Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 97 (9.12.1897)
- Date
- 1897-12-09
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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hervorgeht daß die Berufe, in denen die Juden besonders zahlreich vertreten sind, auch im Allgemeinen die meisten Geisteskranken zählen. So sind unter unter den Geisteskranken der Bevölkerung Handwerker . . 22.12 Prozent 8.63 Prozent Handel.... 9.26 „ 2.80 „ Lehrer rc. . . . 1.84 „ 0.20 „ Aerzte u. Apoth. 1.23 „ 0.14 „ Schriftsteller sc. . 0.47 „ 0.08 Es ist ganz klar, daß die Berufswahl der Juden von sehr wesentlichem Einfluß ist und die Hobe Zahl der Geisteskranken wesentlich erklärt. Zudem kommt vor allem die Thatsache, daß die Israeliten ihre Kranken bester pflegen, als die Nichtjuden, sie viel schneller und in leichteren Stadien in die Anstalten geben und daher in derartigen Statistiken mit unverhältnißmäßig großen Zahlen siguriren. Vermischtes. * Gdelslnger», 6. Elul. Unsere hiesige jüdische Gemeinde hat durch das Hinscheiden des Herrn Samuel Adler, dis ältesten Mitglieds derselben, einen schweren Verlust erlitten. Im Jahre 1807 geboren, erreichte 7^'ior ein Alter von mehr als 90 Jahren An seiner Bahre trauert eine weitverzweigte Familie, ein großer Freundes- und Bekanntenkreis, ja die ganze isr. Gemeinde Edclfingcn Durch sein rechtschaffenes, gerades Wesen, durch seine Bürgertugenden der Arbeitsamkeit, Bescheidenheit und Selbstlosigkeit, durch ausgezeichnete Gelehrsamkeit imb durch seine tiefgtgründete Frömmigkeit hat sich der nunmehr Selige in außergewöhnlichem Maße die Liebe und Hochachtung seiner Mitbürger, der Israeliten wie Nichtisraeliten, erworben Ein Enkel des Verstorbenen, Herr Lehrer Hetz aus Nordstetten, gab diesen Ged.mken am Grabe beredten Ausdruck. Herr Rabbiner Dr. Sänger hielt einen sinnigen Nachruf, worin eibetonte, daß der Entschlafene durch seine musterhafte Kindererziehnng soitlcben wird. Er wird fortleben im Gedächtnisse aller, die ihn gekannt, im Herzen der Armen, denen er stets geholfen und die an ihm stets einen Sachwalter gefunden. er wird fortleben in seiner Gemeinde, bei fernen Freunden und Bekannten, denn 7D"0, p ljf "C*: M n % z i ß z rr. Für de« folgenden Thci! ist die Red actio« nicht verantwortlich. (SlUält für t. hübsches, ftterigw religiöse-, sehr tüchtiges Mädchen, 25 Jahre alt, aus guter Familie. Milgift 5—6000 Mark, paffende Parthie Handwerker oder Witrwer nicht ausgeschlossen. Offerten unter 6803 "au die Geschäftsstelle dfS. Blatte«. Aür meine^Tochter, 16 Jahre O alt, welche im Schneidern und Haushalt bewandert, suche in jüdischem Geschäft oder Hauöhalt. wo Gabst und Ferertage streng geschloffen. <6827 Offerten erbitte an Wwe. Rothschild, Sontra. B-z- Casset, zu senden. /ZlNche für meinen Sohn, 1b w Jahre all, der die Real' schule 4 Jahre mit guten Zeugnissen besucht, eine passende Stelle als Lehrling in einem Hause, das an Saobat- und Feiertagen streng geschloffen ist. Offerten unter 6800 an die Geschäftsstelle dss. Blattes. Bur selbstständigen Führ. des Haushaltes wird eine tüchtige Wtrthschftftertn gesucht. Offerten mit G hansansprüchen erbittet (6830 Lehrer Oppenheim, Treysa. 'Pensionat Jsraelite de Demoiselles dirig<$ par Kne, Maier _ Avenue de Ramine.2' Lausanne, Suisse. Enseignement du fran^ais daus toutes 8es branohes, l’anglais, l’allemand, religion, musiqne, onvrages manuels. Sarveillance active et education soignöe. Prospectus et r^förences & disposition. (234b tTsie iSrael. Religionsgesellschaft StiVfl ft. Rahe sucht P. 1. Januar 1898 eineu seminarist. gebildeten Religionslehrer, Dorveter u. Tchochet. Derselbe muß angenehme Strmme baden, etwas Musik verstehen und manatlt<9 einen dtutschen Vortrag halten können. Der fixe Gehalt beträgt Mk. 900 bis Mk 1000. Da4 Schächten bringt ca. Mk. 300 ein, außerdem ist Gelegenheit zu Nebenverdiensten geboten. Den Offerten sind unter Angabe bisheriger ThätigLit, Zeugnißabschristcn und Photographie belzufügen Ausländer bleiben unberücksichtigt. (6792 _Der Vorstand: August Michel._ Theure Glaubensbrüder! Ein Taubstummer, dabei aber sehr strebsamer und fleißiger Familienvater, kufindet sich gegenwärtig tn tiefster Noch. AuS Mangel an den allerniühtgsten Mittcln kann er bereits schon ein Jahr kein Geschäft betreiben, und um einigermaßen seine Familie zu ernähren, arbeitete dieser ohnedies schwächliche Mann täglich auf den Aeckern eines Pächters. Im Austrogr der Frau dieses Armen, die mir unttr Thränen dir Noth fchtlderle, wende mich bittend an die grsch. Leser dieses Bla teS, durch Gaben dazu beizutragen, damit die Noth einigermaßen gelindert werden. Gaben wolle man gefl. an die Geschäftsstelle diese- Blatter unt. 6303 einsenden, allwo auch die nähere Adresse zu erfahren ist. OvMlpO “DE/ 0?E/’ 'H. L. TtkiN, Lehrer, Affenhvim. Gutgehende mit i-sden sofort.'oder später an einem frequentirien, mittl. Platze Süddeutsch!., an welchem sich eine religiöse ‘ jüd. Gemeinde befinde. zu kftnsen od miethen gesucht. (6831 Ernstgemeinte Offerten beliebe min zu richten an vr. «ahn, Ad elSh.eim. &xm min Sache für eiven mir nahestehenden jungen Mann, JSr., Ead« der 30er Jahre, von angenehm. Aenßere», Mitinhaber eimS FabrikgeschäfteS, cine pfts sende Parthie. Junge ge. bildete Mädchen (oder deren Glrrn> ans achtbarer Familie, mit einem Baarvermöge» von mindestens 25—30,000 Mk.. belieben Offerten unter 6. K. 6826 an die Geschäftsstelle dss. BlatteS «inzusenden. Strengste DiScretion gegenteilig. Ber, mittler verbeten. Anonym unberücksichtigt.