Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 89 (11.11.1897)
- Date
- 1897-11-11
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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fängnisstrafen erwartet hatte. In diesem Falle ist allerdings Revision eingelegt worden, aber es ist begreiflich, wenn solche milde Uriheile zur Ermunterung der Antisemiten dienen. Unter diesen Umständen werden die Juden gut (thun, die Vereine, welche sie zu gegenseitigem Schutz gegründet haben, noch weiter aufrecht zu erhalten. Wersonalien. Doritheim (Bayern), 4. Nov. Am zweiten Tage des Sukkothfestes verschied dahier Herr Jacob Lob Schönfärber im Alter von 72 Jahren. Der Entschlafene, der ein sehr frommer Jehudi, ein ^2 am’ und WL22 pnpno gewesen, stand der »wnp «“an 42 Jahre als Leiter und Vorsteher vorebenso war er 38 Jahre Gemeinde-Vorsteher und verwaltete diese Aemter in treuester Hingebung zur Sache, na cvb. Dabei erfreute er Sabbat und Feiertage die Gemeinde oft durch geistreiche religiöse Vorträge. Wenn unsere Gemeinde mithin einen vorzüglichen Ruf bezüglich Frömmigkeit und Religiosität genießt, so ist auch hierin dem Verstorbenen, der durch sein frommes Beispiel aneifernd wirkte, viel zu verdanken. Und sowie er in marn rmn unser Leitstern gewesen, so war er auch unser Vorbild in Betätigung von np-K und otttk na;2n, welche Mizwos er mc o’:b *1202 und in reichem Maße übte, sowie durch die unverhohlen empfundene Freite, wenn er sein Schärstein für nun nab beisteuern oder einen größeren Betrag h«nv pn« sammeln konnte. Obwohl durch seinen Beruf sehr in Anspruch genommen, wurde nnw t'ab doch nicht vernachlässigt und besonder- 2iv vw 7i2v> widmete er sich unausgesetzt dem; Thorastudium und ebenso brachte er große Opfer, seinen Kinder Thorakenntnisse anzueignen, verwandte große Sorgfalt, daß seine Töchter bei ihrer Gattenwahl nur fromme, gottessürchtige Männer heiratheten. Seine Nächsten- und Menschenliebe war allgemein bekannt. Für Jeden hatte er ein freundliches Wort, eine freundliche Miene oder Bemerkung, jedem stand er mit Rath und That bei und bei den Behörden stand er in hohem Ansehen und großer Achtung. Darum hat die Trauerkunde bei jedem, der den Verstorbenen im Leben kannte, ungetheilte, aufrichtige Trauer erweckt und hat man manchen biederen Christ aufrichtige bittere Thränen über sein Ableben vergießen sehen. Möge der Allmächtige der Hinterbliebenen Wittwe und den Kindern Trost verleihen und den Verlust tragen helfen! najun Berlin. Die Feier des achtzigsten Geburtstages von Ferdinand Reichenheim versammelte am 20. v Mts. die Glückwünschendcn in großer Zahl in der Wohnung des Jubilars, Thiergartenftraße 16. Neben den Familienmitgliedern und persönlichen Freunden des Jubilars, deren Blumenspenden in prächtlgster Weise alle Räume schmückten, hatten sich zwanzig Deputationen eingefunden, die im Namen staatlicher und kommunaler Behörden, sowie im Namen der Berliner jüdischen Gemeinde und der vielen Wohlthätigkeits» anstalten, denen Ferdinand Reichenheim seine hilfreiche Fürsorge angederhen läßt, ihre Glückwünsche ausspracheu und Diplome und Adressen überreichten. Die Gratulation des Reichenhcimschen Waisenhauses, dem der Jubilar besonders nahe'steht, übcrbrachte eine Deputation, deren Wortführer der Vorsitzende des Euratoriums. Herr Bambergcr war. Auf alle Ansprachen, welche von den Deputationen an den Jubilar gerichtet wurden, erwiderte dieser in herzlichster und frischester Art. Herr Ferdinand Reichenheim, der zu den Mitbegründern der früheren bekannten Kattunsabrik gehörte, war einer der ersten, der der englischen Baumwollenindustrie mit Energie und Erfolg auf dem deutschen Markt Konkurrenz machte. Vielfach stellte er seine Bestrebungen und sein Vermögender den Dienst des Gemeinwohls, so als er im Jahre 1870 mit Rudolf Virchvw und dem verstor denen Branddirektor Skabcll die allgemeine Krankenpflege für das deutsche Heer organisierte. Hierfür erhielt er das Eiserne Kreuz. Auch um die Begründung des Kaiser Friedrich- Kinderkrankenhauses hat Herr Reichenheim wesentliche Verdienste^__ )örieffaftett der Expedition L. M. in B: Betrag von Mk. 6 dankend empfangen. I. >n ft.: Betrag dankend erhalten. A. H. in W. r Annoncen kosten zusammen 6 Mk. Briefkasten der Redaktion M. G. in Rochheim v - H. r 1885 war Dienstag der erste Tag Pcßach, der rro also am 18. Nissan, der Geburtstag am 1l. Nissan. I. K. B. in H.: selbstverständlich sind die Früchte eines Obstbaumes in den drei ersten Jahren einem jrD ebenso streng zum Genuß und Gebrauch verboten, wie jedem anderen Juden. I. H. in Gftt—mimt* fttimoti SBonn Sie sich für dauernd dort niedergelassen haben, so müssen Sie sich nach dem .inJO der dortigen Gegend richten._ Berichtigung. Auf Grund des 8 ll des Prcßgesetzes bringen wir folgende Mitthei ung. Zugleich bemerken wir, daß es uns fern lag, die Wahrheitsliebe des Herrn caud. phil. Moses Fricdläuder in Zweifel zu ziehen: 1. Der Akad. Verein für datz Studium der hebr. Bibel ist von Herrn Moses Friedlänkur gegründet worden, nicht von dessen Bruder oder einem anderen Verwandten. 2. Nichtjuden, laut Statut von der Mitgliedschaft ausgeschlossen, haben sich auch als Gäste an dem Bereinsleben nicht betheiligt. Die einzige Ausnahme in den vier Jahren feit Bestehen des Vereins machte ein christlicher Theologe, der im ersten Semester, Winter 1893/94, an zwei oder drei Sitzungen theilnahm, ohne jedoch irgend welchen Einfluß auszuüben. Hochachtungsvoll Akad Verein für das ^mdium der hebr. Bibel, Berlin: Leopold ^Llein, «kuck, pinl, Schriftführer und stellvertretender Vorsitzender des A. B. V. Alfred Lubowski, cand. med., Vorsitz des Akad. Vereins für das Studium der hebr. Bibel. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Alb. Abraham nL'2 wurst- und (Inh.; Herrn. Abraham) jlcifd)IPCIflrcn: jdDrif, Cöl«, Referenz: Ehlw. He r Robb. Peilenphuhl 19. Dr. Plato, Cäln. Ge-r. 1857. (6357) Dampkvetrieb.