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Der Israelit · 1897-09-20 · Heft 75 (20.9.1897) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 75 (20.9.1897)
Date
1897-09-20
Page
– (sequence 11)
Language
German
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i;yywg.*^K.*^- ^7nflBWiaw*r£7'*3fiif u ^-7 1469 demgemäß diesen Beschluß herbeizuführen und mir einzureichen. Die Frist zur Vorlage desselben dehne ich mit Rücksicht auf den mündlich geäußerten Wunsch des Vorstandes bis zum l. Oktober d. I. aus. Ich erwarte aber bestimmt die Jnnehaliung dieser Frist." (gez.) v. Müfsling. Indem wir nun dementsprechend unsere verehrlichen Mitglieder zu einer Sonntag, den 19. September d. I. Nachmittags 4 Uhr präcis in der Aula unserer Realschule am Thiergarten 52 stattfindenden außerordentlichen Generalversammlung hierdurch ergebenst einladen, erlauben wir uns dieselben dringend zu ersuchen, vollzählig zu erscheinen und in richtiger Würdigung dieser überaus wichtigen Angelegenheit dem von uns an hohe Staatsregierung gerichteten Gesuche um Verleihung der Rechte einer Synagogen-Gemeinde an unsere Religionsgesellschaft die Zustimmung der Generalversammlung ertheilen zu wollen. Mögen unsere verehrlichen Mitglieder durch ihr im Sinne unseres Antrages erfolgendes Votum dazu beitragen, unsere der Pflege und Erhaltung des gesetzestreuen Judenthums gewidmete pw msf und ihre für diesen Zweck unter den schwersten Opfern gegründeten Anstalten für alle Zeiten mit Gottes Hilfe zu sichern und so den Schlußstein einzufügen in das Fundament unserer Religionsgesellschaft." Diese Generalversammlung, an der sich der größte Theil der Mitglieder der Religionsgesellschaft betheiligte, fand nun gestern statt. Mit überwältigender Majorität wurde der obenerwähnte Antrag der Verwaltung angenommen. (Wir gratulieren der altbewährten Frankfurter Religionsgesellschaft dazu, daß in ihren Mitgliedern die richtige Erkenntniß lebt für alles Zweckdienliche und für Alles was die hohen Ziele der pien rrw fördern muß. Red.) Aus dem Over-Glsatz Heute möchte ich über die Ausführung einer nne, eines heiligen Gottesgebotes sprechen, die wir vorbereitend schon mehrere Wochen vor dem Tage ihrer Bethätigung üben. Im Judenthume ist ja jeder nuten je hbjd man» pay, und lehren ferner unsere Weisen n^p msta mn bu roj» be> petr jno jrm nrm jw, darum dürfte es mindestens ebenso verdienstlich sein über die richtige Erfüllung einer m»s, wie sie uns die h. Thora vorgeschrieben hat, einiges Nothwendige zu bemerken, um auf diese Weise bitpso varb Jrrthümer und Versehen, alt eingewurzelte Nachlässigkeiten und Mißbräuche zu beseitigen, als einen Tag in der Gesechtslinie gegen ewjp«* zugebracht zu haben. Vom Schofarblasen soll die Rede sein, doch will ich keine Symbolik des Thruoh geben, auch nicht einen der vielen, unerschöpflichen Gedanken ansführen, die gerade der Schofarton dem ernsten, iedes Menschenherz mächtig ergreifenden Rosch Haschonohfeste in uns wachzurufen geeignet ist, es soll also keine Rosch Haschonohpredigt den geehrten Lesern vorgesetzt werden, vielmehr will ich über die technische Ausführung des Schofarblasens oder genauer gesagt, über einen Mißbrauch beim Schofarblasen einige Worte bemerken, einen Mißbrauch, den ich in vielen Synagogen Deutschlands zu beobachten Gelegenheit hatte und durch welchen die neun ntop geradezu werden. Es wird nämlich von vielen ypvi bsz das dritte Glied von onap und ebenso das letzte von rwnn wie eine njnpn ausgeblasen, so daß thatsächlich kein Brav da ist, denn das dritte Glied ist ja so lange wie eine nypn geblasen worden, und ist zwischen ww der Schluß-nv'pn eine mit der wm verbundene, störende nrpn eingeschaltet worden. Es wird daher nicht überflüssig sein, zu bemerken, daß a) die Beginn- und SchlußE'pn mindestens so lang sein müssen, wie das zwischen Beginn- und Schluß - mjnpn Geblasene, die nsnpn vor und nach n^rrc-ot?, also doppelt so lang wie die vor und nach tnav und vor und nach njmn allein; daß d) aus drei kurzen Gliedern besteht, von denen jedes einzelne so lange wie drei Thruohstöße ist, daß also das dritte Glied von vnav nicht länger geblasen wird, als die zwei ersten; daß c) nynn aus wenigstens neun kurzen Stößen besteht, deren letzter ebenfalls ebenso unverinittelt aufhört, wie die ersten. — Es ist mir stets ausgefallen, daß genannte Mißbräuche sogar in Gemeinden an deren Spitze fromme Rabbiner stehen, Vorkommen und kann ich mir dies nur dadurch erklären, daß die Rabbiner in größeren Gemeinden durch ihr Privat-pae der Synagoge fern bleiben und von dem Thun und Treiben daselbst wenig erfahren. Nur auf diese Weise läßt sich auch verstehen, daß man allenthalben selbst in den frömmsten Gemeinden erschreckend häufig beobachten kann, daß die j’^sn statt oben “wen 'ip'v nSnnno anstehen, ganz oder theilweise auf der Stirn gelegt werden, sodaß die pbvn rme aus diese Weise vollkommen versäumt wird, ist man doch nur dann wenn «wi bv j^csn vollkommen auf dem Haarboden liegen. Nebenbei bemerkt werden aus Bequemlichkeit auch häufig pton ■v bv nicht an Der richtigen Stelle, das ist an der dicksten Stelle des Oberarmmuskels, gelegt. — Wir sind ja alle nw n; mu und uns allen liegt ja das nw der nrorn ob, es werden mir darum die geehrten Leser meine Worte gewiß nicht übel nehmen, heißt es doch "Qi nbyb nta m nro tby* rnnsine» ja; — Meine kurzen Bemerkungen machen natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wenn durch sie auch nur in einer jüdischen Gemeinde ein näheres Eingehen auf die angeregten a\rn veranlaßt wird, so bin ich reichlich belohnt, u'22 pnat bxa nauwn msm. 8. B.

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