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Der Israelit · 1897-09-02 · Heft 70 (2.9.1897) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 70 (2.9.1897)
Date
1897-09-02
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1362 Ähnlichkeit mit Feigen und Bananen hat, wird im Orient vielfach ungekocht gegessen Ferner bemerken wir verschiedene neue Gelreidearlen der 1897er Ernte, wie Gerste, Weizen, Bohnen, Sesam, Wicken und Erbsen; diese Proben stammen sämmtlich aus der Colonie Hauran. Eine weitere Sehenswürdigkeit bilden die durch ihre Größe Aussehen erregenden Wassermelonen. Die Hauptanziehungspunkte der diesmaligen Sendung werden jedoch unbestritten die verschiedenen Collectionen frischer Weintrauben bilden. Wir zählten nicht weniger als sieben verschiedene Arten von Weintrauben, unter denen sich auch zwei verschiedene Sorten von rothen Trauben befinden; die einzelnen Beeren zeichnen sich besonders durch ihre Größe aus. Besonders hervorragend ist eine Sorte dieser Trauben, welche sowohl durch die Größe als auch durch die Fülle der Beeren auffällt. An den einzelnen Trauben befinden sich noch Theile der Rebe, die uns einen Begriff von der Schwere dieser Rebe geben, so daß man es wohl verstehen kann, wenn schon in der Bibel von der Fülle des Weinstocks in Palästina erzählt wird. Auch eine Collection neuer Holzschnitzereien ist angekommen und außerdem sind noch 11 Kisten mit Früchten neuester Ernte unterwegs. Oester r.- Ungar. Mo n a c ch i e. § Budapest, 26. August. Gestern hat sich in Komorn der Rabbinerverein für die Gemeinden jenseits der Donau konstituirt und wurden dabei folgende Functionäre gewählt: Dr. Schnitze r—Komorn, Präses, Dr. Steinherz—Stnhlweißenburg, Vicepräses, Dr. Klein—Veßprim und Dr. Lömy— Nagy-Atad, Schriftführer und Dr. Le ruft ein— Steinamanger, Kassier. Der Verein wird mit seiner Thätigkeit demnächst beginnen § Karlsbad, 22. August. Gestern am Labbat ist hier Herr Samuel K l ä r m a n n, gewesener Präses der Lemberger israel. Cultusgemeiude und Mitglied des Baron Hirsch'schen Wohlthätigkeits- Bureaus, im Alter von vierundsechzig Jahren gestorben. n"5«cr Indien. § Bombay An der indisch-afghanischen Grenze wüthet jetzt ein heftiger Aufstand gegen die englische Herrschaft, der auch in Europa mit großem Interesse beobachtet wird. Unsere Glaubens brüder jedoch, die in Indien oder Afghanistan leben, werden glücklicherweife dabei nicht ins Mitleid gezogen, da sie die Gegend, wo der Aufstand seinen Hauplherd hat, stets gemieden haben. Nur in der indischen Stadt Peschawer, durch die die Hauptkarawanenstraße nach Afghanistan führt, leben einige wenige Juden. Zieht man dann längs dieser Straße nach Afghanistan, so hat man vier Tagereisen zurückzulegen, bis man aus die erste jüdische Ansiedelung, die sich in diesem Lande, und Zwar in der Stadt Balkh am Amu-Darja -in:) befindet, stößt. Die Juden dort rühmen sich so, wie die von Bokhara von den zehn Stämmen (c'entrn mry) abzustammen, die der assyrische König Tiglat Pileffer noch vor der Zerstörung des ersten Tempels aus Palästina weggeführt und nach Mittelasien verbannt halte. Diese Juden behaupten auch, daß die im Buche der Könige vorkommenden Städte rin ,son und nbn (ntrft) die heutigen afghanischen Städte Kabul, Herat und Ballh sein sollen. Iersonalien Jiegenhals (Cberfdjfeften). Den vierzigsten Hochzeitstag feiert am 2. Dezember d. I. der Fabrikbesitzer Wilbeim Ehotzen hicrsclbst mit seiner Gattin .'Nofalle geb. Orgle r. Die Familie ist iveit bekannt durch wahre Frömmigkeit und ist die einzige am Platze, weiche ein echt iüdisckes Haus führt. Seit vierzig Jahren findet an den hohen Feiertagen im Haufe der Fa,nitre Ehotzen im eigens zrr diesem Zweck errichteten Betlokal, unter Zuhilfenahme von Leuten aus benachbarten Städten Gottesdienst statt. Leit vierzig Jahren ist Herr Ehotzen an Rösch hascho'w und an Jom Kippur Vorbeter und Schofarbläser. Die Jubelgreise wollen auch jetzt den Trl noch nicht verlassen, unr in einem größeren Orte bei ihren Angehörigen mit mehr Bequemlichkeit ihr Leben zu ge,ließen. In vollster Rüstigkeit haben die Jubilare im vorigen Sommer eine anstrengende Reise durch Mähren, Ungarn und Bayern gemacht, um ihre .minder zu besuchen und baden sich dabei ausdauernder gezeigt, wie die junge Generation. Vermischtes. Budapest. An dem Geburtstage Sr. Majestät des Kaiser Königs Franz Jostpli faitbcit in allen Synagogen des Königreich Ungarns feierliche Festgottesdienste statt. Ilnfete Mlingk essen es gern, g Ein nahrhaftes und liebliches Gericht läßt sich leicht durch eiusaches Kochen der Milch mit Mondamin bereiten. Eine solche Nahrung ist leicht verdaulich und reizt durch den eigenen Wohlgeschmack des Mondamin Kinder und Kranke zu weiterem Genuß. Es ist so ergiebig, daß uur wenig Mondamin zu nehmen ist, und stellt sich daher nicht theurer als gewöhnliches Mebl. Bei Nahrung für Kinder und Kranke ist dieser Bortheil besonders gut angebracht. Mondamin ist überall zu haben in Packeten ä (iO, 30 und 15 Pf. Schluss der Sommersaisun, Restausverfcauf. Sommerstoff, tvust'li., g. Qual.. -N l’l'g. ]>• Mir., o Mtr. •/.. Kleid I'. M. 168 Sommerstoff, „ „ „ ',il> „ „ „ u ,, „ ,, „ ,, 2.10 Sommer-Nouveaute, dojijidtir. ,, ,, ,, *'> „ „ ,, 3. Alpaca-Nouveaute „ T, ,, ,, e. ,, „ „ .. A.60 Crepon-Nouv., r .Wolle, dp jiltlir. (i"> ,, „ „ b „ „ ,, ,, ,, 3.80 versemlen in einzelnen Metern, Kuben sowie ganzen Stücken franco in’.s llaus. _ Außerordentlich grosse Auswahl zu Aus Verkaufspreisen. _ Die neuesten Muster in Herbstu. Winterstoffen sind eingetroffen. Muster auf Verlangen franco. — Modebilder gratis. Versandthatis: Oettinger & Ho., Frankfnrt a. 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