Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 74 (16.9.1897)
- Date
- 1897-09-16
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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1455 des Lehrers. 2. Einführung in das Verftändniß. 3. Nachlesen seitens der Schüler. 4. Kurze Katechese. Die Berathung der Leitsätze wurde aus Rücksicht auf die weiteren Gegenstände der Tagesordnung zurückgestellt. Nach Verlesung des Kassenberichtes, der auch die Mittheilung enthielt, der Vorstand des Verbandes der israel. Lehrervereine im Deutschen Reiche habe wieder eine Subvention von 140 M. zu den Kosten der Jahresversammlung bewilligt, folgte eine viertelstündige Pause. Bei Wiederaufnahme der Verhandlungen waren telegr. Begrüßungen vom D.-J. G.-B. und von dem zu Nordeney weilenden Herrn Landrabbiner Dr. Präge r—Cassel eingetroffen. Sodann veranlaßte die Frage des Anschlusies an den „Verband der irr. Lehrervereine im deutschen Reiche" nach einem Referate der Unterzeichneten Amram, das den Anschluß warm empfahl, eine längere, oft recht erregte Debatte. Um durch diese Frage nicht den Bestand der isr. Lehrerkonferenz Hessens selbst zu gefährden, einigte man sich schließlich dahin, vorläufig noch eine «bwartende Stellung einzunehmen. Von besonderer Wichtigkeit war die Besprechung des neuen Besoldungsgesetzes und seine Bedeutung für die isr. Lehrer des Reg.-Bez. Cassel, welcher ebenfalls ein vom Unterzeichneten Amram erstattetes Referat zu Grunde lag. Bedauert wurde, daß vorläufig der §. 4 des Gesetzes auf die israel. Lehrer Anwendung nicht finden wird und sie für ihren doch so ganz besonders schwierigen Kirchendienst vorläufig Nicht entschädigt werden sollen. Die anwesenden Vertreter der Vorsteherämter riechen von einer weiteren Verfolgung dieses Gegenstandes bei der Königl. Regierung ernstlich ab und stellten dagegen eine hoffentlich befriedigende Lösung durch die Vorsteherämter in Aussicht, was mit herzlichem Danke angenommen wurde. Die Jahresversammlungen, die bisher immer am ersten Montag im Juli abgehalten wurden, sollen auf Antrag des Unterzeichneten Amram der veränderten Ferienverhältnisse halber von nun ab auf die Pfingstwoche verlegt werven. Ein gleichfalls von dem Unterzeichneten Amram gestellter Antrag, die Verfehung erledigter israelitischer Schulstellen betreffend, wurde ohne Debatte dem Ausschüsse zu geeigneter Verwendung überwiesen. Für die nächste JahreSversammmlung, welche zu Fulda stattfinden wird, hat der Unterzeichnete Amram daS Referat übernommen. Das Thema lautet: „Wie ist die israelitische Volksschule im jetzigen Regierungsbezirk Cassel entstanden, wie hat sie sich entwickelt, und was hat sie geleistet?" Damit war die Tagesordnung erledigt. Mil herzlichem Danke für die vortreffiiche, ^unparteiische Leitung der Verhandlungen, dem Herr Brande s— Oberaula Worte verlieh, die in ein Hoch auf Herrn Gutkind ausklangen, ging die Versammlung auseinander. Das gemeinschaftliche Mahl, das nach den ernsten Debatten wieder eine heitere Stimmung hervorrief, wurde im Hotel Meyer eingenommen. Herr Gutkind brachte das Kaiserhoch aus; der Unterzeichnete Herr Oppenheim trank auf den Vorsitzenden^und Herr Strauß—Gelnhausen auf die Gäste. Von diesen toastete Herr Provinzialrabbiner Dr. Munk —Marburg mit Bezugnahme auf Sprüche der Väter V. 20 auf die Konferenz und Herr Bankier Plaut auf die Frauen. ErstZmit den Nachtzügen traten die Theilnehmer die Rückreise in die Heimat an mit dem Bewußtsein, einen zwar arbeitsreichen, aber auch erhebenden Tag verlebt zu haben, und mit der Hoffnung auf ein frohes Wiedersehen im nächsten Jahre zu Fulda. Borken und Treysa, 15. August 1897. Die Schriftführer: W. Amram. G. Oppenheim. r o t o f o I I der Versammlung des „Freien Vereins jüdischer Lehrer Hannover-Bremen." Anwesend sind die Herren: Spanier -Stolzenau, L e v y—Hannover, L e v i s o h n—Hannover, A p t—Pattensen, Ca pell-Wunstorf, Cohn—Barsinghausen, Federlein— Neustadt, Ginsber g—Gehrden, H a a s—Gleidingen, L o mnitz—Eldagsen, Meyer-Hannover, R oth sch ild—Achim. Als Gäste: Mandel—Dülken, Wolf—Geseke. Der Vorsitzende Koll. Spanier begrüßt in herzlichen Worten die erschienenen Gäste und wünscht der Versammlung einen guten Erfolg. Darauf verliest der Vorsitzende die Tagesordnung: 1. Vorlesung des Protokolles der konstituierenden Versammlung, 2. Beschlußfassung über die Stellung des Vereins zu dem Provinzialverein der jüdischen Lehrer Hannovers, 3. Lchrprobc im Gebetübersetzen, Res. Koll. Lev y— Hannover.