Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 52 (1911)
- Issue
- Heft 25 (22.6.1911)
- Date
- 1911-06-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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MI 'S». 9 für 839. >7. er 'Main abrisse m i. w- *!"j ' (j Der Israeli?] Wm Ein Centralorqan (Br das orthodoxe JiideBfnin llABti JII fsgagg Begründet oon Dr. Lehmann in lllainz ssga \\\^Bry 52. Jahrgang, sZN Sranhfurt a. MT., Sen 22. Juni 1911. M 25 ttbonnement pro Vierteljahr r Gewöhnliche ^Ausgabe Mk. 1.60, tzeftauSgabe (KunstdruM Mk. 3.—. Ausland-!reise: Gewöhnliche Ausgabe: Oesterreich-Ungarn 9 Kr« Rußland l Rnb., England 9 «h., Amerika 60 et».. Niederlande 1.90 fl., Frankreich Fr«. 9.60. Abonnements bei allen Postanstalten, Buchhandlungen, sowie dirett bei dem Verlag. HeftauSgabe nur dirett. Der Israelit erscheint jeden Donnerstag. Inserate r 30 Pfennig für die sechsgespaltene EÄonel-Zeile; Rabatt nach Tarif. Jnseratenannahme nur durch Haaseustein «. Logier L-G. Frankfurt a. M., und deren Filialen. Zahlungen können außer dirett an de« Verlag rrfolgen per Eouto» bei der 9. «. Postsparkasse «Sie» Po. 7« ««st. «onto bei be» «. Postsparkastenamt «nbapest Bo. 184»«. Tonto bei der Rigaer Lo»»er»baNk in Riga und deren Filialen. Oer nadiOruifr Oer Drüfiel unO CorrefponOen?en Oes „Israelit“ IR nur unter genauer Quellenangabe, unO, fometf es lick um gröbere fluffäfee handelt, nur nadi vorheriger Oenehmigung gekettet IrrtzattsSvevstcht. l. Leitartikel: Wovon lebt die jüdische Bevölkerung Jerusalems? — 2. Wochenrundschau: Die Mahlkämpfe in Oesterreich. — Gmigrantenfürsorge. — 3. Aufsätze: Der Enlmurf einer Kirchenverfassung der Israelit. KeligionsgeseUschaft in Württemberg. — l. Kleines Feuilleton: Die Ausgrabungen der Deutschen Orientgesrllschast. Dr. A. 9keuwirth, Berlin: Die modernen Blumentage und das veraltete Judentum. — Der Sultan im Judenviertel zu Saloniki.) — Bernhard Shaw über die Juden. — Der Rembrandtsche Rabbiner. — Der Prüfungskuchen. — 5. Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin (Aico.) — Berlin (Feuerbestattung.) — Berlin tSchächtverbot.) — Breslau (Eine Debatte über Wanderarmenfürsorge.) — Nürnberg (Landesverein der israelitischen Kultusgemeinde in Bayern.) — Karlsruhe (Oberrat und Landgemeinden.) — Lenrberg «Die Wahlexzesse.) — Krakau (Allgemeine Bildungs- Prüfung.) — Ungarischer Drtef. Budapest. — Petersburg (Ein sonderbares Dementie. — Petersburg (Blutmärchen.) — Odessa (Ein Verbrechen gegen die Prozentiwrm). — Wilna (Feuersbrunst). — London (Die Konferenz der jüdischen Kultusbeamten (Ministers, in England.) — London (Präsidentenwahl.) — Paris (Gemeindeverwaltung.) - Konstantinopel (Die Lage des Judentums in Konstantinopel.) — Amerikanischer Kries. New-Iork. — 6. Vermischtes: Berlin. — Kassel. — Hamborn. — London. — Bern. — Luzern. — Wien. — Temosvar. --- 7. Bereinswesen: Hamburg. — Hamburg. — Legeberg. — 8. Personalien: Freiburg. — Jchenbausen. — Wreschen. — Bremen. — Hoffenheini. — Zprecksal. — Briefkasten. — BeremSkollender—/Familiennachrichten. — 10. Beilagen: Erziehung und Lehre: Gin bedenklicher Beschluß. — S. Freudenberger, Lehrerin Flieden: Sollen die jüdischen Uolksfchullehrer Preußens »och ferner Mifcheberach-Gebühren erheben? — Die N Lehrerbildungsanstalten im Kreise Untecfranken. — Briefkasten. — Feuilleton-Betlage: Sarah Gugenheimec: Liah. — Jüdischer Bolksfreund: $ptftfalica. — Nachwort der Redaktion;uur vorstehenden Artikel. — Dr. A. Neuwirth, Berlin: Eine traditionelle und ncuzeit liche jüdische Psticht-Auffassung. — Dr. Munk, Lemberg: Die Disposition ln den heiligen Schriften. — Feuilleton: Bon^S. . .: Aus der Gegenwart. wovon lebttlie Wlrcde üevölkerung Ieruzalemr? T«ie Hebräische Monatsschrift „Hachiloach" (ringt in einer ihrer letzten Nunkmern einen außerordentlich beachtenswerten Arrikel über die wirtschaftliche Lage der jüdischen Bevölkerung Jerusalems, den wir im folgenden! in deutscher Übersetzung wiedergeben: Eine ganz besondere Bedeutung ist der jüdischen Niederlassung in der Provinz Judäa beizumessen, da sie auch heute noch ein Kulturzentrum für ganz Palästina bildet. Tenn in Jerusalem und Jaffa sind die Thora- und Vildungsanstalten, die ihr Licht über das ganze Land verbreiten. So war es immer schon, und so ist es auch heute noch, denn, wenn auch die wirtschaftlichen Quellen Palästinas sich von jeher in Galiläa und im Ostiardenland befanden, so galt doch immer Judäa als geistige s Zentrum. Tie Gebirge Ephrajims haben den edeln Saft der Reben gegeben, und seine Täler haben das Land mit Getreide versorgt. Allein Himmelsbrot könnte nur auf den Bergen Judas gedeihen, und von Jerusalem ging die Lehre für die ganze Welt aus. Man schätzt die jüdische Bevölkerung in Jerusalem auf 60000 Seelen. Tiefe Zahl ist stark übertrieben und ist entweder in böswilliger Absicht von Judenfeinden aufgestellt oder einfach aus der mangelhaften Statistik in Palästina entstanden. Wir werden im Laufe unserer Ausführungen Nachweisen, daß Jerusalem noch nicht einmal ganz 50 000 Juden beherbergt. Es sei denn, daß man zu den Juden Jerusalems auch die in Hebron,Jaffa und in den Kolonien zählt. Auf diese Weise tvürde sich die Zahl der Juden in ganz Judäa auf 60000 belaufen. Wie dem auch sei,, ein Bevölkerungsteil von 60.000 Menschen, die im Zentrum des heiligen Landes in kompakter Masse ihren dauernden Wohnsitz haben, ist eine bedeutsame Zahl für ein Volk, das zerstreut unter den Völkern der Erde lebt, und bildet im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung der Provinz Judäa, die inkl. der Juden 341.600 Seelen zählt, einen hervorragenden Bestandteil, umsomehr, als die Juden die Reicheren an Besitz und Geist bilden. Wäre die jüdische Bevölkerung in Palästina nicht nach Landsmannschaften, Kolalim, usw. getrennt, und organisch zu einem Ganzen verbunden, sie hätte ungemein viel in der neuen konstitutionellen Türkei zu ihrer Entwickelung wie zu der des Landes tun und unschätzbare Dienste für die Gesamtkultur des Landes leisten können. Folgende Zahlen mögen das Verhältnis der jüdischen Bevölkerung in Judäa veranschaulichen: jährlicher Zahl der Beirag dr Personen Chaluka pro Person Ungarn ...... 2000 Fr«. 100 Galizien .... . . 3000 „ 40 Siebenbürgen . . . . 100 „ 180 Holland u. Deutschl. 170- „ 100 jährlicher Zahl der Betrag der Personen Chaluka pro Person Rumänien. 600 tt 20 Amerika. 1000 Doll. 10 Warschau . . ... 2000 Rubel 25 Berditschew (Y'an) . . 2500 tt 20 Suwall. 1200 tt 25 Wilna und Samut . . 3500 // 10 Grodno . . . . . . 2800 tt 8 Wolynien. . . . . 3000 ft 5 Reißen . . . . . . 700 tt 6 Minsk.. 1200 tt 4 Pinsk . 1200 tr 3 Karlin. 600 tt 3 Befsarabien .... 200 tt 5 Czitomir. 400 tt 5 1er Waad der Kolalim . 1000 tt 5 ivl <<AsUUU mvV JVvlUlllU ±\J\JVJ ü (ein Komitee das all diejenigen umschließt, die einem besonderen Kaultm nicht angehören.) Im Ganzen beträgt die Zahl der Koalim der Afchkenasim 27,170. Die sefardtschen Kolalim. . Sesardim . ... . . 6000 Jemeniten . .. 3000 Perser.1200 Grusenen.1000 Buchareu.500 Marokkaner u. Algierer (v'^Z-v) 1500 Im Ganzen beläuft sich die Zahl der sefardischen Kolalim, die unter dem Namen: „Sefardische Gemeinde" be-_ zeichnet werden: ..13,200 Die jü difch e Gesamtbevölkerung von Jerusalem. Aschkenasische Kolalim . . . 27,170 Sefardische. . . . 13.200 Die keine Chaluka empfangen . . 4,000 So ergibt sich die Zahl der jüdischen Gesamtbevölkerung in Jerufalem auf. . . . 44,370 Es muß dabei bemerkt werde«, daß eine genaue Volkszählung in der Türkei zurzeit noch nicht existiert. Es wird hier weder die hohe Bedeutung der Statistik eingesehen, noch verfügen wir über die Mittel zur Einrichtung eines sta- 2-« iäiUMMidii