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Der Israelit · 1911-06-01 · Heft 22 (1.6.1911) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
52 (1911)
Issue
Heft 22 (1.6.1911)
Date
1911-06-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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1 Juni 19 Lt Seite 27 Nr. 22 Judentums von besonderer Bedeutung, so haben die beiden ersten Vorzüge des Buches, abgesehen von ihrem Werte für die Wissenschaft, noch den Vorteil, daß das Buch dem Religionslehrer ein ausgezeichnetes Hilfsmittel an die Hand gibt, den Gebetunterricht und Religionsunterricht zu beleben. Die Vergleiche zwischen den einzelnen Gebetstücken sind sehr dazu geeignet, die steten Wiederholungen, die im Gebetunterricht durchaus notwendig, aber wegen ihrer Eintönigkeit weder bei Lehrern noch bei Schülern beliebt find, interessant zu gestalten. Und die systematische Gliederung gibt ohne weitereeinen Leitfaden ab für einen ein- bis zweijährigen Kursus über die und filböri- AuS diesen Gründen wäre eine Uebersetzung im Auszuge sehr erwünscht. Das Hebräisch des Verfassers ist freilich so leicht und flüssig geschrieben, daß das Buch auch in der Ursprache von jedem Religionslehrer wird benutzt werden können. Wir haben es unterlassen, dem Verfasser ein besonderes Lob für die Art der Behandlung seines Werkes zu zollen. Wir meinen: ein Werk von Herrn Jawitz, dessen siupende Gelehrsamkeit und vielseitige Bildung, dessen Scharfsinn und Sprachgewandtheit so allgemein anerkannt ist, bedarf eines solchen Lobes zur Empfehlung nicht. Eines möchten wir doch hervorheben: die tiefe Gottesfurcht, die innige Liebe zu dem von den Vätern ererbten Gut, die aus dem Buche spricht. Er ist mit der Welt des Siddur förmlich verwachsen, die im Siddur verkörperte Seele des jüdischen Volkes spricht zu ihm in ihrer eigenen Sprache. Wir warten in fteudiger Spannung auf seinen Siddur 2^>2V ,"7*712.2/ der gerade diese Seele des Siddur in ihrer Ursprünglichkeit wird zu Worte kommen lassen und wünschen, daß e n möglichst umfassender Verkauf des vorliegenden Buches das Erscheinen des größeren Werkes beschleunigen möge. Wir können es nicht unterlassen, der Ankündigung dieses Werkes seitens des Verfassers hier Raum zu geben. „Diese Einleitung (nämlich das Buch 711212N "71212) in die Siddurliturgie im allgemeinen soll ganz besonders als Einführung in den von uns bearbeiteten bereits druckfertigen Siddur dienen, in dessen Kommentar wir uns bemüht haben, den biblischen Hintergrund unserer alten Gebete nachzuweisen, sodaß der Siddur den ganzen Reichtum unserer heiligen Schrift wied^rspiegelt. „Leitet die gegenwärtige Arbeit die Materie des Siddur aus den Quellen unserer mündlichen Lehre, aus den Talmudim, Midraschim und Dezisoren her, so erbringt unser Kounnentar den untrüglichen Beweis, daß die innerste Seele deS Siddur der Ideenwelt unserer schriftlichen Lehre, der Thora, den Propheten und den Hagiographen entstammt. Es gibt kein Produkt der jüdischen Literatur, dessen Inhalt so sehr in das Bolksbewußtfein gedrungen ist, wie der Siddur. Er hat die Volksseele zu einem guten Teil miterschaffen helfen, und wiederum ist von den in der Volksseele schlummernden Kräften sein Inhalt befruchtet worden. Es ist darum von nicht zu unterschätzender Bedeutung, wenn uns der Nachweis gelungen sein sollte, daß der Siddur in seinem Wortlaut und seiner Gedankenwelt mit der gewaltigen Periode jüdischer Geistesarbett, wie sie in Bibel, Talmud und rabb nischer Literatur vorliegt, eine Einheit bildet. Er wäre dann ein wahrhaft klassisches Zeugnis^ für die Kontinuität, die alle Zeiten des jüdischen Geisteslebens beherrscht, und unsere beiden Arbeiten hätten das im höchsten Sinne ideale Ergebnis, für ihren Te l wieder mit Nachdruck darauf hingewiesen zu haben, daß ein einziger Geist uns re jüdische Literatur beherrscht und daß das Wort Gottes, wie es in der Mbel einst verkündet wurde, von jeder Generation immer wieder ausgenommen wird und so den Stempel der Ewigkeit trägt. nVipS Pp'1 1211'■. ■ t. Nr In hscratuMl btt dla RMaMMi »teilt TSJraitwörtlich; Unfeanuubra lat ai ausschliesslich Sache der Lasar, die m Duarataatefl jnthaltanan Enpfehlugin rltaallarWara dir soisUitiifabsg rallgleisfesetzlbhea Charakters auf ihre Zererlässlgkelt zu prDfea. Freudenstodt Sommer- und WInterkurort. Hotel und Kurhaus CeucMwaid ssTss Telefon 168. Besitzer A. Knlb. 9Ctt beherrschender Waldlage mit herrlichem Blick ins romantische (16054 r: Forbachtal rr :: Hans vornehmsten Ranges. :: Große Gesellschaftsräume zur Abhaltung von Festlichkeiten, Konversationsräume, Schreibu. Lesezimmer, Musikzmrmer, Vestibül, ApartementS, Schlafzimmer mit Privat-Bider, Lift, Zcnttalherz.» ßßacuuut, gr. Terra fl, 60 Betten, Erg. Konditorei mit Cafe, hochmod. auSgestattet. Hotelwagen am Bahnhof. APPELL. Edelheraige Ctlanbensgeooseeii! "ÄSVÜM Schon seit 30 Jahren existiert hier das durch den weltberühmten Großrabbmer I. L. Diskin T2i gegründete Waisenhaus, welchem bereits taufende von Waisen ihr Leben und ihre sorgenfreie Existenz zu verdanken haben. Nicht nur die h. o. geborenen» sondern auch die aualler Herren Länder, hauptsächlich von allen Städten und Kolonien Palästina-, von Egypten, Rußland und Rumänien herkommenden Waisen finden daselbst ein Asyl und werden mit väterlicher Fürsorge mit allem Nötigen besorgt. Gegenwärtig befinden sich darin mehr als 300 Waisen, deren Verpflegung-- und Erziehungs-Kosten sich jährlich auf die enorme Summ« von fr. 180000 belaufen. Seit einiger Zeit aber wütet hier eine ungeheure Teuerung, wodurch diese kolossalen Ausgaben sich vergrößern und obendrein ist hier eine Krisis eingetreten, welche die Not und das Elend vervielfacht haben. Wir befinden uns also in einer Riesenverlegenheit und erfüllt uns die Angst vom Einstellen der hochwichtigsten und unentbehrlichsten Leistungen dieses Institute-, wodurch das Lenen von dreihundert Walsen bedroht ist, entweder einem sicheren entsetzlichen Bnngertode ausgesetzt zn sein, oder der englischen Mission anheimfallen zu müssen. Erbarmet Euch also der hunderten armen, elenden und hilflos dastehenden Waisen.' Helfet ihnen! Rettet sie! ES handelt sich ja um'S Leben von viel hunderten armen Waisenkindern, die Sie um Hilfe anflehen und welche nur dureh schleuniges Beisteuern gerettet werden können» Der Vater der Waisen aber wird Ihnen ihre Wohltat mit himmlischem Segen belohnen. Mit Hochachtung! Der Vorstand des Waisenhauses zn Jerusalem: WV NNVV Dlbltr £5«: 1 pvSpvN'S -irtsrrrro ptdv s2St dm: 2^ ex; j’vai’Ttyö x"-nx^v pTHB 281 ex: "12211 V12^ DrUB ex: “rsr ppon rmarn '^27! nDPttt N'2 pxoa^x’M ptPS'*? ^82'V ex: obtpn1 pVTO Ä'istn raun rai '"v neun Allgem. Waisenhaus, gegr. dch. Oberrab.I. L.DiSkin, Jerusalem (Palästina). Die Not und das Elend im Waisenhause haben ihren höchsten Grad erreicht, wodurch wirklich das Leben von 300 Waisen bedroht ist; eS ist also eine heil. Pflicht eines jeden Glaubensgenossen je früher ihnen Hilfe zukommen zu lassen, wofür rrnpn Ihnen reichlich vergelten wird. (16148) ppci 2*6 mur wir jwü mn -penn pxiro anw pnsr- Bekanntmachung. Um Missverständnissen vorznbeugeu, gebe Ich hiermit bekannt, dass ich von einem Gesuch um Aufnahme in das Verzeichnis des Hamburger Speisevereins abgesehen habe, wett der Zuspruch aus orthod. Kreise« nicht im Verhüt««is zu de» Kosten der Ansficht stand. Mein Hotel wird »ach n ie vor streng rituell geführt. J. Stransser, Hofei Bellevue, Bad jSalzsctilirl. Bad Mergentheim Gasthof FectienDach DÜ??. Hotel-Restaorant Unierer Marktplatz 1 Minute vom Hauptbahnhof, 3 Minut. vom Kurgarten. Knrgemässe Küohe. Mitglied des Vereins ffir rituelle Speiseh&nser in Hamburg. 88888888 Kür den armen N"7i sind bei uns folgende Gaben eingegangen: Ungenannt aus Frankfurt a. M., durch Hamburger isr. Familienblatt 50, Schubiurr in Gembitz 3, Frau Zöllner, Charlottenburg 5, I. Hirsch, Königsberg 1.50, Geschw. Hirschfeld, Gartz 3, mehrere Ungenannte30.50 M. Frankel, Berlin 3, Ungenannt (Karlsruhe) 5, Ad. Ehrlich» Stuttgart 5, Oberlehrer Badrian Hamburg 3, Ungenannt (Mannheim) 5, Gebr. Siegel, Arnstein 5, Ungenannt (Jchenhausen) 3, Ungenannt (KülSheim) 5, BaS Zion. Rexingen 1, Elsberg, Hamm S, Hammerschlag» TreiS 10, L. Sch. R. 3, aus Hainstadt 17 Ungenannt 8, Reiß, Herbstein 3 B. G. K. 5. Vesten Dank mit dee herzliche« Bitte «m weit. Gaben. Rabbiner vr. LSwensten- MoSbach, Rabbiner vr. llRünz-Gleiwiss. aas««9B9 Einheirat Gebildeter Kauf«. Ans. 30r. Bayer sucht Einheirat Off. sub. G. G. an Louis Lamm Berlin C. S. fieoss Heirat! Isr. Kaufmann, 38 Jahre alt (daher. Bürger) Teilhaber eines älter. Warengeschäftes in einer größeren Stadt Süddeutschlands sucht auf diesem Wege ein gut häuslich erzogenes Mädchen von sehr angenehmem Aeußern. Erwünscht größ Figur. Mitgift ungefähr 85 bis 30 Mille. Off. erb. unter Chiffre M Z 18843 an Haafenstei« h Vogler, A.-G., Frankfurt a. M. [16131] Suche für meine« Bruder, 33 I.» streng religiös, von sehr schön. Aeußern, gebitd, vermag, mit gutgehend, hies. Engrosgesch. passende Partie. Offert, v. nur wirklich schönem frommen, Häusl, erzog. Mädchen m. ca. 20000 Mk. Bermöa. snv F, K B 4801 an Rudolf Moste, Kronkfnrt a.M. erb (16154) Jsr. Kultusbeamter 60 Jahre alt» Wir. mit einem Einkommen von 15—1600 Mark jährlich, jedoch nicht staatl. angestellt, sucht sich wieder mit einem Fräulein von 30 — 4) Jahren, gebildet, auS guter Familie mit etwas Vermögen wieder zn verheiraten. Wittwe ohne Kinder nicht ausgeschlossen. Antwort unter Chiffre M. K. 800 an die Exp. d. Bl. (16170) Für ein hochfeines Mädchen, hübsch, Ende Zwanzig von erstklassiger Familie mit vorläufig 50 Mille wird streng religiöser antfitnirterMan« von ebensolche« Eigenschaft, (kein Am Haarez) aes. Ansführl. Off. «. S.«- 793 an Haa enstri« ts Vogler, A.-G., Einheirat sucht Reisenden, 35 Jahre, Branche gleich, das Geschäft muß aber Sonnabend geschloffen sein und derartig eingerichtet. daß man durch Besuchen der Kundsch. dazu beitragen kann, da- Geschäft zn vergrößern. Ia. Ref. Nur auSf. Off. von Eltern oder Berw., die streng xclig. Damen zu verheiraten haben erb. u. V. V. 8799 d. die Exp. deS Berliner Tageblattes Berlin, KSnigstraßr 56. (16181 Statt jeder besonderen Anzeige. Johanna Levy <1M5S Oberrabbiner Sr. Hermann Eiein Verlobte. — - =— London. Kronstadt-Eisenstadt. b-_rb Hinter dem furchtbaren, niederschmetternden Eindrücke, welchen die in Ergebenheit gefertigte israelitische KultuSgememde Tachau schmerzlichst getroffen, erlauben. wir uns, an Ihr mitfühlendes Herz zu appellieren. (16005 Am 38. April l I. wurde durch einen verheerenden Brand der in der Judengasse gelegene, attehrwürdige Tempel bis in den Grund vollkommen zerstört. rin tiefster Seele gerührt stehen wir Tachauer Juden vor den Ruinen unseres im Jahre 1818 erbauten Gotteshauses. Die heilige Stätte, an welcher durch den frommen Sinn unserer Gemeinde noch täglich der Morgen- und AbendgotteSdienst abgehalteu wurde, ist leergebrannt, eine trostlose Echnttmasie. Allein nicht nur der Tempel, sondern auch die anderen vier Häuser der Gemeinde. in welchen die Wohnungen der beiden Funktionäre, die Schule, das Sitzungslokal und das rituelle Bad untergebracht warm, wurden durch den Brand vollständig vernichtet. Unsere Gemeinde ist sehr arm und durch sehr hohe KultuSlasten bedrängt; wir stehen vor einer finanziellen Katastrophe, wenn wir nicht die milde Unterstützung edler Glaubensgenossen in reichlichem Maße finden. Wir klammern uns an diese Hoffnung, daß eS unS gelingen möchte, die sichtbaren Stätten unserer GlaubenSübung» namentlich das Gotteshaus und das Bad, bei weitgehender Selbstbesteuerung in belcheidener Ausführung wieder aufzuhauen. Jede Gabe fördert ein edles Werk zur Ehre Gottes und unseres Volkes. Tacha» (Böhmen), am 30. April 1911. 16043 Isr. Knltnsgemeinde Taehaa: gs Strauß, Vorsteher. Ihr. M. Wohl, Rabbiner q t^isr Kei Bestellungen odee sonstige« Kedarf»- fSllen bitten mir »nfere verehrt. Leser, stet» die Inserenten nufere» BtnttestM deröckstchtigen« TM — Nordseebad Norderney “1tt?2 Hoffmanns Hotel Falk "itTD HauS I. Ranges — M. d. H. B. — 80 Zimmer Voile Pension im Juni Mk. 6 den Tag mit Wohnung. Jllustr. Prospekt gratis. 16151 Für eine ansehnliche und fein gebildete Dame aus angesehen, strmg religiösem Hause, im Alter von ca. 35 Jahren mit 20 Mille Mitgift wird von Verwandte» passende Partie gesucht. Herren in gesicherter Lebensstellung, Witrwer m. Kindern nicht ausgeschlossen, streng reelle Bermittler gegen gute Provision belieben Offerten unter R. G. SS« an Haasenstri» Sk VoglerA»G^Franks. a.M. einzureichen. llsirnt. Für ein hübsches Fräulein, Ende 30er Jahren mit 85000 M. bar und schöner Ausstattung wird ein streng frommer Mann, mit gutem Einkommen, gesucht. Off. unter M. B. 8178 an Haasenstet« Sk Vogler A.-G^ Mü-che«. (16113 Für nette-, schönes und gebildetes Fräulein auS sehr guter Familie streng relig. mit 40 Mille Mitgift wird nur streng relig. Parti» gesucht,möglichst mittlerer Platz. Annonym zwecklos. Offerten u. Ra. 12888 an Haafenstri« » Vogler. A. - G., Frnnkfnrt am Maß». (16182

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