Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 76-77 (23.9.1897)
- Date
- 1897-09-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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11XiWiw.f|,Mj .ui rnnTTrinn-TT ijju injj ~ *f Ty**V*?Z. ' XXXTI1I. Jahrgang. Jß 79 & 77, Der Israelit. Ein Genlrak-Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Begründet von vr. ITeftman« in WLttLnz Dottrrerftag, den 23. September 5657 (1897). YMSP* Wir geben heute eine Doppelnummer, da des heiligen Neujahrsfestes wegen die nächste Ausgabe unseres Blattes erst Donnerstag den 36. Sept. erfolgt. Da mit dem 1. October 1897 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. In der Postzeitungsliste pro 1897 eingetragen unter Nr. 3665. Neu eintretende Abonnenten (Postabonnenten gegen Vorlage der Postquittung) erhalten unser Blatt bis Ende September gratis. Leitender Artikel. Der Ton des Scdofar's. Von S. Frankfurter (Wesel). Eine heilige Weihe ist es, von der unsere .Glaubensgenoffen am Rosch-ha-Schonohfeste erfüllet werden. Jeder Israelit, in deffen Avern jüdisches Blut fließt, deffen Herz nur noch einigermaßen fühlt, deffen Pietät noch nicht so ganz und gar erkaltet ist; er kehret ein an diesem Tage in das traute, ehrwürdige Haus seines himmlischen Vaters, er suchet die Gemeinschaft seiner Glaubensbrüder und Schwestern und verrichtet in dem Tempel des ewigen Gottes sein andächtiges Gebet. Und wenn auch das ganze Jahr hindurch das Ideal der Ewigkeit und der Vollkommenheit durch die Ideale der Eitelkeit und des Scheines der verblendeten Augen verhüllt geworden, wenn die Sucht nach irdischem Gewinn den himmlischen Gewinn außer Acht gelaffen hatte-fyeute, ja heute am Geburtstage der Welt, da glänzt das ewige Licht unserer heiligen Religion und verscheucht die Wetterwolken niederen Denkens und Treibens, und seine erwärmenden Strahlen dringen tief, tief in das Innere aller Herzen. — Was ist es aber so Wichtiges um diesen, wodurch zeichnet er sich vor den anderen Tagen, wodurch vor den anderen Festtagen unserer heiligen Religion aus? Ist denn nicht etwa der enp rot?, der heilige Sabbattag, viel wichtiger und heiliger als der heutige Festtag? Sind nicht die anderen Festtage und ihre Heilighattung durch die Thora und das Gesetz uns ebensosehr an« Herz gelegt worden? Wohl ist dies der Fall. Und während die anderen Festtage von der Thora, dem göttlichen Worte, alle begründet werden, heißt es von dem heutigen Tage lediglich: cd1? wp rwnn bp ein Tag des Lärmblasens soll er Euch sein. Und wirklich eilt auch heute jeder in die Wohnung des Allmächtigen, um grade dieses Lärmblasen vernehmen zu können und betrachtet den Augenblick dieser Gesetzerfüllung als den wichtigsten und heiligsten. Da muß doch in diesen Tönen ein hehrer Gedanke, ein heiliges Geheimniß wohnen, ein gewaltiges Wort des Allmächtigen aus ihnen zu uns reden. r,sn n nynn ttp Dyn nr« Und so ruft denn auch der königliche Sänger David aus: Heil dem Volke, das da versteht die Truoh, Herr, im Lichte Deines Antlitzes wandeln sie. Wohlan, so wollen wir denn unter Zugrundelegung dieser Psalmstelle forschen, welcher wichtige Gedanke durch das bevorstehende Fest zum Durchbruch kommen soll, damit wir um so höher den Werth und die Heiligkeit dieser Tage zu schätzen und zu feiern lernen. Wo aber anders finden wir die Quellen der Belehrung, als^in dem Buch, womit der himmlische Vater uns beschenkt hat, aus welchem alle gesitteten Völker sich belehrt und ihre religiösen Gedanken ent«