Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 86 (2.11.1897)
- Date
- 1897-11-02
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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'-^m>v y.< ^vjg^jpg^weRy^wHwpaMB^pHKpBgPBggc 1646 Amerika. ** New-Uork Eine statistische Untersuchung, geleitet von Charles Hoffmann, Sekretär der jüdischen Einwanderungs-Gesellschaft in Philadelphia, hat ergeben, daß in allen Strafanstalten des Staates Pennsplvanien sich nur 1t4 jüdische Sträflinge befinden. Ein Sherif sagte in seiner Antwort auf die diesbezügliche Anfrage: „Wenn es nur Juden gäbe, würde ich meine Stellung vertieren." Palästina. Jerusalem Allmählich werden nähere Mittbeilungen bekannt, über die in Madeba gefundene Mosaikkarte. Darnach sind Die entdeckten Bruchstücke im Umfang von 18 Qm. nur Theile jener großen Karte, welche den ganzen Fußboden und den Vorhof der entdeckten Kirche eingenommen hat. Diese Karte, welche ganz Vorderasien incl. Palästina und Egypten umfaßt hat, erstreckte sich auf einen Raum von 280 Qm. Die Bedeutung dieses neuesten Fundes von Madeba kann schwerlich zu hoch geschätzt werden, und man darf es dem Entdecker zumal nicht verübeln, wenn er diesen Punkt mit besonderer Ausführlichkeit behandelt und in das rechte Licht zu stellen sucht. In zweifacher Hinsicht ist die Karte von höchstem Werthe: für die hebräische und christliche Archäologie, und für die geographischen und geschichtlichen Verhältniffe der Zeit, in die die Karte anzusetzen ist. Für jene, sofern sie UNS a) die Bekanntschaft bisher unbekannter Städte vermittelt, b) die Ueberlieferung der damaligen Christen über die heiligen Städte rc. bestimmt, e) einzelne Aussprüche ves alten Testamentes (z. B. die Prophezeiungen des Erzvaters Jakob über seine Söhne Joseph und Benjamin) in anderer und zwar deutlicherer Fassung darbietet, als die heilige Schrift, e) die Gestalt, den Stil und Grundriß der damaligen Zeit auszeigt. Für diese, sofern sie sich nicht damit begnügt, die Namen der Städte einfach anzuführen, sondern dabei mit peinlichster Sorgfalt Größe und Plan jeder irgend bedeutenden Stadt angibt, ferner, wieviel Thüren und Thore sie habe, diese nach Osten oder Westen zu liegen, was für bedeutendere Gebäude sie besitzt, und welches deren Stil ist, welches der alte Name der Stadt, und welches dieser damals übliche war. Sogar, wo Ebenen und wo Höhlen, wo Wüste und wo Oasen, wo Berge und wo Hügel, wo Flüsse und Bäche, wo Wälder, wo Quellen und Thürme, wo Teiche und See, wo Nachen und Schiffe, wo Palmen und wo Bananen, wird genau und mit natürlichen Farben auf der Karte dargestellt. Personalien. Budapest, 28. Okt. Herr Moritz Ullmann, Weinhändler, ein in der Hauptstadt Budapest allgemein bekannter Mann verschied nach kurzem Krankenlager infolge einer Bauchfellentzündung. Welchen Ansehens und welcher Beliebtheit sich der Verblichene erfreute, das zeigte sich bei seinem Leicheubegängniß. Nahezu 20 Jahre stand er als Zedoko Gabv an der Spitze der Szent Andreer Cultus-Gemeinde, Jahre lang war er Chewra Gabo in einem vornehmen Budapester Wohlthätigkeits-Verein. Mit seltener Treue und Ausopferungsfähigkeit waltete er all dieser Aemter. Erzogen wurde er in Gottesfurcht, gebildet in Kenntniffen und jüdischer Wissenschaft; er hatte ein edles Muster an seinen frommen Eltern und selten frommen Gattin vor sich; in seinem Hause ward stets Mildthätigkeit geübt und Gerechtigkeit gepflogen; gottvertrauend und gottesfürchtig beförderte er das Wohl seiner Kinder, unterstützte Arme und Hilfsbedürftige und wenn er wußte eine Mizwe ausüben zu können, scheute er keine Zeit und kein Geld. Ihr Correspondent betrauert in dem Verblichenen seinen Onkel. Wie sein Leben, so war auch sein Scheiden und seine Bestattung ein Kidusch Haschem. J. Sp. Bermif’-iUes Frankfurt a M. Herr Tr. Jonas B o n b i, der sich durch feine Arbeiten auf dem Gebiete der Aegriptologie bereits einen gefeierten Namen erworben hat, ist zum Oberlehrer an der Realschule der Israelitischen RellgionegescUschaft ernannt worden St Petersburg. Die Frage, ob Jüdinnen, die das Recht haben, überall in Rußland zu wohnen, nach ihrer Ver: hcirathung mit einem Wanne, der dieses Recht nicht hat, ihr ursprüngliches Recht verlieren oder nicht, ist, wie die „Pet. Wed." hören, vom Senat im positiven Sinne entschieden. Briefkasten der Expedition., I. H. in W.: Betrag von fl. 1.50 dankend empfangen. Briefkasten der Redaktion. W in T-r Wenden Sie sich gefl. an Herrn Alfred Geiger in Frankfurt a. Main. S. F. in Coustautirropel 19. Dezember 1894 15. Kislew 5655. Tiefes Jahr ist der 15. Kislew am Freitag, den 10. Dezember. Uebrigcns ist das Jahrzeit nicht am Tage der Beerdigung, sondern am Sterbetage. Falls Ihr Sohn einen Tag nach seinem Tode zur Ruhe gebettet wurde, wäre Jahrzeit am 14. Kislew. In diesem Jahre — Donnerstag, 9. Dezember. —h. in Fürth. Abdruck des Artikels in nächster Nummer, da heute zu spät. Herzl Gruß. Herrn Cin A: Da sich Rabbi Moses de Lima jede Leichenrede oerbeten bat, fo halten es seine Verwandten als nicht in seinem Sinne gehandelt, wenn in den Zeitungen ein Nachruf über denselben veröffentlicht wird. Wir fügen uns daher ebenfalls dieser Ansicht.