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Der Israelit · 1897-12-20 · Heft 100 (20.12.1897) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 100 (20.12.1897)
Date
1897-12-20
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1914 - >53**? a^yv. gar*: Deesh anvertraut; 1666 wurde er Kapitän, 1878 Major, 1661 Oberst. Er hat viele Schlachten mitgemacht, für seine Tapferkeit in dem Kampf bei Bunaß eine silberne Tapferkeitsmedaille erhalten und noch zwei andere Medaillen, sowie den Orden der indischen Krone erster Klaffe erworben. Sein Begräbniß fand mit allen kriegerischen Ehren statt, zugleich begleitete den Leichenzug fast die ganze Gemeinde der alten Synagoge, deren verdienstvoller Präsident der tapfere Offizier viele Jahre gewesen ist. — In Folge des abermaligen heftigen Auftretens der Pest haben Sammlungen stattgefnnden, um ein jüdisches Pestspital einzurichten, doch haben diese Sammlungen nur 700 Rupien ergeben, wovon Mr. Jacob E. Saffoon allein zweihundert beigetragen hat. Literarisches. ... TON WD Sprüche Her Bater zum Schulgebrauch und zum Selbstunterricht, übersetzt und erklärt in jüdisch deutscher Schrift, nebst einem Anhänge zur Einführung in die Quadrat-, Kursiv- und Nafchifchrist von Rabbiner Dr. S. Bamberger, Schlimm. Auf keinem Gebiete der Schrrftstellerei hat das pp f’K naTT anto mw mehr Berechtigung, als auf dem pädagogischen. Fast täglich erscheinen Neuheiten in Lehr-, Lese-, Uebungs-, Hand- und Taschenbüchern. Daß dieselben nicht immer — wie die Verfasser zu bemerken psiegen — einem Bedürfnisse entspringen und abhelsen, erfahren die Interessenten nur zu oft, und es ist daher eine Befriedigung, wenn man hier und da doch ein Buch zu Gesicht bekommt, von dem man wohl behaupten kan, daß es eine bis jetzt fühlbare Lücke ausfülle. Von dem oben betitelten Werke kann man dieses in ganz uneingeschränktem Maße sagen. Für den jüdisch-deutschen Schreib¬ und Lefeunterrichr hatten wir bis jetzt kein geeignetes Uebungsbuch, welcher Umstand wohl auch dazu bergeiragen haben mag, daß dieser Unterrichtszweig aus vielen Lehrplänen unserer Religionsschulen gestrichen wurde. Daß dieses nicht mit Recht geschehen, das auseinanderzufetzen, ist hier der Ort nicht. So verschieden aber auch die Ansichten hierin sind, den historischen Werth des Jüdisch-deutschen kann niemand abspreche«. Gs ist also ein entjdjiebetteä Verdienst, da» sich Herr Dr. Bamberger, der würdige Sohn des in vergangener Woche leider allzufrüh verschiedenen Rabbi Simcha Bamberger b*», Aschaffenburg, um die Hebung diese- Unterricht»disziplins erworben. Die Übersetzung der zeichnet sich durch Klarheit, leichte Faßlichkeit und Exaktheit au»; sie vereinigt in sich alle Eigenschaften, die an eine gute Übersetzung gestellt werden; und die begleitende Erklärung birgt sehr schätzenswerthe Vorzüge. Geschichtszahlen geben da» Zeitalter eines jeden neu hinzukommenden wn an und treffliche Charakterzüge skizziren kurz und bündig sein Leben. Hierdurch lernt der Schüler nicht allem ein großes Stück jüdische Geschichte kennen, sondern das Verständniß des Textes wird hierdurch auch wesentlich erleichtert und — was noch höher anzuschlagen ist — die Kinder sehen, daß unsere Q’srrp D’osn ihre Sittenlehren nicht nur gepredigt, sondern daß sie auch nach denselben gelebt haben. Durch solche hehre Beispiele nimmt die Lehre Leben an und verfehlt ihre zündende Wirkung auf das jugendliche Ge- MÜth nicht. Kleine Erzählungen aus dem Leben unserer D'»3n und Charakterschilderungen finden wir auch in einem Anhänge, der in das Jüdisch-Deutsch- Lesen- und Schreiben einsühren soll. Auch diese sind mit feiner Empfindung ausgesucht; immer da» Markigste und Beste und für die Jugend geeigneteste. In der Orthographie ist der Verfasser bahnbrechend; sie lehnt sich — so weit dieses angeht — der allgemein eingefährten Orthographie der.deutschen Sprache an, was wohl auch ein nicht zu unterschätzender Vor- Iheil des Buches ist. Letzte Rachrichten. Aschaffenburg, ppv •». In Berichtigung des von uns heute vor acht Tagen veröffentlichten Nachrufs aus Rabbi Simcha Bamberger wird Folgendes mitgetheilt: Der pw fühlte nicht den Höhegrad der Erkrankung, consultirte darum die Aerzte nicht darüber, ob er fasten dürfe oder nicht, freiwillig, ohne gefragt zu sein, erließen jene kein Verbot. Sobald ferner einer der Aerzte das Verbleiben in der roiD untersagte, und das geschah erst am zweiten arm, unterblieb es; der n mußte von da an überhaupt das Bett hüten. Mainz, 20. Dez. Wir wollen nicht verfehlen, auch in diesem Jahre auf das Merkchen „Der Heldentamps der Maeeabäer" (Der Israelitischen Jugend zum Chanukkafeste erzählt von Moritz Stern, mit drei Vollbildern, Kiel, H. Fiencke) aufmerksam zu machen. Preis 40 Psg., 10 Exemplare 3 Mk.. 20 Exemplare 5 Mk. G. Kohn, »David Speyer." Roman. 2 Bände. Frankfurt a. M. 1896. A I. Hofmann. EineBerl. Zig. schreibt: Ein hiftorischerRoman aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges, dessen Autor der auf dem Gebiete Ghettoerzählung rühmlichst bekannte S. Kohn ist. Der Roman entrollt das farbenreiche und interessante Bild einer geschichtlichen Episode aus dem großen deutschen Kriege, und zwar behandelt er die Erlebnisse der Prager Juden in jener Zeit. Im Vordergrund der Handlung steht die Gestalt eines jungen ManneS, der schon in frühester Kindheit wechselvolle Schicksale erlebt hat und mit seiner Mutter aus seiner Vaterstadt - Prag, in der sein Vater eines ungerechten Verdachtes wegen Schmerzlichstes erdulden mußte, geflüchtet ist. Draußen im Reich ist er von

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