Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1911-04-21 · Heft 16 (21.4.1911) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
52 (1911)
Issue
Heft 16 (21.4.1911)
Date
1911-04-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2446951-2448803-2448820--66496-2494660
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

911. April -alle g von bmdS, g von ittagS, v Uhr :r ISroel) »10/11. ineinbe zweite Bevölttenwrben. l find eignete nie der die stch eS Seterricht ldes- Sschule, räulein r «ufrbvaten Schulwarte ktionen, chülern die Ge- : 1911 wiederbet der Rtthilfe ein" zu n und ikolonte 1s der PtnkuS tt. Die er Der lSgeübt. zählung! Evandetrug - 75,35 >4), der laubens;etl der i zurückonstigen unahme fictedrich -erstarb, lg von ng von - Wohl- 200000 rn war »en konumzuen war. Uch, für aten ein cündung aber die «aS erste e Feier i. Der ne der!etne werneur stalschut gen jü »migungj r Ober tcht zu e Gut- Hat fich kSetdai antropek 21. April 1911. Der Israelit. Kt. IC. Sette 5 gelang es, ein Gebiet von mehreren hundert Hektar in .einer sehr fruchtbaren Gegend zu erwerben und als iMusterfarm einzurtchten. Es wurde bereits mit dem IBau von Wtrtfchafts- und Schulgebäuden begonnen und lauch der Konkurs für Lehrer der gleichfalls zu errichtenden landwirtschaftlichen Schule ausgeschrieben. Kiew, 12. April. In einem hiesigen Lethhause lerschim dieser Tage ein Bauer und wollte eine vergoldete Schüssel versetzen. Die Sache kam dem Verleiher I verdächtig vor und er verständigte die Polizei. Nach länlgerem Leugnen gestand der Bauer, daß die Schüssel auS dem Juwklierlaoen deS jüdischen Juweliers Mar schal stamme, der anläßlich der allgemeinen PogromS im Jahre 1905 von den HultganS geplündert wurde. Der Bauer erklärte nun, er habe sich damals die Schüssel „bloß als Andenken an die große Zeit mitgenommen." I Der Bauer wurde freigesprochen. Personalien. Rabbi Kalew Schlesinger y^T- Budapest, ii. April.. Schwere Trauer hat sich über die ungarisch-orthodoxe Judenheit gelagert durch den gewaltigen Verlust, den sie am 6. Nissan mit dem Heimgang des Rabbi Schlesinger y'jft erlitten hat. Als Abkömmling einer hervorragenden Familie, die dem Judentum viele GeisteShelden schenkte, wurde er, wie eS noch vor 80 Jahren Sitte war, auf Wunsch seiner Eltern in die Jeschtwos der damals lebenden Gaontm geführt. Sein unstillbarer Wissensdurst und nimmermüder Fleiß trieben seine Individualität zu einer vielseitigen Entfaltung. Es drängte ihn von Preßburg nach Mähren, wo um, jene Zeit die strahlende Morgensonne S. R. HirschS y^T aufleuchtete. Bon dort wählte ihn die jüdische Gemeinde Moor zu ihrem geistig« Führer. Wer aber damals glaubte, in dem jungen modernen Raw daS willige Sprachrohr deS schwankenden Zeitgeistes sehen zu können, dem verursachte der Verblichene die bitterste Enttäuschung. Es kam für unsere Judenheit die Zeit deS traurigsten Bruderkampfes. Die Alten sahen nicht die Gefahrdie sie sahen, verzweifelten an dem Erfolg. Die meisten waren müde. Die Jugend tauchte ins volle Leben, war gegm die Ueberlieferung abgestumpft. Da war er auch einer von den wenigen, die wie Ahron in der Stunde der höchsten Verzweiflung stch zwischen die Lebenden und Totm stellte. Bon Natur aus bescheiden bis zur tiefsten Selbstvergeffenhett, ein Feind jeder äußeren Ehrung und Anerkennung, trieb ihn die schwere Stunde auf das gefährdete Bollwerk. Seine berühmte Kongreßrede im Jahre 1871 war mit eine Parole für die Sammlung der Gesetzestreüenfein antikes „viäesut eoosules" brachte die Brüder zusammen und bereitete die Organisation der ungartschm Orthodoxie mit vor. Sein Ruf wurde gehört, seine Rede bemerkt und er, der gleich Saul stch im Hintergrund, in tief verborgener Stille am wohlsten fühlte, mußte das Rabvtnat der berühmten Tapolfanher orthodoxen Gemeinde üvernehnen. Vierzig Jahre wirkte er in dieser Dttl Ttf* Als er in die Gemeinde kam, war nichts alS der latente Wunsch nach dieser vorhanden. ES gab wenig Laumbim, keine Talmud-Thora, kerne Chewros - aber desto mehr Neologe, Modernisiert und reformsüchtige Liberale. Sr reorganisterte alles, lernte, lehrte unablässtg, mit Feuereifer Tag und Nacht, und heute ist Tapolcsanh die Kehtlo Sedauscho Ungarns - ihre Machfike Thauro ist die beste des Landesin ihrer Mitte lebt ein junges ztelbewußtes Geschlecht, das stch und dem Judentum EwtakeitSbauer sichert. Er hatte eine ttefempfindende Seele, die wie et» zartes Sattenfpiel bet jedem schmerzhaft« Aufzucken des jüdischen BolkSkvrperS erzitterte. Seine alles umfassende fön* ließ ihn die Grenzpfähle des Landes übersehen. Er jgab alles, was er hatte. Und es blieb ihm auch nur, was er gab. Er war ein Gerecht gegen jeden, und streng gegen sich, der seine irdischm Bedürfnisse auf daS minimalste herabsetzte, der fein ganzes Leben in den Dienst eines hetltgm Zweckes stellte. Er kannte nur eine Leidenschaft: unablässtg lerne» und unaufhörlich lehren. Sein Lebenswerk twi* fHin wurde zur Fundgrube tiefer ThoraweiSheit nicht nur für jene, oie stch berufsmäßig mit der heiligen Lehre befassen, sondern für alle, die ihren jüdischen Geist m echter, reiner, klarer, heiliger Gotteslehre erbauen wollen . . . Bis vor drei Jahren — so lange ist eS, daß er gebrochen an Körper, fein Schmerzenslager nicht verlassen hat — sammelte er einen Kreis junger Schüler, die mit Begeisterung seinen tteffinnigen Worten lauschten. Dik Zahl derjenigen ist Legion, die er in feinem Geiste zu harmonischen, thorakunbiaen Bolljuden erzogen hat, die in ihm dm väterlichen Lehrer verlor« haben, die über ihn mit dm Worten des talmudischen Weisen klagm: •lmiöft Mb 'v vwrtrr vb iraai 'v Möge der Allvater aus der Saat, die er gestreut hat, uns Hoffnung sprießen lassen und der Gemeinde Trost spmdmtffrom tv* 'bi* um» wa ' Z. B. A. Uttdlebets, 12. April. Am Dienstag, 13. Mssan, wurde eine in weitm Kress« allbekannte, hochgeschätzte Persönlichkeit, Herr MoseS G.ä r t n e r von hier, im Alter von nahezu 75 Jahren zur ewigen Ruhe gebettet. Sein Heimgang bedeutet nicht nur für die hiesige jüdische Gemeinde einen schweren Vertust, sondem auch für alle, die mit ihm in Beziehung standen oder mit ihm in Berührung kämm. SAN ganze- Leben war erfüllt von dem Geiste ernster und gewissenhafter Pflichterfüllung gegm Gott und Mmfchm. Bon früher Jugend an bis zum späten Alter bewegte sich der teuere Emschlafene in den Bahnen eines wahrhaft echten, strenggläubigen Jehudi und bewies auch in feinem Handel und Wandel, wie ernst er eS mit der Erfüllung unserer hetligm Gebote meintedenn reelles und redliches Erwerben war ihm LebenSprtnztP, dem er bis zu feinem Lebensende treu blieb. Besonders hervorragend betätigte er stch auf dem Gebiete der Wohltätigkeit. Für Arme und Bedrängte hatte er stets eine offene Hand und viele unserer gemeinnützig« WohlfahrtSeinrtchlungm förderte er durch nam hafte Unterstützungsvetträge. Sein ganzes Leven, im geschäftlichen Berkehr, sowie in der religiösen Pflichterfüllung, speziell aber in seiner verständnisvollen, am würdigen Platze angewandten Opferwtlligkeit dürfte vielen alS ein nachahmung-wertes Vorbild dien«. Herr DistriktSravbtner Dr, Bamberg er aus Bad Kifstngen würdigte in einer tiefempfunden« Trauerrede die Eigenschaften deS Verblichenen im Kreise einer zahlreichen Trauerversammlung vor dem Hause der Verstorben«. Möge der Allmächtige die einsam dastehende Witwe, die, mit gleichen edlen Eigmschastm ausgestattet, ihren Gatten in seinem Wirken so kräftig unterstützte, trösten und stärken. Dem tmrm, edlm Dahtngeschiedmen sei aber ein dauerndes, ehrendes Gebmkm bewahrt, yxv Qereinskalenfler. Verein Mekor Ehajim. (BereinSlokal Langestraße 18.) SamStag, 22. April, mittags 12 Uhr im Hörsaale der Synagoge Frtedvnger Anlage: Bortrag des Herrn Prof. A. W e h l auS Sefer Schmuel. Nachmittags4Uhr: Mikro-Bortrag deS Her« cand. meb Willy Weil. Ortgrnppe Frankfurt a. M. des„Zeutralvereius deutscher Staatsbürger jüdische» Glaubens". Donnerstag, 27. April, abmds 81/* Uhr im Saale des Kaufmännischen Vereins: Oeffentliche Versammlung. Borträge der Herrm Justizrat Bernhard Breslauer-Berlin und Rechtsanwalt Dr. Albert Löwenthal-Frankfurt a. M. über „Die Zurücksetzung der Juden im Heere." Tanriliennactrieltten. Gehurten: Eine Tochter: Hugo Rothschild, Frank» furt a. M. — Moritz Eldod (Fiebermann)» Berlin. Verlobte: Lina MoseS. Adolf Nußbaum, Frankfurt a. M.»Hamburg. —Bella Rosenzweig, Isidor Jsaac, Gladmbach-Lich. Bsrmliwohfeier: MarcuS, Sohn v. Dr.Israel RooS, Frankfurt a. M. in der Synagoge der JSr.Religion-- Sefellschaft. — Samuel, Sohn von M. Strauß, Rieneck.— )avid Löb, Frankfurt a. M in der Synagoge der Israel. Waisenanstalt. Sabbat - Anfang u. Ausgang ’iw rar IT: Anfang Datma Ausgang Ühr iRin. 1911] 5671 llhrlRt». 22 24. fftatflurt i. K. 7 — April Nissan 8 20 Ocrlta ... — — 8 — ata«-- u — — — 7 57 «rtchdnrg 7 — 8 15 EtnttUMkt . . 7 — 8 10 Voien . . . ■ — — 7 51 Nidenderg 7 — 8 02 Htzudurn . . I i — 8 23 Offenbarer Drndtluff - Anlage Telefon 123. Offenbaeh t. M. Telefon 123. Unübertroffene bewährteste Tepplehrelalguag. Maschinenstrickerei Selma Voges Frankfurt am Main ♦ Hochstrasse 23. firoiM Auswahl in HÜntl. Strtekwwen —————— zu massigen Preisen. — -—— Handschuhe Sweater Sportmfitzen Strumpfwaren Golflacken Sportsamaschen «sw. Allen voran ist die Perfekt muß man schneidern lernen, erfekt Wird bei ans schneid, gelehrt erfekt nicht mit aadereaUnter nehmen za verwechseln, erfekt schneidern lernt man Innerhalb 2—S Monaten. MäBiges Honorar. 8»^ Hnnah me v. Schülerinnen — täglict —— Frankfurt a. M., ünterveg 8 all« Damm ist ei» zartes, rrmeS Gefickt, rosiges, jugenh frisches Ausschen» weiße, sammetweiche Han« «nd blendenb» fchSner Teint. J^e Dame wasche sich daher mit der all. «htm Steckenpferd •CilienmUch-Seife oonBergMaHR« Radeheul. L St.50Ps. Üb«.zu haben. Nr in iissratntsü ist ii« Retakttoi aleht rsraitwsrtlleli; iBslsionisrs ist es aissehttenlleh Sache der Leser, de w Iiurateitsll jnftaltsm Eapfthlugin rttuDerWano sdtr untl|iii|i)a rell|lusgisftzllehii Charakters aif Um ZsTsrlässigkstt za prlfss. <kn«ntUdKUtr$anmlang am Dou»erstag, den 27» April 1911, abends 8Vs Uhr im großen Saale des Kaufmännischen Vereins, Eschenheimer-Anlage 40/41. TageSordunngr „vir ZaräcksetzaDg der Men im Heere" Referenten: Justizrat Bernhard BreSlauer-Berlin und Rechtsanwalt Dr. Albert LSwenthal-Frankfurt a. M. Gäste sind willkommen. Ofrtaitd dir dfutscftcn Jude*, CeNtralotreia deutscher rtostrdürger jüdischen «Innbenr Ortsgruppe Frankfurt a. m. □TP^t2 in besonders gnter Qualität und prachtvon. AnSführnseg, bei sehr «ötzig. Preise, werden auf «echt 89ege einzig »ud allein auf der Well in der mrchan. 1» nnianaai W Weberei und -Aspretar Sans«! Idkr & SSkse Kolontea, Galizieo. hergestellt. 16890 Man wolle als NtU nur uns« Fabrikat verlangen. Stellung Anden Sie am besten durch sin Inserat am rtchtlgen Aefacht in Frankfurt a. M. in orthodox« Familie gutes Kosttoiis mit Luis Offerten mit genauen Angaben «beten unter Chiffre ft. *998 an Haasensteia »Bögler, A.-G. Fronkfnrt tu M. (15858 Kostenlose Beratung dureh H aasenstein A Vogler A. 0., Aelteete Annoncen-Exped., Frankfurt a. M., Zell 48, i. ’Oj Godesberg-Rhein. _ Erz tkl.Anstalt für NerverlrZ/ and Gemütskranke. Durch ■ Cpark getrennte Villen. Dr. Bernard. «ls mxö üvb Smia empf. sich auch auswärts, ohne Rücksicht auf die Feme 8. 8. Gelbart Erfinder des pat. Priah-Instrument für Mohelim. Düseelderf, Bahnstr. 18. Fernsprech« 2066. Sehftler könne» bei jüdischem Lehr« an berechtigter Anstalt mit Gymnasial« u. Realklasim versehlteS Klassenziel noch erreiche». Prima Referenzen. PmfionSpr. V. a. 999-1999 M. Offert, unter K. Z. 18899 an HaafeNssein» Bögler. A^«^ Frawkfnrt a.«. (187?»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.