Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 69 (30.8.1897)
- Date
- 1897-08-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Fg&FZP'&Z?? "■^r'j^JJ** K- '^.w.^'.^r^- 1899 Band 2. Seite 144. ich, der im Wirbel umtreibe. „ 153. Sie schob das Papier in ihre Brust!: „ 195. Der Nach trapp. „ 205. Ihr wart der Wahrheit voll, als ich (st. wie). „ 229 O e f t e r e r Band 3. „ £6. Als wir zwei Beide iin Walde unsere Seelen a u s schütteteit(ü) Band 3. „ 30. Laß mich an dieser s üß c n Lüge hängen (prosit!) B a n d 4. „ 57. Sie sind schon Nürnberg zu auf (!) ., 91. Geh's wohin's will. „ 163. Der Dämon deutschen Bewußtseins (!!- 130. Wer ehrlichen deutsches Blut ist. „ 203. Die Lust fächelte balsamisch. „ bat's durch Benediktan erfahren (Frauenname). „ 225. Zwergenblick des Menschen „ 301. Die Gefangenhcit. Zlus dem Mittelalter I. „ 13. Auf dem Weiß der Stirne huschte die Reiherfeder umher (Miserabel!» „ 37. Die Verleumdung reckte ihre Zunge (st! sui!) „ 44. Sie begann ihr weibliches Dasein (Das ist neu!) „ 112. Marie beging den Fehler, keine Thatkralt zu besitzen. (Sin großer Fehler in der That!) „ 121. Es ist das erste Mal. wo ich Ihnen begegne. (Ist das nicht lüderlich?, Wüvzsuvg, 26. August. Um irriger Vorstellung, welcher der Artikel vom 17. d. Mts. aus Würzburg Raum gewährt, als wenn in hiesiger isr. Gemeinde Sonderheiten zu Tage träten/ wie die Bildung eines „Israelitischen Radfahrervereins," wodurch dem Antisemitismus Vorschub geleistet werden könnte, zu begegnen, muß constatiert werden, daß die Anmeldung eines solchen Vereins bei dem Magistrat, wie bereits kurz gemeldet, nichts als ein Ulk war, — von welcher Seite ausgehend, ist natürlich schwer zu behaupten — indem sie unter fingirtem Namen erfolgte. Man hat demnach auch hier den Kopf noch nicht verloren und ist in die „Vereinsduselei" noch nicht so tief gerathen, wie der verehrte Artikelschreiber glaubt. Daß übrigens auch hier „jene halbwüchsigen 16—18 jährigen Lehrlinge und Handwerkergehilfen" einer Besserung fähig und ihre freie Zeit besser, als in den bezeichneten Lokalen und Gesellschaften verwerthen könnten und daß hierzu am hiesigen Platze vielfach Gelegenheit geboten, ist nicht zu bestreiten. Aber wie beneidenswerth ist der Herr in seiner Phantasie, solche Vorkommnisse nur hier und nicht auch in allen größeren und kleineren Städten zu finden. Oder trifft man dort unter dieser Klaffe wirklich nur Tugendhelden und solche, die neben ihrem kaufmännischen und gewerblichen Berufe nur religiöse und Wissenschaftliche Bildung anstreben, für Vergnügen und leibliche Genüsse aber gar keinen Sinn haben? O glücklich, wenn es so wäre! Doch muß entschieden als unrichtig zurückgewiesen werden, daß hier überhaupt eine judenfeindliche Stimmung unter der gebildeten Bevölkerung Platz gegriffen und dieselbe dem Benehmen „halbwüchsiger Lehrlinge und Handwerksgehilfen" zugeschrieben werden müsse. Als Gegenbeweis diene, daß unser Herr Rabbiner dieser Tage eine Einladung zur Kaiserparade von dem k. Commando des II. Armeekorps erhalten und ihm ein Ehrensitz unter den übrigen Geladenen eingeräumt wird. Völlig unbegreiflich ist auch, wenn diese jungen Leute die Ruhe und Ordnung in der Synagoge stören sollten, da sie sich ja dem Artikelschreiber nach auf solchen Irrwegen befinden und lieber die Cafs's und „Schwofs" als die Synagoge besuchen. Doch er mag lokalkundiger sein, als wir und die Caftzs mit Damenbedienung, wo diese jungen Leute zu treffen sind, besser kennen als mancher eingeborene Würzburger. Wir wollen auch bei aller Uebertreibung die gute Absicht des verehrten Herrn, die Jugend zu verbessern, nicht verkennen und ihm für den Mahnruf an die Würzburger dankbar zu fein. Doch Eines gestatte er uns, zu bezweifeln, das es mit dem „Unus pro multis“ feine Richtigkeit hat. Onus ex multis. Aus dem Elfatz, 24. August, (^näiatnr et altern pars.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Auf einer Ferienreise im Elsaß begriffen, habe ich Gelegenheit gehabt, einen liefern Einblick in den Oivis - Consiftorial - Streit zu thun. Ich habe die verschiedenen Oivis-Artikel in der , Straßburger Post" und dem „Gebweiler Kreisblatt" gelesen und daraus die Ueberzeugung gewonnen, daß man dem Civis, wenn er auch in manchem Punkte recht und vor allem feine Anregung das Gute hat, die Elfäffer aufgerüttelt und ihrem Jndifferentismus gesteuert zu haben, doch nicht unumschränkt einräumen darf, daß er der Vertreter der gerechten Sache sei. — Ihr Redlichkeitsgefühl, geehrter Herr Redacteur, wird Sie auf den richtigen Weg führen. Vor allem gehört der „Oivis", der sich inzwischen in der Person des Herrn Dr. H. L e vy, Oberlehrer in Mühlhausen entpuppt hat, nicht der orthodoxen Richtung an. Er ist Mitglied der Synagogengemeinde daselbst, besucht die Orgelsynagoge, obgleich er Gelegenheit hat, sich einer Gesellschaft anzuschließen, die auf dem Standpunkte des traditionellen Judenthums, unter Leitung eines bekannten älteren Herrn steht. Er ist auch wie männiglich bekannt, Mitarbeiter verschiedener reformjüdischer und halbfrommer Blätter. Was rügt hiernach der Verfaffer des Artikels „Aus dem Ober- Elsaß", die Zustände in der größten Gemeinde daselbst, Mühlhausen? Glaubt er etwa durch die Artikel des „Oivis", dessen Verfasser solche Zustände durch seine Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde unterstützt, den Orthodoxen in Mühlhausen aufzuhelsen? Dem Verfaffer der Oivis-Artikel fällt es überhaupt nicht