der jiidij Dr. Adler—Berlin. Blumenfeld—Adelebsen. Goldschmidt—Eöln. Gutkind—Cassel. der Verbandsteitung, das sich in diesem Ersuchen kundgiebt, für diese gewesen ist, so bereitwillig der Vorstand auch allen Wünschen zu entsprechen sich bestrebt hat, so gestattet er sich doch an die Collegen die Bitte zu richten, alle Anfragen zunächst an die Vorsitzenden ihrer Vereine zu richten und erst dann, wenn ihnen die Antwort nicht ausreichend erscheinen sollte, die Meinungäußerung des Verbandsvorstands herbeizuführen. Bei Fortdauer des bisherigen Verfahrens liegt die Gefahr nahe, daß die Arbeitskraft des Verbandsvorstands zersplittert und seine Thätigkeit für die Gesammtheit beeinträchtigt wird. Die Einnahmen des Verbandes betragen in diesem Jahre 1962,50 Mk., und zwar 1500 Mk. als Beitrag des Deutsch - Israelitischen Gemeindebundes (nach § 15 der Verbandssatzungen) und 302,50 Mk. an Mitgliederbeiträgen, sowie 150 Mk. als außerordentliche Zuwendung des Gemeindebunds, ln Mk. durch Collegen Rose n stein Herleshausen. Von diesem Betrage ist im Laufe des Jahres an 16 Vereine die Summe von 1420 Mk. als Subvention zu den Jahresversammlungen der einzelnen Vereine gelangt, sodaß für sämmtliche übrigen Ausgaben nur ein verhältnißmäßig unbedeutender Betrag zur Verfügung blieb, aus dem noch das Defizit des vergangenen Jahres im Betrage von 123,65 Mk. gedeckt werden mußte. Der Verbandsvorstand wird zu erwägen haben, wie ohne erhebliche Belastung der einzelnen Vereine die Kassenverhältnisse des Verbands in zufriedenstellender Weise gestaltet werden können. Die andauernde thatkräftige Tbeilnahme, die der Deutsch - Israelitische Gemeindebund in seinem altbewährten Wohlwollen für die jüdischen Lehrer unseren Bestrebungen entgegenbringt, das herzliche Vertrauen, das die Einzelvereine in ihren Versammlungen wie bei jeder sich darbietenden Gelegenheit der Verbandsleitung bekundeten, verpflichten uns zu lebhaftem Danke; den geeignetsten Ausdruck glauben wir denselben zu geben, indem wir auch ferner alle unsere Kräfte dem Wohle der Standesgenoffen widmen. len Lehrer-Vereine im deutschen Deiche. Bernhard—Tarnowitz. Dr. Blaschke—Berlin. Herbst—Liffa (Bez. Posen). Levi— Neuß. ln j e i g e n. Für dcn folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. sLm tüchtig. Zuschneider, praktisch unv akademisch geb Iber, sucht P<-r sofort Stellung, un'er bescheidenen Ansprüchen. Mitarbeiter nicht ausgeschlossen. Off. u. 377 an die Geschästsst. dss. Bl. Dringende herzliche Bitte! Ein streng-relig., isr., jüd. Setzer, welcher durch nbe-häufte A beit in semem Berufe nahezu erblindet ist, bittet edle Glaubknsgenossen um gut. Unterstützung. Gcfl. Gaben sende man unter Nr. 442 an die Geschäftsstelle dsS. Blattes. Nach Wien sucht i. Gesch. od. z. grüß. K nd. geb, jg Fräulein, aus ach b. Farn., Stell. Gest. Off u. Z. 18 Refidenzpostl, München (480

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