Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 90 (15.11.1897)
- Date
- 1897-11-15
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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1718 bie Sorge für die jüdischen Armen übernommen. Da sich eine unverhältnißmäßig große Zahl derselben vorfand, so hat das Comilö Warnungen nach Gibraltar und den Häfen von Marocco versendet, um vor der Einwanderung nach Portugal zu warnen. Afrika.? Süd-Afrika. In Bloemenfontain im Orangenfreistaat fand kürzlich die Gemeindenversammlung der Gemeinde statt, bei der beschlossen wurde, eine Synagoge zu errichten, zu der die Stadtgemeinde den Platz geschenkt hat. Ungefähr 6000 Mark wurden für diesen Zweck gesammelt, den Rest werden die anderen jüdischen Bürger des Orangefreistaates aufbringen, die ihr Centrum in der jüdischen Gemeinde von Bloemfontain sehen. Für die hohen Festtage kommen die zerstreut wohnenden Israeliten alle nach dieser Stadt, wo der Gottesdienst an diesen Tagen im Rathhause stattftndet. — Aus Port Elizabeth wird mitgetheilt, daß der neue Geistliche, Rev. Philipps mit großem Erfolge Jugendgottesdienste eingeführt hat und auch die neu organisirte jüdische Religionsschule gut besucht wird.? Bulltwayo (Matabalano). In unserer Stadt, wohin jetzt eine neue Eisenbahn gebaut ist, ist schon eine recht ansehnliche Gemeinde, welche bereits 130 Mitglieder zählt. Die Synagoge ist im Bau und dürfte bald vollendet sein, es sind auch schon recht ansehnliche Geschenke für dieselbe gemacht worden. In diesem Jahre fand wieder der Gottesdienst in dem großen Börsensaal statt, da nicht weniger als 300 Teilnehmer vorher angemeldet waren. — In Krügers d o r p beabsichtigt man eine Synagoge zu bauen, wozu Mc. Abner Cohen den Grund und Boden geschenkt hat. — Die größte Gemeinde in Südafrika ist in Johannesburg, wo denn auch das jüdische Leben am stärksten pulsirt. Hier bestehen bekanntlich mehrere Gemeinden, die jede mehrere 100 Mitglieder zählt. Als in diesem Jahr die Sitzung des Stadtrathes aus den Versäimungsfest fiel, entschloß sich der Bürgermeister auf die Bitte der jüdischen Mitglieder dieselbe um einige Tage zu verlegen. Vermischtes. vtt-apest. Nach dem »N. P. I." beträgt die Zahl derjenige», die sich bis jetzt auf Grund der neuen Knchen-?Gesetzgebung als konfessionslos erklärt haben, 4000. Ausallend ist zunächst, daß die Konfessionslosigkeit sich auf dein Lande mehr verbreitet hat, als in den Städten; die letzteren stellten nämlich zusammen nur 446, darunter die Hauptstadt mit ihrer halben Million Einwohner nur 58 Nach den Nationalitäten vertheilt wurden konfessionslos: 2000 Ungarn, 600 Serben, 300 Deutsche; der Rest von 1100 vertheilt sich auf Rumänen, Slowaken u. s. w. Die meisten Gläubigen! verlor die reformirte Kirche, nämlich 1540; dann kommt die « römisch-katholische mit 923. die protestantische Kirche A. C. mit 755 u. s. s. DaS Judenthum verlor 28, die Unitarier Niemand. Interessant ist, daß mehr Frauen als Männer konfessionslos wurden: 2181 gegen 1809. Letzte Nachrichten. Jerusalem. Im „Habazeleth" vom 3. Marcheschwan findet sich ein Inserat, das von einem schweren Unglück berichtet, welche« sine dortige jüdische Familie betroffen hat, und worin zugleich die schwersten Anklagen gegen zwei Aerzte von Wohlthätigkeitsanftalten erhoben werden. Wir können den Anklagen kaum Glauben schenken und veröffentlichen den Thatbestand hier, um durch eine Erwiderung beruhigt zu werden. „Freitag den 12. Tischri, Mittags um 3 Uhr, fiel das zweijährige Töchterchen des Jakob Salomon Siro in den Abort und wurde, fast erstickt, nur schwache Lebenszeichen von sich gebend, heraufgeholt. Der verzweifelte Vater eilte zu einem Arzt des Rothschildspital, der in der Nähe wohnte und konnte denselben trotz flehentlichster Bitte nicht zum Mitkommen bewegen. Ein Schwager des Mannes eilte nun zum Arzte des L. Z. V. Die Diener riefen dort zum Fenster hinaus, daß der Herr Doctor sein Mittagsschläfchen halte. Auf seine Bitten, den Arzt zu wecken und auf sein Klopfen an der Thür erhielt er keine Antwort. Das Kind verschied ohne ärztliche Hülfe gefunden zu haben." Briefkasten der Redaktion. Herr I. B. in Abterode: l. Auch die Frauen sollen beim Vorlesen aus der Thora die ganze Sidra aufmerksam mit anhören Sind dieselben gewohnt eine Techinoh Zusagen, so sollen sie dieses Gebet beim Äushcben der Thora oder nach dem Mussasgebet verrichten. 2. L>ie nlüsscn das Fäßchen und seinen Inhalt aufmerksam prüfen. Besonders genau müssen L>ie am Boden des Fäßchens Nachsehen. Finden sich noch drei Würmchen, so dürfen Sie die Bohnen nicht genießen. Beim etwaigen Verkauf müssen Sie dafür Sorge tragen, daß dieselben nicht in die Hände eines "□ kommen; besonders, weil man ja im Allgemeinen Bohnen nicht Nachsicht, und hier wahrscheinlich durch Schmutz im Faß ein Ausnahmesall vorliegt. L. H. N.: Auch kleine Mädchen dürfen bei keiner Gelegenheit, selbst bei Trauungen nicht, in der Synagoge beim Gesang Mitwirken. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Zurückgesetzte Stoffe für Festgeschenk 8 Mtr. Noppen-Bocker.zum Kleid für M. 1.80 Pfg. 6 „ Tokio WlnterstofT .... „ „ „ „ 2.40 „ 6 „ Damentuch in 15 Farben . . ,, „ „ „ 3.30 „ j 6 „ Veloutlne Flanell solider Qualität „ „ „ „ 4 2o „ 8 „ Frühjahr-u.Sommerstoff,gar. wasctiiicht,, „ „ 1.88 „ versenden in einzelnen Metern, Roben, sowie ganzen Stücken franco in s Haus. ZZZ Gelegenheitskäufe in Woll- und Wasohstoffen uz zu reduzirten Preisen. Muster auf Verlangen franco. — Modebilder gratis. Versandthans: Oettinger & Co., Frankfurt a. M. 8eparat-Abtheilung für Herrenstoff«: Stoff zum ganzen Anzug für Mk. 8-76 Pfg. Cberiot „„,,„ „ 5.85 „