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Der Israelit · 1897-12-13 · Heft 98 (13.12.1897) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 98 (13.12.1897)
Date
1897-12-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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■?*£*< XXZTIIL Jahrgang. Beilage ju M 98 des „Israelit". Leitender Artikel. -D’^tDton rosiy Eine wissenschaftliche Abhandlung über talmndische Systematik und Namen der bibl. Vögel von I. Gugenheim, Rabbiner in Saar Union. Die vier Charakterzeichen, die SknfsteNnng der mna ':d'dvi. Demzufolge hätten, wenn es sich um die vorbezeichneten Thiere handeln würde, die angeregten Fragen jetzt schon ihre Lösung gesunden. — Wir wissen nun die Ursache, warum es Thiere gibt, die ja ein sind, während die nm bei anderen nicht vorkommt; Die Katze als fleischfressend muß, um ihr Leben erhalten zu können, die nothwendigen Krallen besitzen und es wurde hier somit zur Gewohnheit, dieselben auch zu benutzen, sie ist also — Der Ochs als Gras fressend, bedarf keiner Krallen, er nahm folglich die Gewohnheit auch nicht an, beim Speisen anders, als nur mit dem Maule vorzugehen, er ist also nicht er-, — Hätten wir hierbei auch die Reinheilzeichen zu bestimmen, so würden wir jedenfalls annehmen, daß aus nm schon durch die vorhandenen Krallen geschlossen werden kann. — Das Vorhandensein derselben in der Form, wie es sich bei der Katze zeigt, würde hinreichend sein, um auf ihre ns~H ihre Befähigung hinzuweisen und als Erkennungszeichen der Thierart gelten müssen, und sogar, wenn wir auch nicht wüßten, wo und wie diese Krallen gebraucht. — Derselbe Fall würde bei uns eintreten bei dem Wiederkäuer; der erste Blick, den wir auf feine unbekrallten Füßen werfen, wird uns genügen, um denselben als nicht D,rn zu bezeichnen. Dann würden wir auch allgemein, wo das Verhättniß eintritt, daß ein durch die Natur angeregtes, gewohnheitsmäßiges Benutzen und Gebrauchen der Füße, um den Fraß halten zu wollen, hervortritt, dasselbe als rem betrauten. — Wir würden dadurch sogar hierbei zu der Erkenntniß gelangen, daß diese beiden Punkte, die Formation der Krallen und das Einstoßen derselben in engster Verbindung mit einander stehen, um dadurch als ne*n zu bezeichnen ist, als auf eine andere Weise; nie würde es uns hierbei einfallen, diesen Thieren Vorschriften machen zu wollen, auf welcher Art, Weise und Ordnung das Ergreifen oder Halten zu geschehen hat, damit sie den Namen no^n verdienen, da wir jede Anstalt, den Fuß hierzu zu bewegen, schon als solche anerkennen müssen. — Jedes Hinbeugen des Fußes zu der Nahrung werden wir nach Kenntnißnahme dieser Gewohnheit, als nvin und Raubthierartiges bezeichnen. Nur solche Thiere, die durch ihre Naturanlage und Krallenlosigkeit beim Fressen auf jede Mitwirkung ihrer Füße verzichten müssen, sind als Nicht-o^m, also als nichtraubthierartig aufzufassen. — &man der gleiche Unterschied, welcher zwischen den Thiergattungen besteht, wo die einen fleischfressend sind und sich von Beute ernähren, die anderen aber von Vegetabilen ihren Lebensunterhalt haben — es gibt auch omniyores, — besteht auch bei den Vögeln. — Wie die Vierfüßler durch die Krallen und deren Gebrauch zeigen, ob sie Fleischfresser oder Vegetabitenfr«.ffer sind, so geschieht er auch bei den Vögeln; der Unterschieb zwischen einer fleischfressenden und einer auf Vegetabilen angewiesenen Gruppe tritt auf die gleiche Weise, wie beim Vierfüßler hervor. — Auch dem Adler und den andern Raubvögeln, die auf animalische Kost angewiesen sind, auch ihnen fliegt die Beute nicht in den Schnabel. Auch die auf Beute angewiesenen Vögel müssen dieselben erst sangen, manchmal noch zerreißen, wenn die Stücke zu groß sind, um sie ganz zu verschlucken; hierzu bedürfen sie vor allem die dazu geeigneten Organe. Es sind dies die verschieden geformten uno für jeden Vogel auf das zweckmäßigste eingerichteten Krallen. — Die Raubvögel bedienen sich dieser ihrer Krallen zum Ergreifen der Beute ebenso wie die Raubthiere, und zeichnen sich dabei durch das Einhacken derselben, rwn au§>; die Taube aber, welche von Körnern lebt, braucht hierzu keine Krallen; sie hat deßhalb auch nur stumpfe Nägel an den Zehen. — Da sie weder Fuß noch Zehe in irgend einer Weife beim Fraß zur Hilfe nimmt, so ist sie nicht raubvogelartig. Die Thatsache, daß sie nicht m ist, bildet ein Reinheitszeichen rrns — Die Gestaltung der Füße, ob sie mit oder ohne Bewaffnung versehen sind, gibt uns über die Thätigkeit und Lebensweise des Thieres Auskunft. lieber die große Verschiedenheit, welche zwischen der Bildung der Zehen von Raubvögeln und derjenigen von Tauben besteht, führe ich folgende Kennzeichen aus einem zoologischen Werke an. Raubvögel: „Sie haben lange, starke Zehen, welche mit überaus kräftigen, gekrümmten Krallen bewaffnet find. Diese Krallen zeichnen sich allgemein durch ansehnliche Größe, Scharfspitzigkeit und große Beweglichkeit aus und leisten große Dienste beim Ergreifen, Festhalten und Zereißen

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