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Der Israelit · 1911-02-09 · Heft 6 (9.2.1911) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
52 (1911)
Issue
Heft 6 (9.2.1911)
Date
1911-02-09
Page
– (sequence 9)
Language
German
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IS. eingeweiht wurde. Der große Saal war LiS auf daS letzte Plätzchen gefüllt und bot eimn herzerquin ndcn Anblick. Die ganze Feier verlief in schönster Harmcnie. Sie nahm ihren Anfang mit einer Ansprache des Borfitzrnden, Herrn Hehmansohn, in der er den zahlreich erschienenen Gästen seinen wärmsten Dank oussprach. Dem schwungvoll vorgrtragenen Prolog des Frl. Charlotte Rogastnskt folgte die tiefergrelfende und formvollendete Festpndigt des Herrn Rabbiners L. H ö x t e r, die den Glanzpunkt teS Abends bilde'e. Nach der Kaffeetafel folgten gesangliche und humoristische Vorträge berühmter Künstler, die ungeteilten Beifall fanden. Besonders die GesavgSvorträge des neuen Kantors der Gemeinde wußten die Gäste zu fisteln. Wie«, 7. Febr. Den diesjährige Vortragszyklus des Vereins der Sabbatfreunde „Schomre- Schabbos" wirb Herr Rabbiner Dr. M. Jung aus Ung. Brod am 14. d. Mts. mit einem Bortrage über das Thema: „Was uns not tut" eröffnen. Der Bortrag findet im P. achtsaale des Hotel „Central" statt. Spreedraal. Frankfurt a. M., 6. Februar. Verehrt. Redaktion deS „Israelit" Hier. Geehrter Herr Redakteur! Wir bitten Sie um Aufnahme folgender berichtigender Bemerkungen zu dem Sprechsaal-Arttkel in der vorigen Nummer Ihrer gesch. Zeitung. Die Behauptung, „daß der Brief aus Frankfurt a. M. in der ,WeW Nr. 3 ein bezeichnendes Beispiel dafür sei, wie zionistische Vereine auf Kosten der Konkurrenz^ für sich Reklame macht n," ist vollständig aus der Luft gegriffen. Richtig ist, daß die Zionistische Jugmdgruppe" dem angeführten Artik.l absolut ferne stehr, ihn weder veranlaßt, noch versaßt hat, noch hinter dem Berfafier steht. Auch die weitere Behauptung, daß daS Auftreten deS He.rn Jseac Breuer, wie die Einsender sich ausbrücken, Frucht getragen habe, indem dadurch mehrere ihren Austritt angemeldet hätten, möchten wir richttgstellen. ES ist richtig, daß — allerdings erst am 1. Februar (also ca. 8 Wochen nach dem Auftreten deS Herrn I. Breuer) — 3 Mitglieder ausgetreten find, dagegen hat fich die Zahl der Mitglieder der Zionistischen Jugendgruppe m dieser Zeit um 14 vermehrt, sodaß die Wirkung der Rede scheinbar keine für uns ungünstige war. Durch die Feststellung, daß wir dem Artikel ferne stehen, ist ja die Aufforderung, auS der Jugendgruppe zutreten, selbst nach der Logik der „mehreren" ehemaligen Mitglieder, hinfällig geworden. Außerdem meinen wir aber, daß ein Artikel eines Korrespondenten, wie er auch aussehen möge, niemals der Grund sein kann, der ztonistts^en Idee, der man fich durch Eintritt in die Bewegung angeschloffen hat, untreu zu werden. Hochachtungsvoll Zionistische Jugendgruppe. Briefkasten. P. A. in New Bork. Berichte über Barmizwvhseiern gehören nicht m Blätter, die der Mischen Allgemeinheit gewidmet find. Lehrer I. P. in B. Die Mitteilung konnte seinerzeit wegen Raummangels nicht erscheinen,' jetzt scheint ste aber doch schon veraltet. Für Ihre Mühe Vesten Dank! Einsender aus Wie«. Eine kurze Notiz ist darüber beretts in voriger Nummer erschienen. Besten Dank! Lehrer A. «. in Papa. Im Verzeichnis des Hamburger Vereins zur Förderung ritueller Spetsehäuser wird für Fiume: Hotel Ltpjchütz (Nicolo Germania 1) empfohlen. Bezüglich der anderen Plätze können wir keine, lei Auskunft geben. M. B. I. Es gkht doch nicht an, wegen einer derart gen geringfügigen Ergänzung den Nekrolog nochmals zu wiederholen. Ä. B. Wollen Sie bitte betreffs Ihrer Einsendung gelegentlich in der Redaktion vorsprechen. I. Fr. Einsendungen, deren Berfaffer auch der Redaktion gegenüber in der Anonymität bleiben, finden keine Berückst Dtigung. Dr. L. H. in B Die Mitteilung findet in etwas gemiideter Form Ausnahme. Besten Dank! Uereinskalender. Berei« Mekor Ehajirn. (BereinSlokal Langestraße 18.) Freitag, 10. Februar, abends nach Schluß der Synagoge tm Hörfaale Friedderger Anlage.: Mikro-Bortrag deS Herrn Walter Wohlfarth. Freitag Abend 8V» Uhr im BereinSlokal: Zwanglose Zusammenkunft. Bereinigung zur Pflege jüdischer Lebensanschannng 133g Donnerstag, den 16. Februar, abends 83/4 Uhr im BeretnSlokale Langestr. 18: Lektüre Abend. Gäste willkommen. Jüdnche Frauenvereinigung e. B. Dienstag, 14. Februar, nachmittags 5 Uhr tm neuen Hörsaale der Israelitischen Reltgtonegesellschaft Friedberger Anlage 5: „AuSgewählte Psalmen" von Dr. I. H. B o n d t. Donnerstag, 16 Febr., abrnds8'/.Uhr imneuen Hvrsaale brr Israelit schen Religionsgefillschast Fried« berger Anlage 5: „Ueber den Geist der jüdischen Gesetze." Herr Rabb. Dr. Sal. Breuer. Beth-Hamidraich, Hinter der schönen AuSficht Nr. 11 l. Samstag, 11. Februar, nachmittags 41/* Uhr: Bortrag des Rabbi Gerson Bermann jaus Tels (Rußland). r» «. inderecke. ßroßmüfferlelns Sefifafl. B. König. „Großmütterlein, sprich, was ift denn los, Vollzählig sind wir erschienen, Und unsere Neugier ift wirklich groß. Das siehst Du an Augen und Mienen. Sag, Großchen, was gibts denn, Was ift denn passiert, Dein Tisch ist geschmückt wie zum Feste, Auch ziert Dich, so sein, wie zum Jomtauw sonst nur, Das Häubchen mit Blumen, das beste. Und Früchte, so zart und so lieblich zu sehn, Rotbäckige Aepfet zum Malen, Und Birnen und Nüsse und Trauben dazu, Und Blumen in Gläsern und Schalen." Großmütterlein lächelt und spricht gar fein: „Ja heute, da soll Ihr Euch freuen, Doch erst hört ein Heiner Geschichtchen mit an, Wer aufmerkt, den solls nicht gereuen." Die Früchte, die streift gar verheißend ihr Blick, Stumm horchen die Kleinen im Kreise, Und „Großmutter erzählt, wie so gerne sie's tut. In gütig belehrender Weise: „Ganz recht hast du, Ksndchen, kein Jomtauv ift's heut, Und doch ist ein Tag es der Freude, Ein guter Tag, eine Herzenslust, Chamischoh-osor ift's heute. Ehamischoh-osor, der fünfzehnte Schewat, Er weckt aus dem Schlummer die Erde, Der Baum empfängt Säfte und jegliches Kraut, Allüberall tönt es: es werde! Das ist ein frohes Geheimnis ringsum, Tenn nichts ist von außen zu sehen, Die Bäume sind kahl noch und nirgends ift's grün, Und frostige Lüfte noch wehen. Und doch, und doch, im Innern aärts. Da regt sich's von wachsenden Kräften, Ta quillt es und treibt es mit Jugendlust Von neuen, froh schaffenden Säften. Ein Jedes von Euch ist ein Bäumchen klein, Dem munter die Säfte noch fließen, Mög' Jedes von Euch im Sonnenschein Gedeihen und wachsen und sprießen. lüi.»- Erwachset in treibender Jugendkraft, Zu Kämpfern und Siegern im Leben; Nun geht an die Früchte und schmauset Euch satt. Und danket mir Gott, der's gegeben." TanilieiraacbricMta. Geburten: Eine Tochter: Provinzialrabb. Dr. Bam« berger (KönigShöfer) Hanau. Verlobte: Bodette Rotschild» MoritzSonneberg, Hörstein-Somborn. Barmlswohfef er: Hermann, Sobn von Löb Schafheimer» Würzburg. — Julius» Sobn von Sali Gotischmidy Frankmrt a. M. in der Synagoge» BLrnevlatz. Labbai - Anfang u. Ausgang T|r | «»sang 9mtmm Ausgang IjUhrlMiu. 1911 | 6671 Uhr |9Nn. || 11. 13 9tmOUnet«.«. || ß 05 Febr. Schebat 6 20 BerU» | — — 5 52 München . . . | — — 6 12 Strnhbnrg . | & 30 6 25 Stnttgart...8s — 6 15 Pvi« .... I - — 5 43 Sttirnkerg . . 5 50 5 08 Qmlata ... I — - 5 10 Kür de» 8teflame»tetl Ift die Stedattto» »tttzt verantwörtlich; l«sbeso«dere ist es «mSschtteßttch Sache dee Leser, die tat «eklattteteU enthaltene« Gmpfehtauge» ritueller Ware» oder »»«sttae A«aabe» religio»Saesetz «che» «barakters a»f ihre J»verlSMakeit »» »rüfe». Xtiter jeieöricd hielte i-Utbin Quell» I. Ranges. 'Alleiniger Vertreter Iflr Frankfurt a. M. Friedrich Stahl, St tllburnstr. 9. Teleph. No. 259 u. 714. Just zur rechten Zeit erschien ein reizendes Thea er« stück unter dem Ttrel: Ei« Erew Purim(Chanuckah)- Nachmittag tm Komptotr der Firma Fetgelftock u. Treppengeländer, Ritualien en gros U> komische EngrosgeschästSszene in einem Akt von Martin WolkowSkt. DaS Stück zeichnet fich durch packende humoristische Szenen und komischer Situationen aus und zeigt echt jüdisches Bühnenleben. Vereinen und Gesellschaften sei daS Stück (zu beziehen beim Berfaffer in Wollstein, Prov. Posen) zur Aufführung bestens empfohlen. Einem lang gehegten B dürfnts, die Fortbildung unserer weiblichen Jugend zu fördern, ist dadurch glänzend der Weg geebnet, daß in Freiburg tm Breisaau vom 1. April d. I. ein zweckmäßiges GrzehnngsJastitnt eröffnet wird. Die beiden Vorsteherinnen, Frau Jda Cohn und Frl. Lotte Bernstein (staatl. grpr. Lehrerin für BoikS- und höhere Mädchenschulen) bettachten eS als lvornehmste Aufgabe, in jeder Weise, sowohl daS kvrper« iche wie das geistige Wohl der jungen Mädchen zu fördern. Allen voran ist die Perfekt wuS man schneidern lernen, erfekt Wird bei ans schneid. gelehrt erfekt nicht mit anderenUnter nehmen zu verwechseln, erfekt schneidern lernt man innerhalb S—s Monaten. Mäßiges Hoeorar^^^^V^^^ & Annahme v. Schülerinnen — tiglich — Frankfurt a. H.y Unterveg 8 j fierrorraaendes von allen Herxte# empfodlener, Heiln. Tafelwasser. [Altbewfttirt bei allen Erkrankungen der Utrdaufungiorgaae, Lucker-, Rierea-, har«* «. Maren rlefdea. BiJin ist Nachkurort von Kariebad. mm uüi

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