Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 94 (29.11.1897)
- Date
- 1897-11-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXXVIII. Jahrgang. M »4 Ein Der Zsraelit Aenlrat-Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Begründet von Dr in Ifttnini. Montag, den 29 November 5658 (1897). Eine Minvk abonnirt man bei allen Postanstalten für den Monat i Dezember ü auf den „Israelit". Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnement», welche rechtzeitig am Post-ZeitungSschalter de» Wohnorte» de» Besteller» oder bei dem betreffenden Landbriefträger aufgegeben werden. Die Erpeöition des.Israelil". Leitender Artikel. Ilm Exil. Eine Betrachtung zu rwi 'v von Hermann Klein, Rabbinats-Candidat in Frankfurt a. M- 1VX sllv'LI '21 Dtt>2 D1JB '21 12>22>1 X2 2 xe>onp xnx tpovr\ X2 oioix rnvn '2X^2 bw ^ip — ,n*D 1"2 .XlTE'tP xnx Vielfach wird die Ähnlichkeit, die zwischen den Schicksalen unserer Erzväter und dem Geschicke des jüdischen Volkes besteht, hervorgehoben. Wenn wir hier unter dem Golusjoche seufzen, taucht vor unserem Geiste das GoluSschicksal unserer Väter auf, und wir forschen eifrig nach einem inneren Zusammenhänge, der möglicherweise zwischen der immerhin merkwürdigen Geschickesgleichheit bestehen mag. So möge es denn auch uns gestattet sein, in folgenden Zeiten zu diesen Forschungen einen bescheidenen Beitrag zu liefern. Zu unserem Erzvater Abraham sprach Gott t? ■jS: ziehe hinweg aus den dir liebgewordenen Kreisen, um eine große herrliche Mission zu erfüllen, die Mission nämlich, den verhängnißvollen Schleier, welcher die Blicke der Gesammtmenschheit verhüllte, zu lüften. Gehe hinaus in die weite Welt, die Wahrheit 511 verkünden, die Gottesidee zu verbreiten- Wandle unter den Menschen in den von mir vorgeschriebenen Bahnen, biete Trotz allen Anfeindungen der Welt, auf jeden Fluch antworte mit einem Segen 1212 in/1 Sei unbekümmert um den stillen Hohn de2 Einen, um die lauten Haßausbrüche des Andern; die leuchtenden Sonnenstrahlen der Wahrheit werden sich siegreich Bahn brechen, 121x1 ruiBPa Id -p 12121 und die ganze Welt wird durch dich beglückt werden. Sein Enkel Jakob sollte, wie Rabbi Pinchas bemerkt, die Sonne seiner Mitwelt werden. Gleich der Sonne sollte auch er unerschütterlich auf seiner Bahn ansharren, sich durch nichts üt der Betätigung seines Berufes stören lassen. Die Wahrheit, die er im Hause seiner Väter erkannt, sollte er in die weite Welt hinaustragen, um für sie zu leben und zu kämpfen. Auch zu denr jüdischen Volke sprach Gott sein "f? und wir nahmen herzzerreißenden Abschied, der noch jetzt im Herzen eines jeden wahren Jehndi uachkliugt, von unserem theuerm Vateriande; wir verließen unter verzweiflnngsvollem Jammer die Gräber unserer Ahnen, um gleich jenen den bitteren Goluskelch bis zur Neige zu leeren; wir verabschiedeten uns zerrissenen Gemüthes von den heiligen Ueberreften des tripai r,'2, um die Welt für die hehren, hohen und heiligen Wah, heuen unserer 1171 zu gewinnen. Als bxiri' '22 als Goitessireiter schickte uns Gott unter die Völker. Im Eril sollen wir, uneingeschnchtert von den Mißhandlungen der Andersgläubigen, treu zu unserem Gotte stehen, uns um die Fahne unserer steten Begleiterin, der Thora schaaren, und ihren Ideen zum Siege verhelfen. Wenn wir trotz aller Rohheiten der Völker den Muth nicht verlieren, und tmsere spezisisch jüdischen Charaktereigenschaften nicht verleugnen, dem 1212 "11 Gebote gemäß, allen rohen Ausbrüchen der Leidenschaften ein stilles Gebet für die Erleuchtung der 'Rationen entgegensetzen, föuncu wir