Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 85 (28.10.1897)
- Date
- 1897-10-28
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Z)<sk Israelit. Central-Organ für das orthodoxe Judenthvm. M kälter für die israel. Schule. 2». Sept. 1837.^ lRr. 12. Hierein der Israel. Kehrer der JTQnöcstabbliiatßbejittte Emden und Oldenvnrg Protokoll über die XIII* Konferenz. Anwesend Die Herren: Landrabbbiner Dr. Lob —Emden und Landrabbiner Dr. Mannheimer— Oldenburg als Ehrenmitglieder. Rabbiner Dr. Rosenak—Bremen als Gast, ferner die Kollegen: Leoy—Norden, Vorsitzender, Löwsnstein—Jever, stellv. Vorsitzender. Abt—Weener, Abl—Emden, Bernheim—Varel, Eisenheim—Bentheim, Fink— Reustadt-Goedens, Frankenstein—Osnabrück, Gottfchalk—Esens, Herzberg—Oldenburg, Klein—Norden, Lachinann—Wittmund, Lotheim—Dornum, Oberschützky—Osnabrück, Popper—Lingen, Selig—Emden, Strauß—Papenburg, Wolfs—Aurich, Schriftführer. —Entschuldigt fehlten: Speyer—Sögel und Weinberg—Delmenhorst. Begrüßungstelegramme waren eingelaufen aus Berlin vom Gemeindevorsteher Jakob Pels—Emden und aus Meppen von Lehrer Ludwig. Erste Sitzung am 5. September 1897, Nachmittags 4 Uhr in Nordheimers Hotel zu Emden. Zur festgesetzten Stunde er öffnete der Vorsitzende, Herr Hauptlehrer L e vy—Norden, die heutige Hauptversammlung mit warmen Begrüßungsworten. Im Verlaufe seiner Rede bemerkt er, daß in früheren Konferenzen stets das Ideelle in den Vordergrund getreten sei, wenn er aber bei der diesmaligen Konserenzeröffnung gleich ans die materielle Seite Hinweise, so bestimme ihn dazu das bereits in Kraft getretene Lehrerbesolvungsgesetz vom 6. März d. I., das den Konserenzbesuchern, soweit sie dem preußischen Staatsgebiete angehören, ein gesetzliches Fundament für ihre Gehaltsverhältniffe biete. Er spricht der König!. Regierung für das bei Ausführung des Gesetzes den Lehrern bewiesene Wohlwollen seinen Tank aus und schließt mit einem Hoch auf Se. Majestät, den deutschen Kaiser, in das die Versammelten begeistert einstimmen. Auch Herr Dr. Löb begrüßt die Anwesenden, gibt einzelne Aufklärungen über das genannte Gesetz und fordert dabei die Lehrer auf von ihren Rechten nichts aufzugeben. Es folgt nun der Jahresbericht des Vorsitzenden. Am Schluffe deffelben macht dieser über den vom Verband gewährten Reisezuschuß Mittheilung, sowie auch über die Errichtung einer Pensions- und Reliktenkaffe, die demnächst ins Leben treten soll. Nun erhält Herr Gottschalk—EsenS das Wort zu seinem Vorträge: In wieweit läßt sich daS Gebetbuch beim systematischen Religionsunterrichte auf der Oberstufe verwerten? Ref. erklärt einleitend den Ausbruck „beten" in seinen verschiedenen Bedeutungen und kommt dadurch auf die Unterscheidung der Gebete nach Inhalt. Er weist darauf auf den Inhalt unseres Gebetbuches hin, das neben Lob-, Dankunnd Bittgebeten auch noch Stücke aus der schriftlichen und mündlichen Lehre enthalte. Besonders eingehend verbreitet er sich über die verschiedenen rra-n, über deren Wichtigkeit viele Aussprüche unserer Weisen angeführt werden. Vor Behandlung der Gebete in der Schule verlangt der Ref. überall, wo es angängig, die Angabe des Verfaffers seitens des Lehrers, um so nebenbei das Interesse für die großen Männer der Vergangenheit zu wecken. Auch die verschiedenen Gelegenheiten, bei welchen die Gebete eingeführt wurden, will er den Schülern mitgetheilt wiffen, weil er behauptet, der Inhalt eines